Das Hochwasser schlug im Neubaugebiet in Heppingens Osten mit brachialer Gewalt zu – bei einer Infoveranstaltung war die Zukunft des Gebietes ein Hauptthema
Heppingen nach der Flut: „Alle Träume wurden weggespült
Heppingen. Derzeit tourt eine Expertengruppe durch die Stadtteile der Kreisstadt. Der Auftrag der Fachleute von Land, SGD Nord und ISB: Transparente Informationen über den zukünftigen Wohnstandort Ahrtal, Hochwasserschutz und Fördermöglichkeiten aus erster Hand liefern. Auch in Heppingen wurde nun eine solche Infoveranstaltung durchgeführt. Mangels Alternative fand die in der Pfarrkirche St. Martin statt. Wer keinen Platz bekam, konnte die Referate über Lautsprecher vor der ehrwürdigen Kirche an der Landskroner Straße verfolgen. Nach den etwa eineinhalbstündigen Ausführungen der Fachleute stand das traurige Schicksal der Menschen im Neubaugebiet im Osten des Ortsteils im Mittelpunkt der Bürgerfragerunde, die sich stets an die Referate anschloss. Die Wassermassen schlugen hier am 15. Juli mit erbarmungsloser Kraft zu. Die einst modernen Einfamilienhäuser sind entweder komplett zerstört oder enorm beschädigt. Das Wasser stand meterhoch und erreichte die ersten Stockwerke der Gebäude. Doch eines wurde während der Versammlung deutlich: Viele Bewohner der Wilhelm-Söller-Straße und Am alten Brunnen wollen gerne bleiben und aufbauen. Ortsvorsteher Klaus Kniel bestätigte den Trend. In Zukunft gelte es jedoch seitens der Stadt zu prüfen, das „Ob“ und „Wie“ zu klären. Die Anwohner brachten ihre Verzweiflung deutlich zum Ausdruck. „Alle meine Träume wurden fortgespült,“ sagte ein Hausbesitzer des Neubaugebietes. Und weiter: „Wir haben uns dieses Haus für das Alter gebaut.“ Diese Idee hätte nun keine Bedeutung mehr. Schließlich stände nicht fest, ob es an diesem Standort wieder weitergeht. Der Ton mancher Bürger wurde im Verlaufe des Abends schärfer. Es wurde vermutet, das Hausbauer wissentlich in ein Hochwassergebiet gelockt wurden. Joachim Gerke von der SGD Nord gab den Vorwurf weiter an die Stadt und somit an den ebenfalls anwesenden Bürgermeister Guido Orthen. Denn: „Die Ausweisung von Baugebieten ist die Aufgabe der kommunalen Entscheidungsträger“, so Gerke. Dass hier bewusst die Flutgefahr verschwiegen wurde, wurde von Orthen entschieden zurückgewiesen. „Das Baugebiet wurde nach bestem Wissen und Gewissen ausgewiesen“, so der Bürgermeister. Ein Ausmaß eines Hochwassers wie im Juli habe niemand vorhersehen können. Dies bestätigten auch Günter Kern, der Sonderbeauftragte der Landesregierung zum Wiederaufbau des Ahrtals, und Hans-Hartmann Munk, stellvertretender Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft im Klimaministerium. Letzterer ging auch auf die baulichen Hochschutzmaßnamen um Heppingen und dem Ahrtal im Gesamten ein. „Es gibt keine technische Möglichkeit, das Ahrtal vor einer Flut wie dieser zu schützten“, sagte Munk, der so um Verständnis für die besondere Aufbausituation warb – auch im Neubaugebiet von Heppingen. ROB
Die Fachleute schilderten die Situation in Heppingen
Mangels Alternative fand die Infoveranstaltung in der Kirche St. Martin statt.
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