Ferienfreizeit für Kinder aus dem Ahrtal organisiert
Die Flut für eine Woche vergessen
Trier/Bad Neuenahr-Ahrweiler. Schwimmen, Bowlen, ins Kino gehen – all das ist für die Kinder aus den überfluteten Regionen an der Ahr unmöglich geworden. „Für sie ist die Situation besonders schlimm. Nicht nur ihr Zuhause ist zerstört, sondern auch die Schulen und Freizeitmöglichkeiten“, sagt Katja Bruch vom Dekanat Trier. Die Pastoralreferentin und ihr Kollege Roland Hinzmann vom Dekanat Schweich-Welschbillig wollen Kindern und Jugendlichen aus den Flutgebieten eine Auszeit verschaffen und haben sie nach Trier eingeladen. Vom 10. bis 15 Oktober waren die 20 jungen Leute im Alter von zehn bis 15 Jahren im Kolpinghaus Warsberger Hof in der Innenstadt untergebracht.
Neben Bouldern, Stadtbummeln und Skaten stand zum Beispiel auch ein Gebärdenworkshop auf dem Plan der Freizeit. „Jede Veranstaltung wird von den Kindern dankbar angenommen“, sagt Pastoralreferent Hinzmann. Eine Mutter habe ihm erzählt, dass ihre Tochter seit Monaten zum ersten Mal wieder gelacht hat am Telefon. Auch die anderen Kinder wirken gut gelaunt. „Die Freizeit dürfte ruhig noch ein paar Tage länger dauern“, sagt der 15-jährige Benedikt. Die nahende Rückkehr sieht die 13-jährige Tonjesa zwiespältig: „Ich freue mich auf meine Eltern, aber der Abschied wird mir schwerfallen, da ich hier viele neue Freunde gefunden habe.“ Dass die Kinder evangelisch, katholisch und muslimisch sind, spielt während der Freizeit keine Rolle. „Die Führung im Dom haben trotzdem alle gebannt mitverfolgt“, so Seelsorger Hinzmann. „Die Solidarität untereinander is t groß.“
Viele der Kinder haben die Flutkatastrophe im Ahrtal unmittelbar miterlebt. „Wir haben sehr belastende Wochen hinter uns und noch vor uns. Wir wissen noch nicht, wie es mit unserem Haus weitergeht“, sagt Gabi Dohmen, die ihren 12-jährigen Sohn Benjamin am Sonntag nach Trier gebracht hat. „Für die Kinder ist die Situation vor Ort natürlich gravierend. Sie haben nirgendwo mehr die Möglichkeit Fußball zu spielen. Es gibt keine Sportplätze mehr, das Freizeitangebot ist gleich null.“ Auch die Schulsituation sei schwierig, erzählt die Mutter. „Die Kinder müssen viel Selbstständigkeit beweisen. Da war es uns wichtig, wenigstens in den Herbstferien ein paar Tage zu organisieren, die unbeschwert und fröhlich sind.“ Die Kinder zeigen sich über das Angebot dankbar. „Die haben so viel zurückgegeben“, sagt Pastoralreferent Hinzmann. „Das habe ich so noch nie erlebt.“
Pressemitteilung Bistum Trier
Weitere Themen
Artikel melden
Ahrtal-Flut: Klageerzwingungsantrag gegen ehemaligen Landrat nicht zulässig
- Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
- Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
Vermisste Frau aus dem Kreis Ahrweiler ist Opfer eines Tötungsdelikts
- Anne: Es ist das kalte Grauen. Wahrscheinlich denkt sich der Täter in Anlehnung an den Mordprozeß im Fall Anna K. aus Gimmigen mit einem ähnlich milden Urteil davon zu kommen. In was für einer Zeit leben wir...
Wir bringen Berufskraftfahrer schneller in den Job
- Graf: Ja, sehr GUT Ukraine, ist doch bekannt , dass koruptestes Land in Europa ist. Mit den Politiker, sind unsere bezahlt worden? Wunderbar !
Ringrocker sollten sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen:
Rock am Ring 2026: Heißer Tipp abseits der Bühnen!
Nürburgring. Pünktlich zu Rock am Ring 2026 erwartet die Festivalbesucher eine besondere Überraschung: Die US-Rockband Linkin Park bringt eine zeitlich begrenzte Sonderausstellung exklusiv an den Nürburgring. Die Ausstellung gewährt seltene Einblicke in die Geschichte einer der erfolgreichsten Rockbands der vergangenen Jahrzehnte und präsentiert zahlreiche Originalstücke aus verschiedenen Schaffensphasen der Gruppe.
Weiterlesen
Die 4. Klassen auf Zeitreise zur Ehrenburg
Ritter, Burgen und spannende Abenteuer
Rheinbrohl. Zum krönenden Abschluss ihrer Grundschulzeit unternahmen die 4. Klassen einen ganz besonderen Ausflug zur Ehrenburg. Passend zum Unterrichtsthema „Ritter und Burgen“ tauchten die Kinder dort tief in das Leben des Mittelalters ein und erlebten einen aufregenden Tag voller Spiel, Spannung und Geschichte.
Weiterlesen
Verkehrssicherheit für die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl
Sicher unterwegs mit ADACUS
Rheinbrohl. Wie verhalte ich mich richtig an einer Straße? Worauf muss ich beim Überqueren einer Fahrbahn achten? Und warum ist Aufmerksamkeit im Straßenverkehr so wichtig? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl im Rahmen des ADACUS-Verkehrssicherheitsprogramms der ADAC Stiftung.
Weiterlesen
