Allgemeine Berichte | 29.04.2022, 16:27 Uhr

Lebensberatungsstelle Ahrweiler legt Jahresbericht über Flutjahr 2021 vor

Nach der Flut: Dankbarkeit für alle Hilfe und Unterstützung

Die Johannes-Müller-Straße in Ahrweiler, die sich in direkter Nähe zur Lebensberatung befindet.  Foto: Lebensberatung Ahrweiler
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Lebensberatungsstelle Ahrweiler hat ihren Jahresbericht 2021 veröffentlicht. Darin heißt es: „Ein unfassbares Jahr liegt hinter uns.“ Wie unzählig viele andere war und ist auch die Einrichtung des Bistums Trier von der Flutkatastrophe im Juli betroffen. Spiel- und Therapiezimmer sowie alle Räume im Keller und im Erdgeschoss wurden komplett zerstört. Dennoch spricht der Jahresbericht von Dankbarkeit, dafür dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Familien die Flut überlebt haben und dass so viele Menschen mit angepackt und großzügig gespendet haben. Durch diese finanzielle Unterstützung war es möglich, in diesem Jahr eine auf zwei Jahre befristete 50-Prozent-Projektstelle einzurichten, die sich ausschließlich um von der Katastrophe betroffene Kinder, Jugendliche und deren Familien kümmert. Neben dem bewährten Beratungsangebot, das weder corona- noch flutbedingt ausgesetzt werden musste, kamen neue Tätigkeitsfelder und Herausforderungen dazu: Erstversorgung und Stabilisierung einzelner Betroffener, spezielle Gruppenangebote für Eltern, Kita- und Schulpersonal sowie für Helferinnen und Helfer. Die Lebensberatungsstelle engagiert sich außerdem in entsprechenden Fachgremien des Kreises und dem „Mobilen Beratungsbus“ und ist somit zu einem wichtigen Akteur für den Aufbau der psycho-sozialen Infrastruktur des Kreises geworden. 2021 war ein Jahr großer Herausforderungen, die alle Betroffenen noch lange beschäftigen werden. Die Lebensberatungsstelle will hierbei ein starker und zuverlässiger Wegbegleiter sein.

781 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben Hilfe bei der Lebensberatungsstelle Ahrweiler gesucht oder nahmen an offenen Sprechstunden, Elternabenden und Weiterbildungen teil. Die Gründe für die Kontaktaufnahme waren bei Kindern und Jugendlichen Trennung, Umgangs- oder Sorgerechtsstreitigkeiten der Eltern, Erschöpfung, Überlastung, schulische Probleme und depressive Verstimmungen der jungen Hilfesuchenden sowie die psychische Erkrankung eines Elternteils.

Erwachsene suchten vor allem Hilfe bei Kommunikationsproblemen, Depressionen und Belastungen durch kritische Lebensereignisse sowie Auseinanderleben, Mangel an Kontakt, Trennungswunsch und Umgangsstreitigkeiten.

Bis zur Flutkatastrophe bot das Team um Leiter Christof Ewertz Sprechstunden in der Boeselager-Realschule, dem Peter-Joerres-Gymnasium und nach Bedarf in der Ahrtal-Schule Realschule plus in Altenahr an. Außerdem gab es die Möglichkeit, in Kindergärten in Absprache mit den Eltern Verhaltensbeobachtungen auffälliger Kinder

durchführen zu lassen. Da viele Kindergärten stark von der Flut betroffen waren und sind, konnten sich Eltern auch direkt an die Beratungsstelle wenden.

In enger Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS) Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Haus der Offenen Tür (HOT) in Sinzig gelang es, unmittelbar an mehreren Standorten Raum für offene Sprechstunden zu schaffen. Das Angebot einer offenen Außensprechstunde in den Räumen der FBS in Bad Neuenahr gibt es bis heute.

Finanziert wurde die Beratungsstelle in 2021 zu 40,6 Prozent durch das Bistum Trier; zu 38,1 Prozent durch kommunale Mittel (Kreis Ahrweiler) und zu 21,3 Prozent durch das Land Rheinland-Pfalz. Für die Ratsuchenden ist die Beratung kostenlos. Die Lebensberatung ist erreichbar unter Tel.: 02641-3222 oder per E-Mail an sekretariat.lb.ahrweiler@bistum-trier.de

Pressemitteilung

Bistum Trier

Die Johannes-Müller-Straße in Ahrweiler, die sich in direkter Nähe zur Lebensberatung befindet. Foto: Lebensberatung Ahrweiler

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