Premiere der Dankwelle im Kurpark von Bad Neuenahr war ein Erfolg

„Danke sagen“ mit Wasser, Licht und Feuer

26.04.2022 - 09:31

Bad Neuenahr. Das Ziel der Dankwelle ist schnell erklärt: „Danke sagen“, was sonst. Aber dies ohne große Worte und Reden, sondern mit Wasser, Licht, Feuer und ganz viel Musik. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat diese ganz spezielle Ausgabe der beliebten und bekannten Klangwelle organisiert, um den Einwohnern, aber auch den vielen Helfern nach der Flut, ihre Verbundenheit auszudrücken. Deshalb hatten auch alle Einwohner der Stadt sowie Helfer Freitickets erhalten. Eine Teilnahmepflicht bestand ausdrücklich nicht, darauf wies auch Bürgermeister Guido Orthen hin. Da die Show sehr emotional ausgerichtet ist und manche Wunden noch lange brauchen, um zu verheilen, gelte es zu respektieren, so der Stadtchef. Wichtig sei jedoch auch, dass sich eben nicht alles um die Flut drehe. Auch der Sound der 90er Jahre und Mundartmusik aus Köln standen auf dem Programm. Für Stimmung und Ausgelassenheit war also gesorgt. Wer die Party annehmen wollte, war und ist weiterhin eingeladen nach den vielen düsteren Tagen mitzufeiern. Orthen: „Jetzt, wo die schwierigen Wintermonate geschafft sind, wollen wir bei diesem Event alle zusammenzubringen und noch einmal „Danke“ sagen.“ Ziel sei es, den Menschen Mut zu machen um in eine gemeinsame Zukunft zu schauen.



Gelebte Solidarität


Jan Ritter ist einer der beiden Geschäftsführer der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH und von dem regen Zuspruch überrascht. Denn die Flut war nicht die einzige Hürde. Corona und der Ukraine-Krieg kam hinzu. „Das positive Feedback stimmt uns stolz und hoffnungsvoll,“ so Ritter.

Auch Christian Senk als Mitgeschäftsführer zog ein positives Fazit zur Premiere. „Die Dankwelle zeigt, dass auch Gäste auswärts wieder willkommen sind. Viele Gastronomien und Hotellerie öffnen wieder“, sagt Senk. „Jeder Besuch im Ahrtal ist gelebte Solidarität.“

Die Premiere der Dankwelle fand am letzten Donnerstag statt. Im Vorprogramm begeisterten mit SaxOsing zwei klangwellenerprobte Künstler mit Rock- und Pop-Songs. Auch ein kulinarisches Angebot wurde kredenzt. Von exquisiter Lasagne, über Allzeitfavouriten wie Currywurst mit Pommes frites bis zum süßen Crêpe wurde sämtliche Geschmäcker bedient. Als Begleiter im Glas war – was sonst – Ahrwein in allen Variationen erhältlich. Auch die Moderation wurde von zwei Urgesteinen der Klangwelle übernommen: Thomas Spitz und Roland Nenzel führten als dynamisches Duo durch den Abend.


Katastrophen und Krieg treffen auf Hoffnung und Zuversicht


Wer „Danke“ sagen möchte, muss auch den Grund dazu nennen. Deshalb nahm die verheerende Flutkatastrophe einen größeren Teil des ersten Teils der Klangwelle ein. Dazu wurden Bilder der Zerstörung der Flut, aber auch der tausenden Helfer, auf die Wasserfläche der Dankwelle projiziert. Dieser Part war den unzähligen Menschen, die ins Ahrtal kamen, Schlamm schippten und mitanpackten gewidmet. Das Thema „SolidAHRität“ und das damit verbundene „Nachvorneschauen“ stand im Vordergrund.

Auch die derzeitigen, aufwühlenden Ereignisse in Europa waren Teil der Präsentation. Der Krieg in der Ukraine lässt niemanden unberührt. So wurde aus dem zweiten Teil ein Appell an den Frieden und die Demokratie. Wiederum wurden emotionale Szenen der Schicksale von Flüchtlingen gezeigt, die auf der Flucht vor Krieg und Angst ihr Heimatland verließen.

Nach einer Pause stand wieder ein positives Lebensgefühl auf dem Programm. Teil 2 warf einen Blick zurück auf die 1990er Jahre und die Musik, die das Jahrzehnt der deutschen Wiedervereinigung prägten: Rund 50 Songs der Genres Eurodance, Techno, Grunge und HipHop wurden in einem hörenswerten Remix verarbeitet. Untermalt wurde dies durch den obligatorischen Effektereigen von Licht und Wasser. Auch Pyrotechnik und Lasershow waren mit dabei.


