Kreis Ahrweiler würdigte Engagement

Dankabend des Ehrenamtes

Über 700 Gäste feierten auf Einladung des Landrates in der Remagener Rheinhalle

30.10.2017 - 07:57

Remagen/Kreis Ahrweiler. 15 Jahre gab es den Dankabend des Sports sowie drei Kreiskonzerte zum Dank an die ehrenamtlichen Vertreter aus Sportvereinen. Zum ersten Mal gab es nun am Freitag den Dankabend des Ehrenamts. Und ebenfalls zum ersten Mal verlieh Landrat Dr. Jürgen Pföhler den Ehrenamtspreis, dotiert mit 1500 Euro, an drei Vereine: die Dorfgemeinschaft Liers, den Turnverein Sinzig und den Verkehrs- und Verschönerungsverein Dedenbach. Knapp 200 Vereine waren zu diesem ersten Dankabend des Ehrenamts geladen worden. 125 Vereine waren der Einladung gefolgt und genossen einen herrlichen Abend in der Remagener Rheinhalle, einen Abend, der von Dankesworten des Landrates geprägt war, aber auch einen Abend mit einem fantastischen Programm.

Eingebunden in den brillanten Showtanz der „Funtastics“ Cheerladers vom TuS Ahrweiler war die Begrüßung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Neben den offiziellen Vertretern aus dem Kreistag, den Bürgermeistern und Beigeordneten, den Landtagsabgeordneten und den Ortsvorstehern galt der besondere Gruß aber den Vertretern aus Vereinen, all denen, die sich ehrenamtlich zum Wohle aller engagieren. Sein Dank galt der Stadt Remagen, vertreten durch Beigeordneten Rolf Plewa, die die Rheinhalle für diesen Dankabend zur Verfügung gestellt hatte.

„Unser Kreis ist von einem breiten ehrenamtlichen Engagement geprägt. Man braucht nur einen Blick in die Zeitung zu werfen und sieht die Erfolge, historischen Jubiläen, die vielen Feste, Veranstaltungen und ehrenamtlichen Aktivitäten der Vereine und Verbände. Sportvereine, die Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinheiten, die Musik- und Kulturvereine, die sozialen Verbände, Natur- und Umweltorganisationen und die Brauchtumsgruppen - sie alle sorgen für den Zusammenhalt und das gemeinschaftliche Miteinander. Das Ehrenamt ist ein wichtiger Teil der Wertekultur unseres Kreises Ahrweiler. Die Stärke unserer ländlich geprägten Region lebt von Menschen, die sich mit Herz und Tatkraft für ihre Heimat engagieren. Wir können die gesellschaftlichen Herausforderungen nur mit einer aktiven Bürgergesellschaft bewältigen und brauchen Menschen, die für andere Verantwortung übernehmen und einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten.


Großartige Kinder- und Jugendarbeit


In unseren Vereinen wird dabei großer Wert auf die Kinder- und Jugendarbeit gelegt, um die Erfahrungen und Kenntnisse weiterzugeben. Das ist wichtig für die Erfolge des Vereins, es ist aber auch wichtig, um Identifikation zu schaffen, damit es auch in Zukunft weitergeht. Das, was heute in den Vereinen geleistet wird, davon profitiert die Generation von morgen. Hierfür gilt allen, die sich im Rahmen der Nachwuchsarbeit engagieren, Dank und Anerkennung.

Sie alle, meine Damen und Herren, stärken mit Ihrem Engagement Ihre Heimatorte und Sie stärken unsere gesamte Region. Sie alle übernehmen ehrenamtlich Verantwortung und das uneigennützig. Kein Staat kann das leisten, geschweige denn bezahlen, was unsere ehrenamtlich aktiven Bürger leisten“, lobte der Landrat die vielen Ehrenamtler in höchsten Tönen. Die Vereins- und Ehrenamtsförderung sei ein Dauerbrenner. Fast 7000 Maßnahmen und Projekte seien im Kreis unterstützt worden. Ob innerhalb der Vereinsförderung für Sportgeräte und Vereinsheime, im Förderprogramm Ländlicher Raum für Gestaltungsmaßnahmen im Ort oder innerhalb der Seniorenförderung oder bei der Einrichtung von Jugendräumen. „Heute werden drei Projekte mit dem Ehrenamtspreis 2017 ausgezeichnet“, betonte der Landrat. Ein weiteres Mittel, um die Ehrenamtlichen für ihr Engagement auszuzeichnen ist die Ehrenamtskarte. Vereine, Organisationen und Gruppen erhalten vom Kreis Kontingente der Karten und können sie frei an ihre Mitglieder weitergeben. Diese Scheckkarte ist verbunden mit Vergünstigungen beim Besuch öffentlicher oder privater Anbieter und wurde seit ihrer Einführung im August 2016 bereits 1000 mal an über 160 Vereine ausgehändigt.

