Mit nur 1,8 Prozent mehr holte Josef Oster bei der Bundestagswahl den Wahlkreis Koblenz

Knappes Rennen für Josef Oster

27.09.2021 - 11:13

Koblenz/Region. Es war knapp bei der Bundestagswahl für CDU und SPD. Das zeichnete sich auch im Wahlkreis Koblenz (199) ab. Denn der bisherige CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster holte trotz herbem Verlust von 9,6 Prozent der Wählerstimmen mit 31,7 Prozent nur ganz knapp den Wahlkreis als Direktkandidat.


SPD-Kandidat Dr. Thorsten Rudolph bekam 29,9 Prozent, hatte also nur 1,8 Prozent weniger Stimmen. So kam er vom SPD Listenplatz 3 auf Platz eins in der Landesliste und ist so ebenfalls im Bundestag.

Josef Oster, der von insgesamt 145.312 gültigen Stimmen 46.074 erhielt, sieht als Grund für seinen Erfolg seine Arbeit und seinen hohen Bekanntheitsgrad: „Vom ersten Tag meiner Wahl vor vier Jahren an habe ich als direkt gewählter Abgeordneter immer den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht und in den sitzungsfreien Wochen rund 600 Termine in der Region wahrgenommen. Mir ist es beispielsweise auch gelungen, dass zahlreiche Fördermittel für Projekte in die Region geflossen sind“, erklärte er gegenüber BLICK aktuell.

Dass hier die Person und nicht die Partei im Mittelpunkt stand, ist am Ergebnis der Zweitstimmen zu erkennen: Hier bekam die CDU im Wahlkreis 199 lediglich 26 Prozent, 11,8 Prozent weniger gegenüber 2017.

Die SPD legte hier mit 5,5 Prozent zu und erhielt 29.3 Prozent der Zweitstimmen. Und auch bei den Erststimmen für Dr. Rudolph Thorsten darf die SPD sich über ein Plus 1,2 Prozent freuen was 29,9 Prozent bedeutet.

Für die Grünen ist kein Politiker aus dem Wahlkreis Koblenz im Bundestag. Denn ihre Kandidatin Lena Etzkorn erhielt 17.980 Erststimmen was 12,4 Prozent und ein Plus von 6,2 Prozent bedeutet. Bei den Zweitstimmen legen die Grünen sogar um 6,5 Prozent zu, also 14,4 Prozent der Stimmen im Wahlkreis 199. Die FDP bekam für ihren Kandidaten Markus Wieseler 11.179 Erststimmen, das sind 7,7 Prozent bei einem Zuwachs von 1,2 Prozent.

Die AfD musste bei den Erststimmen 1,4 Prozent Minus und bei den Zweitstimmen sogar 2 Prozent Minus hinnehmen.

Übrigens: Der Wahlkreis 199 Wahlkreis umfasst die Städte Koblenz, Bendorf und Lahnstein, die Verbandsgemeinden Rhein-Mosel, Vallendar, Weißenthurm, Loreley und 9 Gemeinden aus der VG Bad-Ems-Nassau. HEP

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Architekten- und Ingenieurkammer richten Gutachterportal ein

Wiederaufbauhilfe der ISB: Ausfüllhilfen und Infos zu Gutachtern

Kreis Ahrweiler. Die Bewältigung der Flutfolgen in Rheinland-Pfalz geht Schritt für Schritt voran. Seit Ende Dezember ist das Verfahren, mit dem Betroffene Hilfezahlungen beantragen können, eröffnet. Für Gebäudeschäden sind im Antragsverfahren Begutachtungen vorgesehen. Dazu haben die Architektenkammer Rheinland-Pfalz und die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Portalseite im Internet freigeschaltet. mehr...

Wilfried Freischem aus Ahrbrück verarbeitet seine Erlebnisse nach der Flut in einer Kurzgeschichte

„Wir können nicht fassen, was kaum zu fassen ist“

Ahrbrück. Wie viele andere auch, wollte ich helfen. Aber Schaufel und Hacke bevorzugen doch eher junge Männer. Mit dem Auftrag, eine Seniorin in ärztliche Behandlung zu bringen, wurde ich einfach in eine rote Weste gesteckt. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
solidAHRität Shop
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

Kommentare

Cochem: Sturm zerstört Windkraftanlage

S. Schmidt:
Windräder sind Industrieanlagen, die, durch Verordnung, nicht geprüft werden müssen. Deshalb auch so viele Unglücke damit. Würde es sich wirklich um den sogenannten Klimaschutz handeln und es den Verantwortlichen in Bund und Ländern ein ernsthaftes Anliegen, dann müssten wir sofort beginnen neue Kernkraftwerke...
juergen mueller:
Wäre begrüßenswert, vor allem, weil sich unsere Konsumgesellschaft immer mehr zu einem Neukauf als zu einer Reparatur von Elektrokleingeräten entschließt Was woanders geht, geht hier aber noch lange nicht. Damit hat Koblenz schon immer ein Problem gehabt. Man klaut sich zwar gerne Anregungen von...
juergen mueller:
Ich lese immer Verkehrswende, einen besseren, öffentlichen und attraktiven ÖPNV. Haben wir nicht. Egal, ob meine Frau u. ich mit der Koveb oder den Roten z.B. in die Stadt fahren. Die Attraktivität bei beiden fängt bereits beim Einstieg an. Ein/e Busfahrer*in als personifizierte Unfreundlichkeit u....
 
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert