Alljährliche Vinxtbach-Säuberungsaktion

Biotop Vinxtbach kann sich sehen lassen

Waldorfer Petrijünger reinigen den Vinxtbach

25.04.2017 - 08:22

Waldorf. Wie in jedem Frühjahr stand für die Mitglieder des ASV Waldorf 1981 e.V. wieder einmal die alljährliche Vinxtbach-Säuberungsaktion auf dem Programm. Bei durchwachsener Witterung machten sich insgesamt 13 Petrijünger unter der Leitung ihres Vorsitzenden Hermann Schmitt und des Gewässerwarts Peter Göbels daran, das Bachbett und den Uferrandbereich des heimischen Vinxtbachs zwischen den Gemarkungsgrenzen Gönnersdorf und Königsfeld von Unrat zu befreien. Traditionell reinigen die Waldorfer Petrijüngern zeitgleich auch die anliegenden Landstraßen und deren Böschungen. Auch in diesem Jahr wurde wieder Wohlstandsmüll aller Art vorgefunden, der offensichtlich von verantwortungslosen Zeitgenossen einfach in der Natur abgeladen wurde.

Darunter befanden sich u.a. ein kaputter Maschendrahtzaun und ein großer Teppich, bei dessen Bergung die Petrijünger erstaunt feststellten, dass sich eine Forelle ausgerechnet ihn als Unterschlupf ausgesucht hatte. Selbstverständlich wurde das verdutzte Tier unverzüglich und unverletzt wieder in sein nasses Element zurückgesetzt.

Was der ASV Waldorf in knapp zwei Jahrzehnten mit viel Arbeit, großem Sachverstand und nicht unerheblichen finanziellen Mitteln aus dem Biotop Vinxtbach gemacht hat, kann sich tatsächlich sehen lassen.

Neben den bekannten einheimischen Fischarten sind mittlerweile auch wieder Mühlkoppen und Bachschmerlen im Vinxtbach heimisch. An seinen Ufern leben und brüten neben Stockenten schon seit Jahren wieder Wasseramseln und sogar Eisvögel.


„Renaturierung des Vinxtbachs“ trägt erste Früchte


Darüber hinaus tragen die in den letzten beiden Jahren vom ASV Waldorf in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Bad Breisig, der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz umgesetzten Maßnahmen zur „Renaturierung des Vinxtbachs“ erste Früchte. „Die empfindliche Bach-Fauna benötigt zum Überleben neben sauberem Wasser vor allen Dingen gesunde Mikroorganismen, die durch das gedankenlose Einbringen von Öl oder Kraftstoffen, Spülmitteln, Düngemitteln oder Farbresten in den Wasserkreislauf hochgradig bedroht sind“, so Vereinsvorsitzender Hermann Schmitt. Gerade zu Beginn des Jahres 2017 musste der Verein zum wiederholten Mal eine Einleitung von Farbstoffen unbekannten Ursprungs bei der Polizei zur Anzeige bringen.

„Dieser Art von Umweltkriminalität stehen wir ganz einfach hilflos gegenüber“, so Schmitt. Erfreulich ist demgegenüber die Tatsache, dass die Zahl der weggeworfenen Getränkedosen von Jahr zu Jahr deutlich zurückgeht. Schließlich bildeten die fast schon obligatorischen Plastikfolien, einige Spülmittelflaschen, Styroporteile und eine ganze Reihe von Bier- und Weinflaschen die Ausbeute des Tages.

Erstmals und besonders auffällig war in diesem Jahr die Menge des Baumschnitts, der sich gleich an mehreren Stellen des Vinxtbachs, unter anderem auch im Ortsbereich, angestaut hatte. Dabei handelte es sich vermutlich überwiegend um Astwerk, das nach dem Beschneiden von Hecken und Bäumen am Ufer des Vinxtbachs abgelegt und durch ein Frühjahrshochwasser in den Bach eingespült worden war.

Der ASV Waldorf bittet deshalb alle Bachanlieger, ihren Baumschnitt zukünftig hochwassersicher zwischenzulagern.

Am Ende waren es drei große Autoanhänger mit Astwerk und zwei Anhänger mit Abfällen aller Art, die zur Mülldeponie Auf dem Scheid verbracht wurden.

Ein herzliches Dankeschön sagt der ASV Waldorf in diesem Zusammenhang seinem Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten und dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Ahrweiler, die die „Vinxtbach-Reinigungsaktion“ mit einer Anlieferungserklärung, mit der die gesammelten Abfälle kostenfrei angeliefert werden konnten, unterstützt haben.

Nach getaner Tat trafen sich alle Helfer noch zu einem gemütlichen Beisammensein im Vereinsheim. Nach Angaben des ASV-Vorsitzenden dient die alljährliche Bachsäuberung neben dem Zweck, den Bachlauf und seine Ufer von „Wohlstandsmüll aller Art“ zu befreien auch dem Ziel, die Vereinsjugend hinsichtlich der nach wie vor bestehenden Umweltverschmutzung zu sensibilisieren. Darüber hinaus trägt die Aktion Jahr für Jahr zur Erhaltung des schönen Ortsbildes der Vinxtbachgemeinde bei.

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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