Weißenthurm Jubiläum
Weißenthurm feiert 60 Jahre Stadtrechte und langjährige Vereinsjubiläen
aus Weißenthurm
Weißenthurm. DANKE!
Wir feierten am Wochenende vom 18. bis 20. September 2026, 60 Jahre Stadtrechte, 70 Jahre Vereinsring und 77 Jahre Karnevals- und Kirmes-Gesellschaft Weißenthurm.
Nach diesen drei großartigen Tagen darf ich allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön aussprechen.
Das Organisationsteam, angeführt vom ersten Beigeordneten Cedrik Klein, zusammen mit der Vereinsringvorsitzenden Kerstin Pretz und dem Ka & Ki Vizepräsidenten Kai Ehmann, konnten zusammen mit Fraktionsvertretern ein tolles Programm zusammenstellen.
Unterstützt durch das Vorzimmer und den Bauhof der Stadt Weißenthurm, zusammen mit dem Schaustellerbetrieb Wolf Müller, wurde eine großartige Location am Rheinufer die Bühne für drei Tage Programm.
Engagierte Akteure sorgten freitags für einen reibungslosen Ablauf der Afterwork Party. Bei der Silentparty kamen alle auf ihre Kosten.
Der Stadtbürgermeister hatte zum offiziellen Festakt in das Katholische Vereinshaus eingeladen. Mit Grußworten des Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong, Bürgermeister Thomas Przybylla und Landrat a.D. Alexander Saftig, eingerahmt durch musikalische Beiträge der Kreismusikschule Mayen-Koblenz und VocalThur, gelang ein würdevoller Start in den Samstag.
Nach einem grandiosen Festumzug zum Rhein, konnte nach dem Fassanstich durch Stadtbürgermeister Johannes Juchem ausgelassen gefeiert werden. Schängel Brass und die Karos spielten auf, sodass die Stimmung bis zum Höhenfeuerwerk am Siedepunkt blieb.
Sonntag war der Tag der Vereine. Nach einem Ökumenischen Gottesdienst präsentierten sich ab 11:00 Uhr an 19 Ständen Vereine und Firmen den interessierten Partybesuchern. Den Abschluss bildete die Ziehung der Tombola-Gewinner.
Ich möchte hier noch einmal allen Beteiligten danken, die das Fest mitgestaltet und das Programm zum Leben gebracht haben.
Danken möchte ich aber auch den Festbesuchern, die durch ihre Anwesenheit das Fest zu dem gemacht haben, was wir geplant hatten, ein Festwochenende für Weißenthurm, seine Menschen und seine Nachbarn.
Ihr Stadtbürgermeister, Johannes Juchem
Auszug aus der Ansprache von Stadtbürgermeister Juchem zu den Jubiläen der Stadt, der Ka und Ki, sowie dem Vereinsring Weißenthurm.
Weißenthurm in seinem Jubiläumsjahr.
Am 8. November 1865 wurde durch den allerhöchsten Erlass des preußischen Königs Wilhelm die Bildung der Gemeinde Weißenthurm genehmigt.
Unsere Gemeinde entstand aus Gemarkungsteilen der drei benachbarten Gemeinden Kettig, Kärlich und Andernach.
Damit blickt Weißenthurm in diesem Jahr auf 160 Jahre Selbstständigkeit zurück – auf eine Geschichte, die auch durch die bekannte Grenze zwischen Kurtrier und Kurköln geprägt wurde.
Vor 77 Jahren, am 26. November 1949, wurde die Große Karnevals- und Kirmesgesellschaft Weißenthurm gegründet. Sie entstand als Zusammenschluss vieler Korporationen und wurde durch das Korps Grün-Weiß initiiert.
Vor 70 Jahren gründete sich der Vereinsring Weißenthurm. Seither wird das Vereinsleben in unserer Stadt koordiniert.
Vor 60 Jahren erhielt Weißenthurm die Stadtrechte. Aufgrund der eindrucksvollen Entwicklung seiner Infrastruktur erhob der damalige Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Peter Altmeier, am 25. Juni 1966 die Gemeinde Weißenthurm zur Stadt.
Nicht vergessen wollen wir jedoch die weiteren bedeutenden Jubiläen, die in diesem Jahr in Weißenthurm gefeiert werden.
Die Firma Trivium feierte ihr 105-jähriges Bestehen.
Unsere St.-Hubertus-Schützen Weißenthurm blicken auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurück.
Auch der Angelsportverein feiert in diesen Tagen sein 100-jähriges Bestehen.
Die Jugendfeuerwehr Weißenthurm feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.
Jedes Jubiläum lädt dazu ein, Rückschau zu halten. Es erinnert uns an das, was vergangene Generationen geschaffen haben, und stellt zugleich eine Verbindung zu unserer Gegenwart und unserer Zukunft her. Unsere Vorfahren haben das Gemeinwesen Schritt für Schritt zu einer selbstständigen Gemeinde und schließlich zu einer Stadt entwickelt. Es liegt nun an uns, ihr Werk verantwortungsvoll fortzuführen und unsere Stadt im Sinne der kommenden Generationen weiterzuentwickeln.
