Politik | 11.04.2022, 12:56 Uhr

Am 11. April 1992 fuhr ein betrunkener Autofahrer in eine Menschenmenge an der Friedenskapelle

Vier Menschen starben an der „Schwarzen Madonna“

Anlässlich des Jahrestages wurden Kränze niedergelegt.  Foto: privat
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Remagen. Am Sonntag, 10.April, gedachten die Mitglieder des Friedensmuseum der Opfer des tragischen Unfalls an der Friedenskapelle vor 30 Jahren. Der Unfall ereignete sich damals im Anschluss an eine Bittprozession am Vorabend des Palmsonntag von 1992, als ein betrunkener Autofahrer in die versammelte Gemeinschaft von circa 60 Gläubigen raste. Dabei starben vier Menschen und 13 wurden schwer verletzt, die unverletzten Anwesenden und die Rettungskräfte erlitten schwere Traumata.

Das Ereignis hat sich bis heute tief in das Gedächtnis der Remagener Bürgerinnen und Bürger eingebrannt. Dankbar seien die Betroffenen, dass das Friedensmuseum fast all die Jahre an den Unfall mit einer Kranzniederlegung erinnere, so eine Teilnehmerin. Volker Thehos, der bei der Veranstaltung Bürgermeister Ingendahl vertrat, erwähnte in seiner Rede die immer wiederkehrende Frage nach dem Warum, die bis heute die Remagener beschäftigt. Warum mussten Menschen, die sich zum Beten versammelt hatten sterben? Doch die Antwort darauf bleibt ein Geheimnis auf der Suche nach dem tiefen Sinn von Dingen, die man nicht versteht.

Karin Keelan vom Friedensmuseum und Volker Thehos legten im Anschluss einen Kranz nieder und gedachten mit den Teilnehmenden in einer Schweigeminute der Opfer des Unfalls. Dabei bezogen sie die Kriegsgefangenen von 1945 mit ein und die jüngsten Opfer des barbarischen Krieges in der Ukraine.

Anlässlich des Jahrestages wurden Kränze niedergelegt. Foto: privat

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