Beerdigungen der Flutopfer beginnen
Würdige Bestattungen und intensive Trauerbegleitung
Bad Neuenahr-Ahrweiler. 141 Todesopfer sind nach Angaben des Koblenzer Polizeipräsidiums im Rahmen der Flutkatastrophe an der Ahr zu betrauern. Die ersten Beerdigungen finden in den kommenden Tagen statt. Diese nie dagewesene Situation im Ahrtal geht mit besonderen Herausforderungen für Bestattungsinstitute, Kommunen und Kirchen einher.
„Wir haben alle Angehörigen angerufen, auch jene, deren Verwandte innerhalb der vergangenen drei Wochen verstorben sind“, erklärt Dechant Jörg Meyrer. Als örtlich zuständige Seelsorgerinnen und Seelsorger suchen Meyrer und sein Pastoralteam den ersten Kontakt mit den betroffenen Familien. „Unser Team will den Angehörigen zuhören und da sein, wenn sie die Geschichte der Flutnacht oder der Tage des Bangens danach nochmal erzählen. Auch wenn wir nicht alle Beerdigungen selber halten können“. Die Bestattungen erfolgen mit der Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bistum Trier. „Für diese Hilfe sind wir sehr dankbar“, sagt Meyrer.
Michaela Mannebach, Pastoralreferentin im Dekanat St. Goar, ist Teil des Koordinierungsbüros des Bistums Trier. Sie und die anderen Teammitglieder stimmen die Termine zwischen den Bestattungsinstituten und den Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem gesamten Bistum ab, die sich für die Beerdigungen gemeldeten haben.
Dabei ist allen Verantwortlichen wichtig zu betonen, dass die jeweiligen Bestattungen in enger und sensibler Abstimmung mit den Angehörigen und vor allem würdig stattfinden werden. Eine intensive Trauerbegleitung wird von Seiten der Seelsorgenden angeboten.
Besondere Herausforderungen
„Einige haben gleich mehrere Angehörige verloren, und zwar oftmals verbunden mit sehr tragischen Geschichten“, weiß Heiko Marquardsen, Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler, um die besonderen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe. Er erklärt, dass die Situation sehr diffizil ist. „Viele Angehörige mussten länger warten, bis ihre verstorbenen Angehörigen identifiziert werden konnten“, berichtet er und fügt hinzu: „Das Verabschieden von Menschen, die im Hochwasser ums Leben kamen, ist kaum oder gar nicht möglich.“ Hinzu komme, dass „jeder in irgendeiner Weise hier betroffen ist“.
Eine Bestattung ist auf allen Friedhöfen in der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler möglich, außer auf dem Friedhof am Ahrtor. Eine spätere Umbettung dorthin ist kostenlos möglich, versichert Marquardsen.
Weitere Informationen zur Hochwasserhilfe von Bistum Trier und Caritas und die Spendenkonten zur Unterstützung Betroffener der Hochwasserkatastrophe sind zu finden unter https://t1p.de/hochwasser-hilfe.
Pressemitteilung Bistum Trier
Weitere Themen
Artikel melden
Ahrtal-Flut: Klageerzwingungsantrag gegen ehemaligen Landrat nicht zulässig
- Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
- Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
Vermisste Frau aus dem Kreis Ahrweiler ist Opfer eines Tötungsdelikts
- Anne: Es ist das kalte Grauen. Wahrscheinlich denkt sich der Täter in Anlehnung an den Mordprozeß im Fall Anna K. aus Gimmigen mit einem ähnlich milden Urteil davon zu kommen. In was für einer Zeit leben wir...
Wir bringen Berufskraftfahrer schneller in den Job
- Graf: Ja, sehr GUT Ukraine, ist doch bekannt , dass koruptestes Land in Europa ist. Mit den Politiker, sind unsere bezahlt worden? Wunderbar !
Ringrocker sollten sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen:
Rock am Ring 2026: Heißer Tipp abseits der Bühnen!
Nürburgring. Pünktlich zu Rock am Ring 2026 erwartet die Festivalbesucher eine besondere Überraschung: Die US-Rockband Linkin Park bringt eine zeitlich begrenzte Sonderausstellung exklusiv an den Nürburgring. Die Ausstellung gewährt seltene Einblicke in die Geschichte einer der erfolgreichsten Rockbands der vergangenen Jahrzehnte und präsentiert zahlreiche Originalstücke aus verschiedenen Schaffensphasen der Gruppe.
Weiterlesen
Die 4. Klassen auf Zeitreise zur Ehrenburg
Ritter, Burgen und spannende Abenteuer
Rheinbrohl. Zum krönenden Abschluss ihrer Grundschulzeit unternahmen die 4. Klassen einen ganz besonderen Ausflug zur Ehrenburg. Passend zum Unterrichtsthema „Ritter und Burgen“ tauchten die Kinder dort tief in das Leben des Mittelalters ein und erlebten einen aufregenden Tag voller Spiel, Spannung und Geschichte.
Weiterlesen
Verkehrssicherheit für die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl
Sicher unterwegs mit ADACUS
Rheinbrohl. Wie verhalte ich mich richtig an einer Straße? Worauf muss ich beim Überqueren einer Fahrbahn achten? Und warum ist Aufmerksamkeit im Straßenverkehr so wichtig? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl im Rahmen des ADACUS-Verkehrssicherheitsprogramms der ADAC Stiftung.
Weiterlesen
