100 Jahre St. Hubertus Weißenthurm
Die St. Hubertus Schützenbruderschaft Weißenthurm feiert mit europäischer Gemeinschaft
aus München
Weißenthurm. Tradition, Gemeinschaft und Zukunft - Ein 100jähriges Vereinsjubiläum als Zeichen für Europa.
Am zweiten Wochenende im April fand in Weißenthurm am Rhein ein sehr besonderes, aufregendes und verbindendes Ereignis statt:
Es musste schon etwas besonderes sein, wenn sich Menschen aus halb Europa treffen.
Für und mit der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) richtete die St. Hubertus Schützenbruderschaft 1926 e.V. unter der Obhut der Stadt Weißenthurm, die diesjährige EGS-Frühjahrstagung aus und feierte gleichzeitig ihr eigenes Jubiläum. Das sollte auch nach hundert Jahren beweisen, wie eng in Tradition, Gemeinschaft und mit christlichen Werten die Zukunft Europas gestalten werden kann. Schützenschwestern und -brüder aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Kroatien, Österreich, Polen, Ukraine waren zu Gast.
Über den Dächern der Stadt
Mit einer stimmungsvollen „Opening Night“ am Donnestagabend wurden auf der Dachterrasse des Hotel Frames die ersten Teilnehmer begrüßt. Ein herzliches Dankeschön an das Team des Hotels für die großartige Gastfreundschaft!
Stadtempfang & kirchlicher Höhepunkt
Der offizielle Teil startete am Freitag nachmittag um 14 Uhr mit einem großen Empfang in der Stadthalle. Die Stadt Weißenthurm hatte geladen und stärkte nach den Grußworten und Auszeichnungen alle Teilnehmer mit traditionellem Döppekoche, dem besten kulinarische Gruß aus unserer Region! Nach den Grußworten von Stadtbürgermeister Johannes Juchem, dem Schirmherrn des Vereinsjubiläums Dr. Alexander Saftig (Landrat a.D.) und dem Präsidenten der EGS, Albert-Henri Prinz von Merode, folgte ein besonderer Moment: Der Brudermeister der Schützenbruderschaft Mario Geißler, selbst Europakönig von 2009-2012, überreichte der EGS als Gastgeschenk eine über Jahre hinweg zusammengetragene wertvolle Sammlung von Festabzeichen – ein Stück Schützengeschichte für die Ewigkeit.
Nach dem Stadtempfang wurde Schirmherr Dr. Alexander Saftig (Landrat a.D.) unter Standing Ovations zum Ehrenmitglied der Weißenthurmer Hubertusschützen ernannt.
Gänsehaut im Investiturgottesdienst
Zum Einzug ließ es sich Vereinsgeschäftsführer Johannes Barth nicht nehmen, die Fahne der EGS voran zu tragen, während die Vereinsfahnen durch Bernhard Piezcyk und Gerald Wagner getragen wurden.
In der folgenden feierlichen Messe mit Hauptzelebrant Weihbischof Robert Brahm aus Trier und mehreren Konzelebranten in der Dreifaltigkeitskirche Weißenthurm, die bis auf den allerletzten Platz besetzt war und in ihrem Innern in einem magischen Grün erstrahlte, wurden 32 Schützenbrüder und -schwestern unter dem Motto: PRO DEO - PRO EUROPAE CHRISTIANAE UNITATE - PRO VITA zu Rittern der Ritterschaft vom Hl. Sebastianus in Europa geschlagen. Ein nicht mehr allzu oft gesehenes Zeremoniell, das aber einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Begrüßung durch Jubiläums-Schirmherr Dr. Alexander Saftig. Foto: HG/Hubertusschützen
Ein besonderes Highlight erfolgt mit der musikalischen Gestaltung durch das Bläserensemble der Schängel Brass. Sie zeigten, dass sie nicht nur stimmungsvoll durch den Karneval musizieren können, sondern eben auch traditionelle Kirchenmusik zu einem unvergesslichen Moment machen können. Gesanglich begleiteten begeisternd die Chorgemeinschaft Mülheim, Urmitz-Bahnhof und Weißenthurm mit Solist Dr. Jürgen Schäfer und unter der Leitung von Kantor Markus-Johannes Lamprecht.
Besonders der hautnahe und emotionale Auftritt von Solist Dr. Jürgen Schäfer sorgte für Tränen der Rührung in den Augen vieler Gäste. Ein großes Lob für die perfekte Vorbereitung und Umsetzung geht an das Gemeindeteam Weißenthurm, Pfarrer Thomas Gerber, Küster Michael Barth und alle Messdiener. Im nachösterlichen Gottesdienst erklangen zum Dank ein machtvolles „Großer Gott wir loben dich“ und die „Ode an die Freude“.