Lebensfreude aus Kölle


Stimmungsvoll war auch der letzte Teil: Kölsche Ton bestimmten hier die Show und die stehen in Sachen Lebensfreude ganz hoch im Kurs. Mit dabei war alles, was in der Domstadt Rang und Namen hat. Die Zuschauer im voll besetzten Kurpark dankten es mit Schunkeln und allgemeinem Party-Feeling. Dies war gleichzeitig der Abschluss der Premierenshow der Dankwelle. Aber die geht ja zum Glück noch weiter. Die „Dankwelle“ findet auch noch vom 28. April bis 1. Mai im Kurpark von Bad Neuenahr statt. An allen Veranstaltungstagen gibt es ab 18.30 Uhr ein Vorprogramm. Am zweiten Dankwelle-Wochenende übernimmt die Band „Popsofa“. Darüber hinaus erwartet die Besucher wie stets ein umfangreiches Gastroangebot: Verschiedene Ahrweine, Kaltgetränke und Kaffee, Pommes, Würstchen, Käsespätzle-Variationen, regionale Gerichte und süße Crêpes.

Auf dem Veranstaltungsgelände stehen rund 500 Sitzplätze zur freien Platzwahl zur Verfügung. Ein frühes Kommen wird empfohlen, wenn ein Sitzplatz gewünscht wird. Denn ein Sitzplatz kann nicht garantiert werden.


Die Dankwelle in Zahlen


Um die Dankwelle durchzuführen wurde seit Januar 2022 vorbereitet, koordiniert und programmiert. Der Aufbau vor Ort in Bad Neuenahr ging innerhalb zweier Wochen über die Bühne. Während der Show kommen über 60 Scheinwerfer und Laser zum Einsatz, dazu kommen rund zehn verschiedene pyrotechnische Effekte. Für den nötigen Strom wurden Kabel in Länge von stolzen zehn Kilometern verlegt. Für die Wassershow sind 800 Düsen im Einsatz, die die Wasserfontänen in eine Höhe von bis zu 30 Metern pumpen. 35.000 Liter pro Minute werden so bewegt. Das darunterliegende Wasserbecken fasst 120.000 Kubikmeter Wasser, ist 22 Meter lang und fünf Meter breit. Veranstalter ist die Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH. Realisiert wurde die Klangwelle der Firma Consortium aus Wien. Die künstlerische Leitung obliegt dem Bonner Roland Nenzel, Chefprogrammierer ist Misch Anton aus Wien.


Weitere Infos:


Unter www.klangwelle.de/dankwelle gibt es viele weitere Infos zur Show und zu den Tickets.

ROB

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Weitere Berichte

Sprechstunde mit Jan Einig

Auf ein Wort

Neuwied. „Auf ein Wort mit Jan Einig“ heißt die Reihe, in der Neuwieds Oberbürgermeister die Stadtteile aufsucht, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in persönlichem Kontakt zu bleiben. Dieser Austausch ist Jan Einig ein Herzensanliegen, insbesondere, da die für den engen Draht wichtigen zufälligen Treffen angesichts die Pandemie weniger geworden waren. Nachdem bereits einige Stadtteile dieses Jahr... mehr...

Experte schulte Neuwieds Seniorenbeirat im Kommunalrecht

Neuwied. Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen der älteren Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt Neuwied. Er berät die Organe der Stadt Neuwied, gibt Anregungen und Empfehlungen an Behörden, Verbände und Organisationen und fördert den Erfahrungsaustausch, die Meinungsbildung und Koordination von Maßnahmen. Damit er diese Aufgabe gut erfüllen kann, bot die Stadtverwaltung zusammen mit der... mehr...

Stolpersteine in der Goldgrube verlegt

Erinnerung an Koblenzer Opfer des Nationalsozialismus

Goldgrube. Jüngst wurden sechs neue Stolpersteine im Koblenzer Stadtteil Goldgrube verlegt. Die in die Bürgersteige eingelassenen Messingsteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, die in Koblenz gewohnt haben. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Zu Besuch in der Frankensiedlung

Mathias Heeb:
Ja, es waren schöne Stunden mit den Kindern der Klasse, manche haben gefragt, ob sie nicht 3 Tage hier bleiben könnten. Was hätte man alles für Möglichkeiten mit diesem Projekt, immer noch und wird auch so bleiben absolutes Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinderates der Grafschaft aufgrund...
Mathias Heeb, Grüner Fraktionsvorsitzender:
Von meiner Seite konnte ich mit Johannes Jung aus dem „rebellischen Dorf Eckendorf“ immer gut auskommen. Hoffe für ihn, dass er etwas andere Wege findet für die CDU Grafschaft, ihm alles Gute für die Zukunft, so fair sollte man sein....
K. Schmidt:
"So sei eine Seilbahn vom Tal aus zur Saffenburg, zur Burg Are oder zum Krausbergkopf bei Dernau zur touristischen Erschließung durchaus vorstellbar,..." - Bis vor 10 oder 11 Jahren gab es in Altenahr noch eine Seilbahn, die wurde dann aufgegeben weil mangels Fahrgästen kein wirtschaftlicher Betrieb...
Service