Mehr als 200 Auszubildende aus ganz Deutschland realisierten naturnahe Ahruferbefestigung

„Bewundernswertes Engagement junger Menschen“ für das Ahrtal

Uferbereich unterhalb des Calvarienbergs umfasst ein Areal von rund 15.000 Quadratmetern

16.07.2022 - 14:41

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr haben auch mehr als 260 Beschäftigten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) die Aufräumarbeiten im Ahrtal mit Spezialgeräten und Fahrzeugen unterstützt. Darüber hinaus wurden durch die Schreinerei des Bauhofs Aschaffenburg rund 50 neue Bänke, Stühle und Einbauschränke für die Grundschulen Bad Neuenahr und Ahrweiler gezimmert. Die Taucher der Bauhöfe Trier und Koblenz inspizierten Brückenwände und Stützwände.


Methode wird erstmalig im Ahrtal angewendet


Ein ganz besonderes Projekt realisierten über 100 Auszubildende der WSV im und am Ahruferabschnitt unterhalb des Calvarienbergs, der jetzt offiziell an die Stadt übergeben wurde. Dort setzten sie – erstmalig für das Ahrtal – zwischen Dezember 2021 und Juli 2022 eine ingenieurtechnische Methode der Uferbefestigung um, die bislang nur in Norddeutschland zur Anwendung kam. Hierbei wurden zwischen Rundholzreihen Weidenruten (Faschinat) befestigt, die dann austreiben. Zusätzlich wurden von den Azubis heimische Gehölze angepflanzt nachdem Ufer und Böschungen gesäubert worden waren. Sie setzten Ufersicherungsmaßnahmen um, stellten Natursteinmauern her, erneuerten eine Radwegbrücke, errichteten ein Einlaufbauwerk und erneuerten das Natursteinpflaster im Bereich des Stichwehres. In den neuen, rund 420 Meter langen und 15.000 Quadratmeter großen Ahruferbereich integriert ist auch ein kleiner Lehrpfad, der sowohl über die geleistete Arbeit, als auch über die dortige Fauna und Flora informiert.


Wissing: „Ein beeindruckendes Projekt“


„Mit dieser lebendigen Uferbefestigung haben wir versucht, dem Fluss wieder etwas zurückzugeben“, so Albert Schöpflin, Leiter Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn. Für Bundesverkehrsminister Volker Wissing ist die neue Uferbefestigung „ein beeindruckendes Projekt, das diese so heimgesuchte Region dringend braucht, da es für Zukunft und Perspektive steht“. Wissing dankte dabei ausdrücklich den Auszubildenden und Koordinatoren für ihre herausragende Arbeit. Als „ein deutliches Zeichen, auch neue Wege zu gehen und Musterbeispiel für angepassten Wiederaufbau mit Hochwasservorsorge als zentralem Punkt“ bezeichnete Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Ahruferprojekt, Wolfgang Treis (Präsident SGD Nord) sprach von einer „Win-Win-Situation bei einem einzigartigen Projekt“.


Weigand: „Ein sichtbares Zeichen des Aufbaus in Bad Neuenahr-Ahrweiler“


„Mit ihrer Arbeit an einem besonders betroffenen Abschnitt haben die Auszubildenden der WSV ein sichtbares Zeichen des Aufbaus in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler geschaffen. Ein Zeichen, das Bürgerinnen und Bürgern wie auch Besucherinnen und Besuchern Mut machen kann, auf dem langen Weg des Aufbaus. Es ist bemerkens- und bewundernswert, wie sehr auch junge Menschen in den ersten Wochen bei den Aufräumarbeiten im Tal angepackt haben und sich nun auch in vielen Aufbauprojekten engagieren“, ergänzte Landrätin Cornelia Weigand. Bürgermeister Guido Orthen dankte allen Beteiligten im Namen der Stadt, auch für die „unkomplizierte Zusammenarbeit“. „Dies ist kein Wiederaufbau, sondern ein Aufbau. Neu, anders und still, ohne tägliche Postings bei Facebook. Zudem ist es ein Beispiel dafür, dass der Aufbau auch unbürokratisch und schnell laufen kann. Kein Hürdenlauf, wie wir ihn manchmal täglich erleben“, so Orthen.

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Kommentare
juergen mueller:
Bevor solche Kommentare in Umlauf gebracht werden, sollte man sich vorher genau informiert haben. Gibt es solche Sitzungsgelder, dann ist das rechtens, denn umsonst gibt es heutzutage nichts mehr (Zeit heutzutage will vergütet werden). Hier geht es auch nicht darum, wer was erhält, sondern welche...
Bernhard Sommer:
Wirtschaftliche Perspektive? Ich hoffe dass Herr Langner dann auch keine Sitzungsgelder usw. als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Aufsichtsratsmitglied bekommt !!!! Und er kann das dem Weihnachtsmann erklären, dass es erst eine Woche vor Fälligkeit auffällt, dass kein Geld mehr da ist..........
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
juergen mueller:
Errst jetzt wach geworden? Bereits JUNI 2021 warnte VERDI (mit Recht) vor einer Übernahme/Mehrheitsbeteiligung durch SANA. Wie uns bereits jahrelange Erfahrung gelehrt hat ist es nicht sinnvoll, unser Gesundheitswesen mit privaten Kapitalinteressen zu verknüpfen/zu überlassen. SANA ist ein profitorientierter...
Gabriele Friedrich:
Bekloppte aller Art sind strategisch so aufgestellt, das man täglich 5-6 davon trifft oder mit Ihnen zu tun hat. Krankhaftes Verhalten ist das und unfassbar....
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