Allgemeine Berichte | 08.10.2021, 09:17 Uhr

Fachpersonal für Wiederaufbau und Bewältigung der Flutfolgen gesucht - 60 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden benätigt

Ahrweiler: Kreisverwaltung braucht dringend neues Personal

Kreis Ahrweiler. Aufgrund der Flutfolgen benötigt die Kreisverwaltung Ahrweiler aktuell, aber vor allem in Hinblick auf die bevorstehenden Herausforderungen des Wiederaufbaus in den nächsten Jahren umfangreiche Unterstützung durch Fachpersonal. Über den entsprechenden Personal-Mehrbedarf wurde der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung informiert.

Eine Abfrage innerhalb der einzelnen Abteilungen der Verwaltung hat ergeben, dass zusätzlich 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt werden, um die neuen Aufgaben zu bewältigen. Hierzu zählen unter anderem der Wiederaufbau der sieben Kreisschulen, der Kreisstraßen und die fachliche und koordinierende Begleitung des gesamten Wiederaufbaus der staatlichen und kommunalen Infrastruktur sowie der privaten und gewerblichen Gebäude.

Darüber hinaus ist die Kreisverwaltung unter anderem intensiv in Fragen der Landes- und Bauleitplanung eingebunden und muss zusätzlich erforderliche wasser- und umweltrechtliche Verfahren sowie eine Vielzahl an Baugenehmigungsanträgen betreuen. Eine weitere große Herausforderung stellt zudem die Bewältigung der sozialen Folgen der Flutkatastrophe dar. Diese umfangreichen Aufgaben sind mit dem derzeit vorhandenen Personal nicht zu bewältigen.

In den vergangenen Wochen hat die Verwaltung bereits unterschiedliche Initiativen ergriffen, um die personellen Mehrbedarfe zu decken. Umgehend nach der Flutkatastrophe wurden die umliegenden Kreis- und Stadtverwaltungen im Rahmen der Amtshilfe um personelle Unterstützung gebeten. Dieser Bitte waren die benachbarten Kommunalverwaltungen dankenswerterweise nachgekommen und stellten Personal für unterschiedliche Aufgaben zur Verfügung. Außerdem konnte die Betreuung verschiedener Hotlines ausgelagert werden. Dringend benötigte Stellen wurden zudem ausgeschrieben.

Zusätzlich hierzu wurde auch auf Landes- und Bundesebene um personelle Unterstützung gebeten. Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation hat bereits angeboten, Beamtinnen und Beamte ab dem 55. Lebensjahr im Rahmen des sogenannten „engagierten Ruhestandes“ zur Verfügung zu stellen. Ihr Einsatz ist in Form eines Bundesfreiwilligendienstes für einen Zeitraum von sechs bis 18 Monaten geplant. Ab wann die Unterstützung von dort erfolgen kann, ist derzeit jedoch noch nicht absehbar. Des Weiteren teilte Staatssekretärin Nicole Steingaß mit, dass sie ebenfalls ein entsprechendes Amtshilfeersuchen an das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gestellt habe. Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler

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