Blaulicht | 16.05.2024

Schüler von Mitschüler mit Messer bedroht - Keine Verletzten

Wachtberg: Polizeieinsatz nach Amokalarm an Hans-Dietrich-Genscher-Schule

Symbolbild. Foto: Pixabay

Wachtberg. Mit einem Großaufgebot sicherte die Polizei am Mittwochnachmittag den Schulkomplex rund um die Hans-Dietrich-Genscher-Schule mit der angrenzenden Grundschule „Drachenfelser Ländchen“ ab.

Grund war der an der Schule ausgelöste Amok-Alarm.

Ein Schüler bedrohte in der Pause Mitschüler und zeigte ein Messer, daraufhin informierten Mitschüler die Schulleitung. Der Schüler wurde im Schulleitungsbüro befragt. Die örtliche Polizei wurde informiert.

Nach Aussage von Robert Scholten, Pressesprecher der Polizei Bonn, wurde kein Schüler verletzt. „Wir mussten nach diesem Amok-Alarm nach unseren Parametern mit der für solche Fälle notwendige Einsatzgröße vor Ort agieren. Die polizeilichen Spezialkräfte durchsuchten das gesamte Gebäude um sicherzustellen, dass sich kein weiterer Verdächtiger in der Schule befindet. Erst dann konnten wir grünes Licht für die sich in der Schule befindlichen Schüler und Lehrer geben“, so Polizeisprecher Robert Scholten. Im Einsatz waren Polizeikräfte aus Bonn, Köln und Düsseldorf. Über den Schulen kreiste ein Hubschrauber, auch eine Drohne kam seitens der Polizei zum Einsatz, um die Situation zu erfassen. Nach Scholtens Aussage bestand jedoch zu keiner Zeit eine Gefahr für Schüler und Lehrerschaft. Am frühen Nachmittag erfolgte die Zusammenführung der Kinder zu ihren Eltern auf dem Gelände der angrenzenden Feuerwehr.

„Wir werden den Schulbetrieb am Donnerstag normal durchführen. Der schulpsychologische Dienst des Rhein-Sieg-Kreises und Seelsorger werden am Donnerstagmorgen ab 7.45 Uhr an den Schulen sein, um Kindern und Eltern zur Seite zu stehen“, sagt der vertretende Konrektor der Hans-Dietrich-Genscher Schule Klaus-Peter Klein.

Auch für Fiona Keegan, Schulleiterin an der Drachenfelser Grundschule wird der Schulbetrieb am Donnerstag weiter gehen. „Wir werden den Kindern so viel Normalität wie möglich bieten. Neben dem normalen Unterricht erhalten die Kinder ein Angebot, sich vor Ort an die Notfallseelsorger zu wenden, oder sich in einem geschützten Raum untereinander auszutauschen. Wir können uns die persönliche Betroffenheit in den Familien vorstellen und wollen für Kinder und Eltern ein größtmögliches Gesprächsangebot bereithalten“, sagt Fiona Keegan.

„Wir garantieren mit unserer Beratung sowie Gesprächen den Eltern und Schülern eine gefühlvolle Begleitung und sind jeder Zeit ansprechbar“, sagt Pfarrer Albrecht Roebke, der mit sechs Mitarbeitern der evangelischen Notfallseelsorge am Tag selbst vor Ort war und am Donnerstag an den Schulen sein wird.

Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt war vor Ort. „Ich habe absolutes Verständnis für die Sorge der Eltern. Es war uns als Gemeinde wichtig, dass auch wir den Eltern für Gespräche zur Verfügung standen und auch in den kommenden Tagen stehen werden. Ich danke der Polizei, allen offiziellen Stellen und den Rettungsdiensten für die gute Zusammenarbeit. Der Feuerwehr danke ich für die Einrichtung einer Anlauf- und Beratungsstelle für Eltern und Kinder in ihrem Gerätehaus in Berkum. Ich bin sehr glücklich feststellen zu können, dass keiner verletzt wurde. Kinder und Eltern verhielten sich trotz dieser besonderen Situation besonnen und vorbildlich“, so Bürgermeister Jörg Schmidt.

Pressemitteilung Gemeinde Wachtberg

Symbolbild. Foto: Pixabay

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