Ein herzlicher Dank des Landrats galt auch den Sponsoren dieses Dankabends, dem Spielmannszug Rheinklänge für die Bewirtung und den ehrenamtlichen Helfern des DRK Ortsverein Remagen, die für alle Fälle parat standen.

„Das Mitarbeiterteam meiner Verwaltung hat für ein buntes Programm gesorgt. Der bekannte Radiomoderator Dirk Köster, den Sie von RPR1 oder als Kommentator der Rennen am Nürburgring kennen, führt uns mit seiner lockeren Art durch den Abend. Lassen sie uns eintauchen in den 1. Dankabend des Ehrenamtes“, so der Landrat. Und was der Abend den Gästen bot war eine bunte Mischung aus Tanz, Jonglage und Akrobatik, Theater, Büttenrede, Gesang und Zaubershow.

Den Auftakt machten die Mädels der „Funtastics“ Cheerleader vom TuS Ahrweiler mit einem perfekten Tanz mit akrobatischen Einlagen. Kebrom Goytom aus Waldorf, der schon beim Tag der Demokratie in Remagen begeistert hatte, präsentierte seine Jonglage und Akrobatik strahlend dem begeisterten Publikum. Und was der Flüchtling aus Eritrea, der in Waldorf lebt, vor allem präsentierte, war gelebte Integration.


Drei Vereine ausgezeichnet


In einem weiteren offiziellen Teil zeichnete Landrat Dr. Jürgen Pföhler die Dorfgemeinschaft Liers, den Turnverein Sinzig und den Verkehrs- und Verschönerungsverein Dedenbach mit dem Ehrenamtspreis 2017 aus. Die Dorfgemeinschaft Liers hatte ihr Wahrzeichen, die Sankt Bartholomäus Kapelle, bis auf fachspezifische Malerarbeiten in Eigenleistung saniert. Die Maßnahme wurde durch den Kreis Ahrweiler mit 5000 Euro aus dem Förderprogramm Ländlicher Raum unterstützt.

„Die sanierte Kapelle St. Bartholomäus ist sozusagen das „Wahrzeichen“ und das Aushängeschild des Ortes. Die Dorfgemeinschaft Liers hat mit diesem Projekt ein herausragendes Zeichen für ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Gemeinschaft gesetzt“, so der Landrat.

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Dedenbach wurde ausgezeichnet für die als Mehrgenerationenprojekt durchgeführte Außen- und Innenrenovierung der Eifelgold-Halle. Um die ehrenamtliche Arbeit der Jugend zu unterstützen wurde das Projekt durch eine Malerfirma begleitet. Der Kreis unterstützte diese Maßnahme mit 1800 Euro aus dem Förderprogramm Ländlicher Raum. „Dieser herausragende Einsatz im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements - sowohl Generationen übergreifend als auch in Eigenleistung - trug wesentlich zur Verbesserung der dörflichen Infrastruktur und des Erscheinungsbildes von Dedenbach bei“, lobte der Landrat.

Der Turnverein Sinzig wurde für das ehrenamtliche Engagement bei der Sanierung des Kunststoffbelages im Rhein-Ahr-Stadion ausgezeichnet. „Im Rahmen der Initiative „Wir fürs Stadion“ brachte der Verein die Sanierungsmaßnahme organisatorisch auf den Weg und akquirierte mit viel Engagement Sponsoren und Spender. Mit Ständen bei verschiedenen Festen und Aktionen konnte so durch den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder eine stolze Spendensumme von 17.000 Euro generiert werden, um die letztendlich 100.000 Euro teure Maßnahme finanzieren zu können“, lobte Landrat Dr. Pföhler.

Auch der Kreis Ahrweiler habe die Maßnahme mit der Höchstsumme von 5.000 Euro aus dem Förderprogramm „Ehrenamt, Vereine und Sport“ gefördert.

