Inklusion in Bewegung: Sport verbindet erneut Menschen mit und ohne Handicap
Olympiaflair beim Inklusionsfest: Sophia Junk begeistert in Urmitz
Urmitz. Bereits zum 14. Mal veranstaltete der SV Urmitz in Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sport-Verband Rheinland-Pfalz sowie „Special Olympics Rheinland-Pfalz“ das integrative Sportfest „Sport verbindet“. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung in die Peter-Häring-Halle und erlebten gemeinsam mit ebenso vielen Aktiven des SV Urmitz ein vielseitiges Sportprogramm. Tischtennis, Judo, Tanz, Leichtathletik, Handball und Fußball bildeten das sportliche Herzstück der Veranstaltung. Landrat Marko Boos übernahm die Schirmherrschaft, während sein Vorgänger Dr. Alexander Saftig zum „Ehrenschirmherrn“ ernannt wurde – eine Würdigung seines langjährigen Engagements für das Fest.
Zu den prominenten Gästen zählte in diesem Jahr die Olympia-Medaillengewinnerin Sophia Junk von der LG Rhein-Wied. Gemeinsam mit Pascal Kirstges teilte sie ihr sportliches Know-how mit den Teilnehmenden. Für die Sprinterin war es der erste Besuch in Urmitz, nicht jedoch der erste Kontakt zu Menschen mit Handicap. Bereits im Vorjahr engagierte sich Junk bei den Special Olympics in Neuwied, wo sie rund 15 Kindern einen Leichtathletik-Einführungskurs gab. In Urmitz blieb sie fast den ganzen Veranstaltungstag über präsent. „Ich mache den Menschen gern eine Freude“, erklärte sie. „Menschen mit Handicaps zeigen große Herzlichkeit und Dankbarkeit, wenn sie spüren, dass andere sich für sie einsetzen. Das, was für uns oft selbstverständlich ist, ist für sie etwas Außergewöhnliches.“ Sie betonte zudem, dass gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen noch nicht selbstverständlich sei. Veranstaltungen wie „Sport verbindet“ seien deshalb besonders wichtig.
In der Halle herrschte ein buntes Treiben. Die Judoka präsentierten ihre Sportart in traditionell weißer Kleidung, während die anderen Abteilungen des SV Urmitz durch farbige T-Shirts auffielen – das Grün der Handballer und das Gelb der Leichtathleten erleichterten dabei die Orientierung. Auch Ortsbürgermeister Norbert Bahl ließ es sich nicht nehmen, das Geschehen zu verfolgen. Seit der ersten Ausgabe der Veranstaltung ist er regelmäßig anwesend. „Was der SV Urmitz hier auf die Beine stellt, macht ihm so schnell kein anderer Verein nach“, lobte Bahl. „Die perfekte Betreuung hier hilft den Menschen mit Behinderung, für einige Stunden aus ihrem oft schweren Alltag zu entfliehen.“ Der SV Urmitz sei ein „Schwergewicht“ unter den Vereinen der Gemeinde – ein Umstand, von dem letztlich die gesamte Kommune profitiere.
SVU-Schatzmeister Edgar Becht bestätigte die gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen. Der örtliche Musikverein etwa beteiligte sich mit einem Workshop, die SVU-Gruppe „Drums Alive“ zeigte mit Pauken aus Gymnastikbällen und bunt geschmückten Trommelstöcken, wie Musik, Sport und Rhythmus zusammenfinden. Die Veranstaltung, unterstützt von zahlreichen Sponsoren, sei in ihrer Organisation ein Selbstläufer. „Es ist nie ein Problem, ausreichend Freiwillige zu finden, sämtliche Abläufe sind eingeübt“, berichtete Becht. „Wir treffen uns am Samstagmorgen zum Aufbau, und am Montagmorgen ist die Halle bereits wieder leer.“
Auch 2026 soll das Fest fortgesetzt werden – dann zum 15. Mal unter dem Motto „Sport verbindet“. BA
Medaillengewinnerin Sophia Junk gab den Teilnehmenden wertvolle Tipps.
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