Ddie Hubertusschützen gratulierten allen neuen Ritterinnen und Rittern von ganzem Herzen zu dieser besonderen Ehre.
Das schön gestaltete Liedheft von Geschäftsführer Johannes Barth fand besonders guten Anklang bei allen Besuchern. Die Pfarreiengemeinschaft Hl. Geist Mülheim-Kärlich druckte dieses und machte es der Schützenbruderschaft St. Hubertus von Weißenthurm zum Geschenk ihres 100 Jährigen Jubiläums. Der Gottesdienst endete mit lauten Salutschüssen der Böllerschützengruppe des Bezirkes Linz-Neuwied und leiteten so die aktuellsten Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der Weißenthurmer Schützen ein.
Festabend & Partystimmung
Nach der Pflicht - die Kür: Was folgte war der großer Festabend. Die Bands BandM und Schängel Brass sorgten für die perfekte musikalische Begleitung und eine Wahnsinnsstimmung in der Weißenthurmer Stadthalle. Im Beisein des amtierenden Weißenthurmer Schützenkönigs Roman Frank und seiner Königin Izabela Nyga wurde ausgelassen angestossen und das Tanzbein geschwungen. Rund 700 Gäste, darunter Verbandsbürgermeister Thomas Przybylla, Stadtbürgermeister Johannes Juchem und Mitgliedern der Weißenthurmer Vereine haben mit den Gästen und Teilnehmern der EGS gelacht, gefeiert, die Gemeinschaft gelebt und die gesellige Runde genossen.
Highlights am Samstag: Arbeit & Kultur
Während am Samstag im Hotel Frames die wichtige Plenarversammlung der EGS stattfand, gab es für die weiteren Gäste ein ganz besonderes Nebenprogramm: Einen Ausflug zum Kloster Maria Laach. Die Besucher wurden gastfreundlichst empfangen und mit einer ausgiebigen Führung durch die Abtei beeindruckt. Ein kulturelles Highlight der Region, das alle begeistert hat! Besonders Bibliothek und Abteikirche waren der einzigartige Höhenpunkt.
Für ihren besonderen Einsatz zur Planung und Umsetzung des Festes wurden einige Mitglieder der Hubertus Schützen von der EGS geehrt. Das Bronzene Verdienstkreuz erhielten Kassiererin Heike Winter, Geschäftsführerin Brigitte Cibis und Schießmeister Michael Barth. Brudermeister Mario Geißler erhielt, aufgrund seines ganz besonderen Engagements und Einsatz das silberne Verdienstkreuz der EGS.
Tatkräftige Helfer und Organisatoren
Ein solches Jubiläum braucht starken Rückhalt. Die Schützenbruderschaft ist ihrem Schirmherrn der Jubiläumsveranstaltung und Ehrenmitglied Dr. Alexander Saftig von ganzem Herzen dankbar für seine Treue und die Verbundenheit zum Verein.
Präsidium der EGS. Foto: HG/Hubertusschützen
Durch die dankenswerterweise vielen helfenden Hände wurde das Fest zu einem Erfolg von besonderer Größenordnung mit vielen Gesichtern. Die Schützen Weißenthurm erfreuen sich über den unermüdlichen Einsatz ihrer Mitglieder, welche zum Gelingen des Festes beitrugen. Dem Vorstand, welcher in jahrelanger Planung und etlichen Vorstandsitzungen die Umsetzung als Hauptverantwortlicher übernahm, ist besonders zu danken.
Die Weißenthurmer Hubertus Bruderschaft freute sich sehr über die große Unterstützung und den Empfang durch die Stadt und einer wahrhaft europäischen Jubiläumsfeier zusammen mit der EGS.
Durch die tatkräftige und dankenswerte Unterstützung aller Organisationshelfer, insbesondere von Brigitte Cibis, Heike Winter, Michael Barth und Mario Geißler, dem starken Thekendienst und den zuverlässigen Busfahrern und dem Caterer, wurde das Fest ein großer Erfolg. Selbst das älteste Vorstandsmitglied - mit fast neunzig Jahren - des Vereins und nach 45jähriger Arbeit als Kassierer immer noch tatkräftiger Unterstützer der Vereinsfinanzen, Werner Runkel, ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung bis zum Ende zu begleiten und den Überblick zu behalten. Ebenfalls trugen die fleißigen Hände der Stadt unter Leitung des 1. Beigeordneten Cedrik Klein bei.
Was Europa wirklich ausmacht? Verbindungen die bleiben!
Die Schützen freuen sich schon jetzt auf das nächste Wiedersehen, auf die nächsten 100 Jahre in Europäischer Gemeinschaft zum Reden, Feiern, sich Verstehen... stark in die Zukunft!
Stadtbürgermeister Johannes Juchem übergibt ein Präsent der Stadt an Europaprinz Maksymilian Kuropka. Foto: HG/Hubertusschützen
