Allgemeine Berichte | 07.10.2021, 07:54 Uhr

Gute Nachrichten vom Handwerk für das Ahrtal

Handwerk im Ahrtal: In vielen Betrieben geht es wieder weiter

Ausbildungszahlen im Landkreis Ahrweiler steigen

In der Flutnacht stand das Wasser fast drei Meter hoch in der Tischlerei Rönnefarth (Dernau). Nun hat hier eine starke Truppe Platz genommen, zu der auch Lehrling Jan Schreiner (links) zählt und die Mannschaft der „Neuen“ ergänzt. Maik Rönnefarth (Mitte) hat entgegen der „vorflutlichen“ Planungen nun mehr Lehrlinge eingestellt und bildet vier Jugendliche im ersten Ausbildungsjahr aus. Foto:Klaus Herzmann

In der Flutnacht stand das Wasser fast drei Meter hoch in der Tischlerei Rönnefarth (Dernau). Nun hat hier eine starke Truppe Platz genommen, zu der auch Lehrling Jan Schreiner (links) zählt und die Mannschaft der „Neuen“ ergänzt. Maik Rönnefarth (Mitte) hat entgegen der „vorflutlichen“ Planungen nun mehr Lehrlinge eingestellt und bildet vier Jugendliche im ersten Ausbildungsjahr aus. Foto:Klaus Herzmann

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Kreis Ahrweiler. Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal Mitte Juli ist und bleibt gerade das Handwerk auf Deutschlands größter Wiederaufbaustelle gefragt. „Die Hilfsangebote kommen aus allen Teilen der Bundesrepublik und lassen nicht nach“, weiß die Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Doch auch regionale, oft vom Hochwasser selbst betroffene Handwerksbetriebe, sind nach enormen Anstrengungen beim eigenen Wiederaufbau Teil des großen Ahrtal-Projektes. Über die Internetseite www.handwerk-baut-auf.de werden handwerkliche Leistungen übersichtlich und nach Gewerken geordnet dargestellt. „Wir entwickeln diese Plattform kontinuierlich weiter, um die ständig wechselnden Anforderungen zu kommunizieren und auch die Planung zu optimieren“, beschreibt HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich einen dynamischen Prozess, der den Wiederaufbau begleiten und in seiner Koordination ständig verbessern soll.

Gute Nachrichten gibt es auch von der Ausbildungsberatung der HwK Koblenz: die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse im Landkreis Ahrweiler, in dem auch die rund 600 Betriebe des Ahrtals liegen, ist gestiegen! „Die gelegentlich geäußerte Befürchtung, Ausbildung spiele für das Ahr-Handwerk nach den Auswirkungen der Flut nun erstmal nur eine Nebenrolle, wird über Zahlen deutlich widerlegt“, äußert Hellrich. Im Vergleich zum Vorjahr (256) sind es zum 31. September 2021 sogar 272 neue Ausbildungsverhältnisse. „Hochwasserbedingte Lehrabbrüche gab es in keinem einzigen Fall“, weiß die zuständige Beraterin Claudia Wildermann aus der Praxis. Im Gegenteil: Es gibt Fälle, da wurde gerade über Aufräum- und Reinigungsarbeiten eine erstklassige Bewerbung in den zerstörten Handwerksbetrieben „eingereicht“. So in der Tischlerei Rönnefarth (Dernau). „Einer unserer Praktikanten hat sich mit vollem Einsatz und viel Motivation so stark eingesetzt, dass wir ihn entgegen unserer ursprünglichen Planung als vierten neuen Lehrling eingestellt haben“, berichtet Tischlermeister Maik Rönnefarth. Der 23-jährige Jan Schreiner ergänzt nun die „Holzwürmer“-Truppe.

Und auch die Bäckerei von Wido Ockenfels in Mayschoß sendet eindeutig positive Nachrichten – in Geruchsform und verursacht durch frisches Backwerk: nach der Flut werden nun wieder frische Brötchen und Brot in der Traditionsbäckerei hergestellt. „Das war beim Anblick meiner Verkaufs- und Produktionsräume am Tag nach der nächtlichen Flut so überhaupt nicht vorstellbar“, räumt der 46-jährige Bäckermeister ein, der seit 2006 in Mayschoß lebt und arbeitet. Doch wie viele andere auch ging er nach der Katastrophe in die Offensive: Aufräumen, Putzen, Instandsetzen und Weitermachen. In der Nacht zum 6. Oktober kehrte dann ein Stückchen Normalität zurück in seine Backstube und die Knetmaschinen wie auch die Öfen liefen. Am Morgen gingen dann nach fast drei Monaten Zwangspause die ersten frischen Brötchen über den improvisierten Verkaufstresen an die wartenden und dankbaren Kunden.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zu Hilfestellungen der Handwerkskammer (HwK) Koblenz für betroffene Handwerksbetriebe: hochwasserhilfe@hwk-koblenz.de

oder über die Vor-Ort-Koordination, Thorsten Mey, Tel. 0261/ 398-127.

Pressemitteilung der Handwerkskammer (HwK) Koblenz

In der Flutnacht stand das Wasser fast drei Meter hoch in der Tischlerei Rönnefarth (Dernau). Nun hat hier eine starke Truppe Platz genommen, zu der auch Lehrling Jan Schreiner (links) zählt und die Mannschaft der „Neuen“ ergänzt. Maik Rönnefarth (Mitte) hat entgegen der „vorflutlichen“ Planungen nun mehr Lehrlinge eingestellt und bildet vier Jugendliche im ersten Ausbildungsjahr aus. Foto:Klaus Herzmann

In der Flutnacht stand das Wasser fast drei Meter hoch in der Tischlerei Rönnefarth (Dernau). Nun hat hier eine starke Truppe Platz genommen, zu der auch Lehrling Jan Schreiner (links) zählt und die Mannschaft der „Neuen“ ergänzt. Maik Rönnefarth (Mitte) hat entgegen der „vorflutlichen“ Planungen nun mehr Lehrlinge eingestellt und bildet vier Jugendliche im ersten Ausbildungsjahr aus. Foto:Klaus Herzmann

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