Nach der Verleihung und viel Applaus gab es mit den „Beckendorfer Knallköpp“ Lydia und Rolf Goliasch aus Köln einen kleinen Vorgeschmack auf die bevorstehende Karnevalssession. In einem Zwiegespräch brachten die beiden als Ehepaar die mehr oder weniger kleinen Unzulänglichkeiten des jeweils anderen deutlich ins Gespräch. Die Gäste amüsierten sich prächtig, bevor dann Gaumenfreuden vom Feinsten für alle angesagt waren.

Nach der Pause begeisterten die Darsteller der Freilichtbühne Schuld mit einer Theatersequenz aus „Robin Hood“. Tolle Reisen und weitere fantastische Preise gab es in einem Gewinnspiel zu ergattern.

Tosenden Applaus gab es nach der kulinarischen Pause für den Weltmeister im Handstand-Pushup, Christopher Motz aus Bad Neuenahr. Der sympathische Turner und Leichtathlet begeisterte das Publikum, bevor das Acapalla-Quintett „Rondo Vocal“ aus der Grafschaft die Gäste mit seinem perfekten Gesang in seinen Bann zog. Den krönenden Abschluss des Abends markierte Illusionist und Zauberer Peter Valance aus Berlin mit einer Mischung aus moderner Zauberkunst, magischer Comedy, Musik und Interaktion mit dem Publikum. Nach gut vier Stunden war ein herrlicher Abend zu Ende, bei dem die engagierten Ehrenamtler aus dem Kreis ganz im Mittelpunkt standen.

AB

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Jens:
Wenn man der Logik einiger "Experten hier folgt, dürfte es mit Wildscheinen ,Rehen, und Hirschen keine Unfälle geben und sie dürften sich nicht in Siedlungsnähe zeigen, da sie ja durch intensivste Bejagung scheu sind. Nun es gibt in den letzten Jahren wohl immer wieder Zwischenfälle mit Wildschweinen und Rehen (meist wegen der Jagd) aber keine mit Wölfen, also kann man den Quatsch den hier einige Extremisten von sich geben getrost vergessen.
M.W.:
Die echten Experten sehen das komplett anders! David Mech, der selber früher behauptet hatte, dass Wolfspopulationen sich selber regulieren, sieht seinen Irrtum inzwischen ein! Er schlägt auch für Europa ZONIERUNG und verschiedene Arten der Regulation der Wölfe vor, weil es ohne Bejagung nicht funktioniert. David Mech ist der erfahrenste Wolfsforscher dieses Planeten. Er war an der Wiederansiedlung der Wölfe im Yellowstone Nationalpark maßgeblich beteiligt und ist Chairman LCIE (Large Carnivore Initiative Europe). Man muss natürlich englisch lesen können und seinen Verstand bemühen, um die Zusammenhänge tatsächlich begreifen zu können: http://wolf.org/wp-content/uploads/2013/08/360-Where-can-wolves-live-and-how-can-we-live-with-them.pdf
juergen mueller:
Die Konkurrenz zwischen Mensch u. Wolf ist alt.Vergessen wird hierbei,dass vor ca. 15 000 Jahren aus gezähmten Wölfen der beste aller Freunde des Menschen wurde,der Hund.Die Abneigung vieler gegen Hunde spiegelt sich in ihrer Abneigung gegen Wölfe wieder.Die Feindschaft begann spät,als der Mensch (besondere Individuen der Gattung Mensch) seinen Interessenbereich ausweitete u. der Meinung war (bis heute), alles in Wald u. Feld gehöre ihm.Fakt ist,dass der MENSCH den Wolf "böse" gemacht hat.In Europa gibt es ein interessantes Nord-Süd- u. ein West-Ostgefälle,das sich auch in der Einstellung zum Wolf manifestiert.In den großen Lebensräumen Ost- wie Südeuropa hat der Wolf überlebt - in Nord- u. Mitteleuropa wurde er ausgerottet.- gnadenlose Intoleranz bei den Mitteleuropäern - Gelassenheit/Verständnis der Süd-/Osteuropäer.Anstatt sich mit dem Thema Wolf einmal intensiv auseinanderzusetzen,ergeht man sich in Kommentaren, blind u. unpersönlich.Hirnrissig, bei uns muss alles reguliert werden.
Roswitha von Piotrovski:
Ja was soll ich sagen, es war ganz einfach ein tolles Konzert. Ihr Artikel liest sich so, als wäre ich gerade im Konzert und würden das Ganze noch einmal erleben. Sie haben jedes Detail genau beschrieben, so können auch die Menschen, die nicht dabei waren, erfahren was sie versäumt haben.
Peter Schlicker:
Verry nice
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