Allgemeine Berichte | 18.11.2021

Restlicher Flutmüll an der Ahrmündung wird zeitnah entfernt

Die Ahrauen vor der Flut. Foto: ROB

Kreis Ahrweiler. Der restliche Flutmüll im Naturschutzgebiet „Mündungsgebiet der Ahr“ wird durch die Kreisverwaltung Ahrweiler zeitnah entfernt. In Kürze werden die dazu notwendigen Arbeiten beauftragt und die Ausführung von einer ökologischen Baubegleitung betreut. Darauf einigten sich die Teilnehmenden des gestrigen Ortstermins einvernehmlich. Insgesamt war der noch verbliebene Müll in der Aue überschaubar. Abfallhaufen kleineren Ausmaßes wurden an zehn Stellen vorgefunden und dokumentiert.

„Die Räumung soll für die Natur möglichst schonend erfolgen. Dafür werden überwiegend bereits vorhandene Fahrspuren im Gebiet genutzt. Für das abgesprochene Vorgehen stellt die SGD Nord als Obere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Ahrweiler die dafür erforderliche Genehmigung aus“, so SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

„Die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer haben in der Ahrmündung bereits großartige Arbeit geleistet. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Der gestrige Ortstermin hat gezeigt, dass der überwiegende Teil der gefährlichen Abfälle bereits entfernt wurde. Die wertvollen ökologischen Strukturen gilt es jetzt zu schützen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

Eine vollständige Räumung des Gebiets ist weder zum Schutz der Schifffahrt noch aus ökologischer und naturschutzfachlicher Sicht notwendig. In diesem speziellen Fall wäre sie sogar kontraproduktiv. Denn durch schweres Gerät würden viele natürliche Strukturen wie Kiesbänke oder Totholzablagerungen zerstört und der Boden verdichtet. Das Totholz und das natürliche Schwemmgut können in der Aue liegen bleiben. Nach Einschätzung der Experten geht von diesem auch im Hochwasserfall keine Gefahr aus und beeinträchtigt die Schifffahrt im Rhein nicht.

Am Termin teilgenommen haben Vertreter des Beirats für Naturschutz des Kreises Ahrweiler sowie Mitarbeitende der Oberen Naturschutzbehörde, der Oberen Wasserbehörde (Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord), der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Abfallbehörde (Kreisverwaltung Ahrweiler), dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein, dem Forst sowie weitere Fachexperten.

Zum Hintergrund:

Schutzzweck des Naturschutzgebietes „Mündungsgebiet der Ahr“ bei Sinzig ist der Erhalt des natürlichen Mündungsgebiets der Ahr mit seinen Wasser-, Sand- und Schlammflächen. Diese bieten Lebensraum für bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Durch die natürliche Flussdynamik verändert sich das Gebiet stetig, gleichzeitig entstehen durch das Ab- und Umlagern von Sand, Flussschotter und Totholz neue Strukturen. Auf diesen sogenannten „Rohbodenstandorten“ und in den angeschwemmten Anhäufungen aus Stämmen und Ästen leben zahlreiche Pflanzen-, Käfer-, Libellen- und Vogelarten, die mittlerweile sehr selten sind, da nur noch wenige europäische Flüsse nicht in ihrem Lauf verändert und an den Ufern verbaut wurden. Durch die Flutkatastrophe im Juli waren im Naturschutzgebiet große Mengen an Holz, Müll und anderem Schwemmgut abgelagert worden. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatten mit enormen Engagement naturschonend von Hand bereits große Mengen an Müll aus dem Gebiet entfernt. Auch Landesforsten Rheinland-Pfalz war tätig und hat Holz zur Seite geräumt, um an gefährliche Abfälle und Treibgut heranzukommen. Pressemitteilung Kreisverwaltung Ahrweiler

Die Ahrauen vor der Flut. Foto: ROB

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  • Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Anne: Es ist das kalte Grauen. Wahrscheinlich denkt sich der Täter in Anlehnung an den Mordprozeß im Fall Anna K. aus Gimmigen mit einem ähnlich milden Urteil davon zu kommen. In was für einer Zeit leben wir...
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