Man sagt, dass Julius Caesar im Jahr 55 vor Christus hier bei Weißenthurm mit seinen Legionen den Rhein überquert haben soll, auf einer eigens dafür errichteten Brücke.
Gesichert ist, dass 1796 General Louis Lazare Hoche vom Frauenberg aus, auf dem heute das Monument General Hoche steht, seine Truppen beim Rheinübergang befehligte.
Weißenthurm war einst als „3-B-Stadt“ bekannt: Bims, Blech und Bier.
Diese drei B standen für Arbeitsplätze, wirtschaftliche Stärke und Wohlstand.
Die Bimsprodukte aus Weißenthurm waren in ganz Deutschland bekannt.
Die Blecherzeugnisse wurden und werden in die ganze Welt geliefert.
Und die beiden großen Brauereien waren in vielen Orten der Region – bis an die Grenzen unseres Bundeslandes – ein Begriff.
In den 1960er-Jahren gaben jedoch immer mehr Weißenthurmer Bimsfabrikanten ihre Betriebe auf.
Die Brauerei Zur Nette und die Schultheis-Brauerei stellten gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts ihren Braubetrieb in Weißenthurm ein. Heute sind diese Brauereien aus dem Stadtbild verschwunden.
Umso dankbarer dürfen wir sein, dass mit den Firmen Ardagh und Trivium das dritte B – das Blech – in Weißenthurm weiterhin vertreten ist und von hier aus weltweit vertrieben wird.
Unser Stadtgebiet wird von bedeutenden Verkehrsadern tangiert, geschnitten und überbrückt:
vom Rhein als wichtiger Wasserstraße,
von der Bahnlinie Köln–Mainz,
von der Bundesstraße B 9,
sowie der Raiffeisenbrücke, die sechsspurig Weißenthurm mit der Stadt Neuwied verbindet, also die Eifel mit dem Westerwald.
Weißenthurm ist heute vor allem eine Wohnstadt – eine Stadt, die ihren Bürgerinnen und Bürgern viel zu bieten hat.
Ein lebendiges und funktionierendes Vereinsleben gehört fest zu unserer Stadt. Dennoch sorgen sich einige Vereine um den Nachwuchs.
Wie wichtig und erfolgreich gute Jugendarbeit ist, zeigen beispielhaft:
die Freiwillige Feuerwehr Weißenthurm,
die Karnevals- und Kirmesgesellschaft,
der Ballspielverein SG 99,
sowie der Turnverein.
Karneval, Kirmes, Schützenfeste, Bouleturniere, Leichtathletik und Fußball sind feste Bestandteile des Veranstaltungskalenders unserer Stadt. Eine großartige Jugendarbeit durch die VG Weißenthurm, möchte ich nicht vergessen.
Die Wohnstadt Weißenthurm ist gewachsen. Heute leben 9.267 Menschen in unserer Stadt.
Hier leben alle Generationen und viele Konfessionen miteinander und nebeneinander: Katholiken, Protestanten, Mennoniten und Muslime. Jung und Alt gehören zu unserer Stadtgesellschaft.
Wir haben drei Kindertagesstätten, eine Grundschule, die teilweise fünfzügig geführt wird, sowie 20 Kinderspielplätze.
Damit bietet Weißenthurm jungen Familien gute und attraktive Lebensbedingungen.
Aber auch die ältere Generation kommt in unserer Stadt nicht zu kurz.
Der von meinem Amtsvorgänger Gerd Heim initiierte Mittagstisch findet einmal im Monat statt. Seniorinnen und Senioren kochen ehrenamtlich für Seniorinnen und Senioren – unterstützt durch den Bürgerstützpunkt plus in Weißenthurm.
Der Bürgerstützpunkt bietet außerdem „Reisen ohne Koffer“, ein „Geteiltes Frühstück“ und Spieletreffs an.
Ergänzt wird dieses Angebot durch die Seniorenarbeit im Turnverein.
Familien finden in Weißenthurm ebenfalls gute Bedingungen. Mit dem Falkenstein-Park, dem Courrières-Park, dem Hoche-Park und dem Stationsweg verfügen wir über attraktive Grün- und Erholungsflächen für alle Bürgerinnen und Bürger.
Hausärzte, Zahnärzte, sowie Physiotherapie, Logopäden und Apotheke sind ebenfalls vor Ort und stellen die medizinische Versorgung sicher.
Seit 52 Jahren verbindet uns eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Courrières.
Diese Städtepartnerschaft steht für gelebte europäische Verbundenheit, für gegenseitigen Respekt und für die Überzeugung, dass persönliche Begegnungen Grenzen überwinden können.
Wir feierten am Wochenende 18.-20 September ein fest am Rheinufer. Dieses Wochenende gehörte allen Weißenthurmern.
Ein Fest der Geschichte, der Gemeinschaft und der Zuversicht.
Blicken wir dankbar zurück. Schauen wir aber ebenso zuversichtlich nach vorn.
Wir haben Weißenthurm, unsere junge Stadt am Rhein gebührend gefeiert.
Vielen Dank.
- Foto: Stadt Weißenthurm
- Foto: Stadt Weißenthurm
- Foto: Stadt Weißenthurm
Weitere Themen
- Foto: Stadt Weißenthurm