Thorsten Plath ist der neue Junggesellenschützenkönig in Waldorf

Bereits der 57. Schuss brachte die Entscheidung

12.09.2017 - 11:33

Waldorf. Alljährlich endet die Waldorfer St. Remaclus-Kirmes mit dem Schießen des Junggesellenschützenkönigs und dem anschließenden Königsball in der Vinxtbachhalle. Wenn also die Waldorfer Junggesellen ihren Schützenkönig feiern, weiß ein jeder im Ort, dass das beliebte Traditionsfest wieder einmal zu Ende ist. Dieser Tradition folgte der Katholische Junggesellenverein 1738 Waldorf e.V. auch im 279. Jahr des Vereinsbestehens. Am frühen Nachmittag holte man im Festzug den Schützenkönig des letzten Jahres, Thomas Bous, ab. Nach einer Stärkung beim amtierenden Schützenkönig ging es zu den Klängen der Rhein-Ahr-Spatzen zur Vinxtbachhalle, wo der spannende Wettkampf um die Königskrone um 16 Uhr mit dem Anschießen durch den bisherigen König begann. Mit dem Luftgewehr wurde auf die Distanz von 10m unter der Aufsicht von „Schießmeister“ Bruno Gerullis auf den Königsadler geschossen.

Auch in diesem Jahr rangen schließlich wieder einige Kandidaten in einem spannenden Wettkampf um die Ehre, die Königskette zu erhalten. Dabei erwiesen sich die Schützen als sehr treffsicher. Der linke Flügel fiel mit dem 13. Schuss (Christoph Nachtsheim).

Der rechte Flügel war etwas widerstandsfähiger. Mit dem 25. Schuss hierauf konnte Thorsten Plath seine Treffsicherheit an diesem Tag beweisen und dem Vogel den rechten Flügel entreißen. Nur sieben weitere Schüsse waren erforderlich, ehe Oliver Gehrke mit dem 46. Schuss den Schweif von der Stange holte. Nach weiteren sechs Schüssen war Julian Wollny treffsicher und schoss mit dem insgesamt 52. Schuss den Kopf des Königsvogels ab.

Alle rechneten, wie in den Vorjahren, dann mit einem zähen Ringen um die Königswürde. Daher waren nicht nur der Schütze selbst, sondern alle Gäste überrascht, als mit dem fünften Schuss auf den Rumpf um 16.50 Uhr Thorsten Plath den „Königsvogel“ erlegte und mit dem insgesamt 57. Schuss den Rumpf „wegputzte“. Unter großem Jubel ließen die Junggesellen den neuen Schützenkönig hochleben und Thomas Bous legte seinem Nachfolger wehmütig die Schützenkönigskette um. Auf den Schultern seiner Kameraden wurde der neu König dann den zahlreichen Waldorfer Bürgern und Kirmesgästen vor der Vinxtbachhalle präsentiert.

Der Dorfbevölkerung wurde mit Böllerschüssen kundgetan, dass eine neue Majestät gefunden war. Nach kurzer Zeit ließ Hauptmann David Faßbender die Junggesellen zur Parade antreten. Nach dem Abholen der Fahne setzte sich der Festzug, begleitet von zahlreichen Zuschauern, in Bewegung, um den neuen Schützenkönig mit allen Ehren zu Hause abzuholen. Anschließend erfolgte die Vorstellung bei Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten. Flankiert von seinen Ehrendamen Eva Plath und Hannah Seul wurde die neue Majestät dann im Festzug zur Vinxtbachhalle geleitet, wo die Rhein-Ahr-Spatzen beim anschließenden Königsball noch einmal alle Register ihres Könnens zeigten.

Mit dem Ehrentanz des Königs und seiner Ehrendamen wurde der Königsball eröffnet, in dessen weiteren Verlauf auch die Fändelschwenker des Vereins zu Ehren des neuen Schützenkönigs nochmals aktiv wurden. Bis weit in den frühen Morgen feierten die Waldorfer dann den Abschluss der diesjährigen St. Remaclus-Kirmes, die erneut bei herrlichem Kirmeswetter stattfand. Dem Junggesellenverein Waldorf kann man zur Organisation und zum Ablauf der diesjährigen Kirmes nur gratulieren. Man darf hoffen, dass auch in Zukunft sich immer wieder genug junge Leute im Verein organisieren und engagieren, damit die Waldorfer St. Remaclus-Kirmes in ihrer langen Tradition nach alten Ritualen noch viele Jahre fortbesteht. WK

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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