Politik | 13.01.2022, 12:48 Uhr

Am gestrigen Mittwoch erhielten die Schülerinnen und Schüler des privaten Gymnasiums Nonnenwerth die Kündigung durch den Schulträger - Ingendahl und Gies wenden sich an Bildungsministerin

Offener Brief : Nonnenwerth braucht Hilfe

Das Gymnasium Nonnenwerth. Foto: Archiv / AB

Remagen. In einem offenen Brief haben sich Björn Ingendahl, Bürgermeister der Stadt Remagen und Horst Gies, Erster Kreisbeiordneter des Landkreise Ahrweiler , an die rheinland-pfälzische Bildungsminsiterin Dr. Stefanie Hubig gewandt. Nachfolgend der Brief im Wortlaut, der auf der Homepage der Stadt Remagen veröffentlicht wurde.

Sehr geehrte Frau Dr. Hubig,

am gestrigen Tag erhielten die Schülerinnen und Schüler des privaten Gymnasiums Nonnenwerth vom Schulträger die Kündigung ihrer Schulverträge zum Ende des laufenden Schuljahres. Den angestellten Lehrern wurde bereits vor einigen Wochen gekündigt. Schon seit mehreren Monaten schwebt die vom Träger angekündigte Schulschließung wie ein Damoklesschwert über der Schule mit ihrer 170-jährigen Tradition auf der Insel Nonnenwerth.

Wir, der Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Ahrweiler und der Bürgermeister der Stadt Remagen, wenden uns heute mit der dringenden Bitte an Sie, sich persönlich für den Erhalt des privaten Gymnasiums Nonnenwerth in Remagen einzusetzen. Von den über 500 Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium derzeit besuchen, kommen fast 400 aus Rheinland-Pfalz.

Eine tatsächliche Schließung der Schule würde zu einem herben Verlust in der Schullandschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz führen. Hinzu kommt, dass durch die Flutkatastrophe im Ahrtal die ohnehin schwierige Schulsituation im Kreis Ahrweiler unnötig dadurch weiter verschärft würde, dass rund 150 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis zusätzlich in flutbetroffenen Schulen untergebracht werden müssten.

Als Ergebnis eines durch die Unterzeichner initiierten runden Tisches Ende November 2021 mit dem Schulträger sowie Vertretern der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, dem Bistum Trier, der Städte Remagen und Bad Honnef sowie der Kreise Ahrweiler und Neuwied, sollten Verhandlungen über eine Übernahme der Trägerschaft durch den neu gegründeten Verein „Rettet Nonnenwerth“ geführt werden. Leider kommen diese Verhandlungen aus unterschiedlichen Gründen nicht in Schwung. Gleichzeitig läuft die Zeit davon, was auch durch die nun ausgesprochene Kündigung der Schulverträge mehr als deutlich wird.

Frau Ministerin, wir bitten Sie nachdrücklich, sich persönlich für die schnelle Aufnahme ernsthafter Verhandlungen zur Übernahme der Trägerschaft einzusetzen und diese durch Mitarbeiter aus Ihrem Haus und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sachlich und fachlich begleiten zu lassen.

Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft von 500 jungen Menschen und ihrer Familien und eine 170-jährige erfolgreiche Schulgeschichte.“

ROB

Das Gymnasium Nonnenwerth. Foto: Archiv / AB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Wir helfen im Trauerfall
Dauerauftrag
Titelanzeige
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, August 2026 Teil 2
Fahrzeugangebot
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606   - Pellenzer Lehrstellenbörse 2026
Pellenzer Lehrstellenbörse
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1105

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
760

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
704

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen