Rheinbrohler Weihnachtskrippe auch in diesem Jahr ganz besonders

Weihnachtsgeschehen nach Dernau verlegt

20.12.2021 - 14:47

Rheinbrohl. Die Rheinbrohler Krippenbauer in der Pfarrkirche Sankt Suitbertus haben sich auch in diesem Jahr wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Nach dem im vergangenen Jahr ein Flüchtlingslager dargestellt wurde, hat man in diesem Jahr das Weihnachtsgeschehen nach Dernau verlegt und somit in das Gebiet der diesjährigen Flutkatastrophe vom 14. Juli.

Dabei gibt es zu Dernau auch eine eigene Geschichte, was die Rheinbrohler Krippe betrifft. Denn ihre Figuren wurden im Wesentlichen 1896 angeschafft, was sich anhand noch erhaltener Rechnungen belegen lässt. Der Kamelführer und das Kamel kamen jedoch 1938 hinzu, als in der Dernauer Pfarrkirche Sankt Johannes eine ähnliche Krippe aufgelöst wurde.

„Davon erfuhr der damaligen Rheinbrohler Kaplan Schweißtal. Da dieser das Motorrad des Metzgermeisters Roth benutzen durfte, fuhr er damit nach Dernau und transportierte beide Figuren nach Rheinbrohl“, schildert Krippenbauer Ewald Schneider, der auch Ansprechpartner für Führungen an der Krippe ist.

„Coronabedingt konnte die große Wurzelkrippe in diesem Jahr erneut nicht aufgebaut werden. Deshalb haben wir Krippenbauer diese Figurengeschichte sowie die tragischen Ereignisse vom 14. Juli zum Anlass genommen und Bethlehem nach Dernau an der Ahr verlegt.“ Ein Krippenstall aus Holz und Stroh beherbergt die Heilige Familie und die weiteren 125-jährigen Jubiläumskrippenfiguren. Es gibt einen Weinberg, den „Dernauer Pfarrwingert“ sowie angedeutet den Verlauf der angestiegenen Ahr.

Mit den Bildern auf Plakatwänden an der Krippe sowie am Ausgang der Kirche soll noch einmal auf die schrecklichen Ereignisse hingewiesen werden. „Wir bitten die dort stehenden Spendenbehälter reichlich zu füllen. Wir werden alle eingehenden Spenden zu 100 Prozent nach Dernau weiterleiten“.

Die Krippe kann nach jedem Gottesdienst, sowie samstags- und sonntagsnachmittags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Coronakonform mit Kontaktdatenerfassung und nach der 2G Regelung. Zusätzliche Termine für Familien oder kleinere Gruppen können mit Ewald Schneider unter Tel. (0 26

35) 43 30 vereinbart werden. Die Krippe ist traditionell bis zum 2. Februar („Mariä Lichtmess“) aufgebaut.

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Das Unfallauto war mit sechs Personen besetzt, hatte aber nur fünf Sitzplätze.

Auto überschlägt sich mehrfach auf A61: Mehrere Schwerverletzte

Am heutigen Sonnereignete sich um 17 Uhr auf der A61 in nördlicher Fahrtrichtung zwischen den Anschlussstellen Rheinböllen und Laudert ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem sechs Personen zum Teil schwer verletzt wurden. mehr...

Raubach: Reifen von mehreren Autos zerstochen und Nägel ausgelegt

Raubach. In der Nacht von Freitag auf Samstag, 5. bis 6. August, kam es in der Ortslage Raubach, im Bereich „Am Heidchen“, zu einer Sachbeschädigung an zwei geparkten PKW’s. Hierbei wurden mehrere Reifen der geparkten Fahrzeuge, durch Einstechen, beschädigt. Weiterhin wurden Nägel vor mindestens einem weiteren Reifen ausgelegt. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Zeugen,... mehr...

Montabaur: Rollerfahrerin bei Crash mit Auto schwer verletzt

Montabaur. Am Sonntag, 7. August gegen 15.45 Uhr befuhr eine 53-jährige Frau aus der VG Wirges (Motorroller) und eine 81-jährige Frau aus der VG Montabaur (PKW) in der genannten Reihenfolge die Koblenzer Straße in Montabaur aus Richtung Stadtmitte in Fahrtrichtung Niederelbert. Bei der ARAL-Tankstelle wollte die Rollerfahrerin nach links abbiegen und missachtete dabei den nachfolgenden Verkehr. Zeitgleich wollte die PKW-Fahrerin überholen und übersah den nach links gesetzten Blinker. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Brauchtum in Gefahr

aus Oberwinter:
Die von "näher dran" wissen, was da so seit Jahren und Jahrzehnten so (schief) gelaufen ist. Mit Corona hat das nicht viel zu tun. Die Berichterstattung wird oberflächlich gehalten um gewissen Personen nicht zu nahe zu treten. Diese Katastrophe war vorauszusehen - aber nicht abwendbar....
K. Schmidt:
Warum wird in dem Bericht so oft auf Corona hingewiesen? Oberwinter hat über 3.700 Einwohner, plus Potential aus den Nachbarorten. Wenn dann ein Verein dort nur 15 Mitglieder hat, hat das mit Corona doch nix zu tun. Es gibt Traditionsvereine, die zeitgemäß fortbestehen können. Schützenvereine gehören...
Jürgen Görgler:
Nicht nur wegen der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, sondern auch mit Bezug zur Klimakrise wäre es doch interessant, geeignete Flächen im Kreis Ahrweiler mit großangelegten Photovoltaikanlagen (Solarparks) auszurüsten. Dies in Form von Genossenschaften, wo interessierte Bürgerinnen und Bürger...
Franz-Josef Dehenn:
Allen Bewohnern des Hauses wünsche ich, das Sie alle so schnell wie möglich wieder schnell Gesund werden...
Service