Eifelverein Mayen: Besichtigungsfahrt zum Kulturdenkmal Sayner Hütte

Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst

Historisches Wahrzeichen
der Ingenieurbaukunst

Der Eifelverein Mayen vor der Gießhalle Sayner Hütte. Foto: privat

21.04.2017 - 14:56

Mayen. Als große Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz lud der Vorstand des Eifelvereins Mayen seine Wanderführerinnen und Wanderführer zu einem Besuch des Kulturdenkmals „Sayner Hütte“ ein. Auch die Wegepaten des gemeinsam betreuten Wanderweges „Nette-Natur-Weg“ aus Andernach und Polch waren der Einladung gefolgt und so trafen sich die Teilnehmer zur Besichtigung von Eisenkunstguss-Exponaten im Eisenkunstguss-Museum im Schloss Sayn. Hier wurde die Besuchergruppe über Entstehung und Nutzung der Sayner Hütte im Laufe der letzten Jahrhunderte informiert.

Die Hütte 1770 im Auftrag des Trierer Kurfürsten errichtet, dann von 1815 bis 1865 im preußischen Besitz wurde schließlich 1865 an Alfred Krupp verkauft. Im Jahr 1926 wurde der Betrieb der Sayner Hütte eingestellt, sie ging 1927 in den Besitz der Stadt Bendorf über. Das in der Sayner Hütte gefertigte Eisen wurde zum großen Teil direkt vor Ort weiterverarbeitet. Nach der Übernahme durch die preußische Krone wurden hier hauptsächlich Baueisen und Geschütze für die preußischen Festungen in der Rheinprovinz hergestellt. Erst unter Leitung von Hüttendirektor Althans (1818) begann die Kunstgussproduktion. Weitere Produkte aus Eisen wie Maschinenanlagen und gusseiserne Gebrauchsgegenstände wurden in der von ihm geförderten Eisenwarenfabrik angefertigt. Filigraner Schmuck, Ziertische, Sitzmöbel, Öfen und Herde aus dieser Produktionszeit sowie technische Geräte aus Gusseisen konnten in der Ausstellung bewundert werden. Nach dem Museumsbesuch schloss sich ein Rundgang durch die Anlage der Sayner Hütte an. Werksgebäude aus verschiedenen Produktionsepochen konnten hier in Augenschein genommen werden. Ein besonderes Augenmerk fiel auf die Gießhalle mit angeschlossenem Hochofen, die in der Zeit von 1828 bis 1830 aus kunstvoll gestalteten gusseisernen Bauteilen errichtet wurde. Die Gießhalle ist heute ein europäisches Industriedenkmal, das im Jahr 2010 mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“ ausgezeichnet wurde.

Nach der Besichtigung der historischen Gießhalle mit ihren gusseisernen Säulen und Kränen endetet schließlich der Rundgang über das Hüttengelände. Bei der abschließenden Einkehr saßen die Teilnehmer noch lange in gemütlicher Runde beisammen, um die gewonnenen Eindrücke des Tages miteinander auszutauschen. Ein großes Lob ging an den Vereinsvorsitzenden Joachim Rogalski, dem die Organisation dieses beeindruckenden Besichtigungstages oblag.

Weitere Informationen unter www.eifelverein-mayen.de.

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juergen mueller:
Glaubt man den Ausführungen zum Nachdenken von Herrn Klasen, dann wäre es allen CO"-Jüngern angeraten, auch an dieser radelnden Veranstaltung zum Klima- und Umweltschutz nicht teilzunehmen, denn nach seiner These trägt auch die Ausatemluft (nicht nur vorne), insbesondere bei Dauerbelastung zu einem erhöhten Ausstoß an CO2 u. damit zur Erderwärmung bei. Das müsste dann ja auch auf z.B. sexuelle Betätigungen zutreffen, oder? Also auch einstellen. Aber WAS ist mit UNSEREM Energieverbrauch (Fabrikmaschinen, Autos, Computer, Handys, Küchengeräte etc.)? Diese Energie wird erzeugt durch Verbrennung von Kohle, Öl, Gas = CO2. Wald- Grünflächen, die CO2 speichern, schrumpfen/verschwinden - mehr Ackerland u.Viehwirtschaft, da der Mensch weltweit immer mehr Fleisch isst = mehr Rinder/Schweine, die Unmengen von Methan-/Treibhausgas in die Luft rülpsen/furzen. Ich finde - wer radelt sündigt nicht u. wenn er dabei auch mal kräftig ausatmet oder ein Fürzchen lässt - der Umwelt wird`s nicht schaden.
juergen mueller:
D.h. Mensch oben/hinten weniger Ausatmen (durchschnittl.Gasausstoß ca.600 ml pro Tag lt. Atmungs- u. Blähungsanalyse). Auch die richtige Ernährung spielt hierbei eine wichtige Rolle, da Gas hauptsächlich aus Nahrungsmitteln erzeugt wird (unverdauliche oder Übermaß an Kohlehydrate u. Proteine, die nicht vom Dickdarm verarbeitet werden können (z.b. Bohnen, Pilze, Kohl, Zwiebel - das nennt man gärungsfähige Substanzen). Vegetarier produzieren u. stoßen übrigens mehr Gas als Fleischesser aus (sind sie deshalb mehr verantwortlich für den Klimawandel/Erderwärmung als Industrie u. Landwirtschaft?). Vorteil eines Vegetariers: Er hat nur leise, gleichmäßige Blähungen, dadurch einen losen Schließmuskel - man erkennt sie nur an dem Gestank, der vom Gärungsprozeß kommt. 2.Klimakiller KUH: HOCHLEISTUNGSKUH: 700 kg/täglich 50 Kilo Grün-/Kraftfutter = "3 Tonnen" - 1er BMW 128 Gramm pro gef.KM - bei 15000 KM jährlicher Ausstoß "2" To. Wozu da noch über zusätzliche CO2-Emmissionen nachdenken?
Uwe Klasen:
Für die CO²-Jünger zum Nachdenken: Der CO²-Gehalt der Ausatemluft liegt recht konstant bei 4 Prozent (40 Milliliter CO² / Liter). Und so können in Dauerbelastung (Sport, etc.) schnell 2.040 Kilogramm CO² pro Jahr nur durch Atmen produziert werden! Da es bislang keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Erwärmung durch zusätzliche CO²-Emmissionen gibt, ist dies eine Propagandaveranstaltung für Gläubige!
Uwe Klasen :
Das ist der richtige Weg, so wie es derzeit ist, hier sei als schlechtes (Vorbild) Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!
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