Politik | 10.03.2022

Kreisverwaltung Ahrweiler informiert

Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine

Gemeinsame Haltung von Kreis und Kommunen

Symbolbild.  Quelle: Pixabay

Kreis Ahrweiler. Mit Besorgnis und Mitgefühl blickt auch der Kreis Ahrweiler auf die dynamischen Entwicklungen in der Ukraine. Immer mehr Menschen machen sich aufgrund ihrer Notlage und der dramatischen Situation vor Ort auf den Weg in die westlichen Nachbarländer. Auf eigene Initiative oder die hilfsbereiter Privatpersonen und Helfergruppen erreichen immer mehr Flüchtlinge auch den Kreis Ahrweiler. Den acht Kommunen und dem Kreis Ahrweiler ist es ein besonderes Anliegen, diesen Menschen angesichts der humanitären Katastrophe zu helfen. Gleichzeitig leiden auch im Kreis selbst noch Tausende Menschen unter den Folgen der verheerenden Flutkatastrophe. Das Land Rheinland-Pfalz hat aus diesem Grund einen Verteilstopp für Flüchtlinge im Kreis Ahrweiler erlassen.

„Das Ahrtal ist noch immer schwer gezeichnet durch die Flut. Tausende Menschen können selbst noch nicht in ihr Zuhause zurück, große Teile der Infrastruktur sind nach wie vor zerstört, Schulen und Kitas sind betroffen und viele Menschen benötigen eine enge psychosoziale Unterstützung, um das Erlebte zu verarbeiten. Um in diesem Bereich der sozialen Infrastruktur die zusätzlichen Bedarfe zu decken, ist nach wie vor eine große Kraftanstrengung zahlreicher Akteure erforderlich. Hinzu kommt, dass beispielsweise einige Bildungseinrichtungen nur im Rahmen von Provisorien genutzt werden können. Nach der Hochwasserkatastrophe haben sich die nicht unmittelbar von der Flut betroffenen Kommunen bereits solidarisch gezeigt und Betroffene aufgenommen“, so Landrätin Cornelia Weigand, die sich zur aktuellen Lage der Flüchtlinge aus der Ukraine am Mittwoch, 9. März, mit den hauptamtlichen Bürgermeistern der Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Sinzig, der Verbandsgemeinden Adenau, Altenahr, Bad Breisig und Brohltal sowie der Gemeinde Grafschaft ausgetauscht hat.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Versorgung einer großen Anzahl weiterer, unter Umständen zum Teil schwer traumatisierter Menschen im Kreis schlichtweg nicht möglich sein wird. Ebenso müssten die ukrainischen Flüchtlinge adäquat untergebracht, betreut und versorgt werden.

Dem Kreis und den acht Kommunen ist es ein Anliegen, dass den Menschen aus der Ukraine nicht nur eine sichere Unterbringung und Perspektive geboten wird, sondern auch entsprechende therapeutische Angebote zur Verfügung gestellt werden können. „Natürlich verstehen wir den Wunsch, helfen zu wollen. Viele von uns haben nach der Flut selbst großzügige und selbstlose Unterstützung erfahren dürfen“, so Weigand und die Bürgermeister. Im Kreis Ahrweiler sei diese Form der Hilfe aufgrund der schwierigen Situation derzeit leider nicht möglich – angefangen bei der Unterbringung bis hin zur Aufnahme in Kitas und Schulen.

„Den aus der Ukraine Geflüchteten kann in der offiziellen Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Trier bestmöglich geholfen werden. Dort können sie registriert, versorgt und in das offizielle Verteilverfahren aufgenommen werden. Außerdem steht dort entsprechendes Fachpersonal, wie Dolmetscher und Therapeuten, zur Verfügung. Das gilt auch für unbegleitete Minderjährige.“

Für geflüchtete Familien und Einzelpersonen, die bereits im Kreis Ahrweiler angekommen und privat untergebracht sind, werden in Absprache mit den Kommunen und dem Kreis Einzelfall-Lösungen erarbeitet.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Symbolbild. Quelle: Pixabay

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