Politik | 06.10.2022

Der CDU-Obmann im Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ äußert sich zum Verhalten von Innenminister Roger Lewentz (SPD)

Dirk Herber zu Hubschraubervideos: Weder Polizei noch Feuerwehr dürfen für das Versagen des Innenministers herhalten

 Quelle: Polizei RLP

Mainz/Ahrtal. Mit den Polizeihubschrauber-Videos aus der Flutnacht an der Ahr befasst sich heute auch der Rechtsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags. Vergangene Woche hatten die Polizeipräsidenten Christoph Semmelrogge und Karlheinz Maron versucht, die Schuld für das verspätete Auftauchen der Hubschrauber-Videos auf sich zu nehmen.

Dirk Herber, Obmanns im Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“, dazu: Die Polizei dürfe nicht der Sündenbock sein. „Lewentz hatte am Flutabend und in der -nacht alle Informationen, die er brauchte, um eine Katastrophe historischen Ausmaßes zu erkennen. Hätte er richtig gehandelt, hätten Menschenleben gerettet werden können – das ist Fakt, nur Lewentz selbst will das nicht wahrhaben. Von einem Innenminister erwarte ich, dass er sich schützend vor seine Polizei stellt und nicht umgekehrt. Die Hubschrauber-Videos und Lewentz‘ Erklärungen erschüttern das ganze Land – auf unterschiedlichen Wegen erreichen uns Bürgerinnen und Bürger, die entsetzt sind, wie abgestumpft die Landesregierung – wie Ministerpräsidentin Dreyer und vor allem Innenminister Lewentz – mit ihrer Verantwortung für 134 Tote umgeht.“

Irritiert zeigt sich Herber über die heutigen Aussagen von Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbands, der den in massiver Kritik stehenden Innenminister in Schutz nimmt. „Seit wann ist der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes der Pressesprecher des Innenministers?“, fragt Herber. „Dass sich der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes so deutlich auf die Seite des Innenministers schlägt, ist eine Beleidigung für jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau. Eine Beleidigung für diejenigen Feuerwehrleute, die am Fluttag, in der Nacht und den darauffolgenden Tagen und Wochen über die Belastungsgrenzen hinaus an der Ahr im Einsatz waren, die Schicksale und das Leid der Menschen hautnah erlebt haben und verarbeiten müssen.“ Dass Lewentz nun Polizei und Feuerwehr als Schutzschild hochreiße, um vom eigenen Versagen abzulenken, sei eines Ministers unwürdig, so Herber.

Pressemitteilung CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz

Quelle: Polizei RLP

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Ingo Materne: Der Artikel überzieht aus meiner Sicht deutlich. Ja: Lärm, Schattenwurf und konkrete Abstände müssen im Genehmigungsverfahren sauber geprüft werden. Aber aus der aktuellen Studienlage lässt sich keine...
  • Michael Krah: Also stehen demnächst außer E Scooter auch Stühle in der Gegend rum. Man hätte auch einfach ein paar Bänke aufstellen können.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Titelanzeige
Schulhausmeister/in (w
Anzeige Umzug ins Thermalbadehaus
Richtfest Jahn Eleven
Empfohlene Artikel
Auf reges Interesse stießen die Mitglieder von Grünen und der SPD auf dem Maisons-Laffitte-Platz.  Foto: privat
43

Remagen. Wohnraum für alle, keine Luxuswohnungen am Rhein, für diese Forderungen stellten sich die Stadtratsmitglieder Antonio Lopez und Rolf Plewa in Remagen den Bürgern zur Diskussion. Auf reges Interesse stießen die Mitglieder von Grünen und der SPD auf dem Maisons-Laffitte-Platz. „Wir müssen dagegen sein, kommunalen Grund und Boden nahezu zu verschenken“, so Lopez. „Familien mit Kindern und Senioren...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Kaikoro - Adobe Stock
34

Verkehr wird über linken Fahrstreifen an Unfallstelle vorbeigeführt

A48: Unfallaufnahme auf dem rechten Fahrstreifen

Ochtendung/Polch. Auf der A48 in Fahrtrichtung Dreieck Vulkaneifel findet aktuell eine Unfallaufnahme auf dem rechten Fahrstreifen statt. Zwischen der Anschlussstelle Ochtendung und der Anschlussstelle Polch wird der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt. Dies meldet der ADAC. BA

Weiterlesen

Daueranzeige
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Outdoormöbel
Schulze Klima -Image
Öffentliche Bekanntmachung - Friedhofsverwaltung Neuwied
Für Ihre Gesundheit
Imageanzeige
Schulsozialarbeiter/in (w/m/d)
vorab überwiesen am 22.05.2026
Pädagogische Fachkräfte
Stellenausschreibung Bauleitplanung
Titelanzeige
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Anzeige "WM Start 2026" Sonderpreis
sprudelndes Sinzig