Ausverkauftes Haus bei der Kappensitzung der Karnevalsgesellschaft 1892 e.V. in Hatzenport

„Karneval tut allen gut“

13.02.2018 - 10:00

Hatzenport. Schon seit 126 Jahren ruft die KG Hatzenport an Karneval die Narrenschar zum Feiern auf. Dann versammeln sie sich unter dem Narrenhut und vergessen für Tage und Stunden die Sorgen des Alltags. Tradition und Brauchtumspflege, Freude und Heiterkeit verbreiten – dafür steht seit 1892 die Karnevalsgesellschaft, und das nicht nur an Fastnacht. Zwei Tage vor Rosenmontag ließen sich viele Hatzenporter und Gäste aus nah und fern die Kappensitzung der KG nicht entgehen, machten sich auf in die alte Abfüllhalle Pauly-Rath, die sich langsam aber sicher positiv verwandelt. Bis auf den letzten Platz besetzt, konnten sie den Beginn kaum erwarten, den der Einzug des Elferrates signalisierte.

In seiner Begrüßung blickte der erste Vorsitzende Peter Kranz noch einmal auf das Jubiläum im vergangenen Jahr zurück und erinnerte an die nostalgische Geburtstagsfeier am 4. Dezember. Die weitere Moderation des Abends übernahm dann Sitzungspräsident Christoph Streng, der gleich einen prominenten Gast begrüßen konnte: die frisch proklamierte Obermöhn Eva I. vom silbernen Schuh. Charmant wurden Komplimente, Geschenke und Orden ausgetauscht. Da der Ort seit vielen Jahren keinen Karnevalsprinzen hat, kommt ihrem Amt eine besondere, wichtige Bedeutung zu. Auch Ortsbürgermeister Albrecht Gietzen kam zu Wort, brachte guten Hatzenporter Wein mit und zeigte sich erfreut: „Das beide Vereine so trefflich zusammenarbeiten, dafür danke ich Euch!“ Er wünschte allen viel Spaß an der Freud mit dem tollen Programm: „Alle sollen Nachhause gehen und sagen, es war wieder schön!“ Zum Prozedere der Kappensitzung gehört für die KG selbstverständlich, die Unterstützer hinter den Kulissen zu ehren.

Namentlich aufgerufen, wechselten auf der Bühne viele Orden den Besitzer. Unter ihnen auch Hans-Peter Schössler, dessen Einsatz im Verein einen hohen Stellenwert hat. Für ihn war es ein besonderer Auftritt, hatte er doch am 6. Februar seinen 70sten Geburtstag gefeiert. An diesem Abend erklang ihm zu Ehren aus allen Kehlen ein Geburtstagsständchen.


Tänze und Reden erfreuten das Publikum


Zwischenzeitlich wartete noch eine Obermöhn auf ihren Auftritt. Aus Kattenes war Ruth II. mit ihrem Gefolge – den Grazy Ladies – gekommen. Sie überraschte mit einer flotten Tanzshow „Charleston“, bei der auch Katteneser Männer eine Rolle spielten und die Damen tänzerisch unterstützten. Danach wirbelte die Showtanzgruppe des SVU Untermosel aus Kobern-Gondorf über die Bühne und zeigte „Mädchen gegen Jungs“ bei einer 90er Jahre Party. Nun betrat ein „bezahlter Schwätzer“ die närrischen Bretter. Uwe Buschbaum ist als Büttenredner aus dem Programm der KG nicht wegzudenken und hatte auch an diesem Abend die Lacher auf seiner Seite. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe „Starlight“ aus Hatzenport. In tollen Kostümen mit einer hervorragenden Choreografie tanzten und sangen sie Szenen aus dem Musical „Starlight Express“. Sie sind zwischen neun und sechszehn Jahre alt, bis auf eine Ausnahme alle weiblich, und werden seit zwei Jahren von Silvia Robisch trainiert. Seit den Sommerferien opferten sie viele Stunden, um zu diesem begeisternden Ergebnis zu kommen.

Zusätzlich unterstützt wurden sie von ihren Eltern, die ihre aufwendigen Kostüme fertigten. Die Idee dazu hatte ihre Trainerin, der sie in liebevoll gereimten Zeilen dankten. Die erste Rakete des Abends zollte ihrer Leistung Tribut. Aus Kobern-Gondorf war der Mosella Tanzverein gekommen und löste die „Starlights“ auf der Bühne mit ihrem Tanz „Römische Gladiatoren“ ab. Nach einem Vortrag der Hatzenporter Möhnen, wirbelte Nina Ludwig vom TSV Lehmen als Tanzmariechen über die Bühne. Bevor die Showtanzgruppe „Black & White“ aus Löf für Begeisterung sorgte, stieg Rochus Ibald in die Bütt und präsentierte sich als „ne Blödmann“. Zu den aktiven Gästen des Abends gehörte auch die Ki & Ka aus Kobern-Gondorf, die Stimmung machte mit einem „Gardetanz“, einem Showtanz unter dem Motto „Moskau“ und dem Männerballett, das „American Football“ tanzte.

Dreimal noch amüsierte sich die Narrenschar bei Vorträgen: Tobias Kranz spielte mit dem Ortsbürgermeister und der Obermöhn Quiz, die Hatzenporter Gruppe einen Sketch ohne Worte „Was im Kino so alles während des Films passiert“ und Peter Perkert und Christoph Streng alias Paul und Karl witzelten bei einem Thekengespräch. Die Stimmungsbombe kam zum Schluss und fachte die ausgelassene Stimmung noch einmal an. Als das Männerballett Hatzenport ihren russischen Tanz „Dschingis Khan“ aufführte, bebte die Narrhalla. Beim Finale gegen Mitternacht zeigten sich die Akteure noch einmal auf der Bühne und nahmen gerne den Applaus des Publikums entgegen.

EP

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V.

Gesellige Winterwanderung

Region. 15 Mitglieder der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal trafen sich vor Kurzem zu einer Winterwanderung. Diese führte durch Wiesen und Wälder der Grafschaft zu den Weinbergen im Ahrtal. Treffpunkt war der Rastplatz in Bölingen und von dort aus ging es über Feldwege am Holzweiler Kreuz vorbei durch das Kratzenbachtal hinab ins Ahrtal. Auf dem letzten Teilstück hatten die Teilnehmer eine herrliche Aussicht auf die wunderschöne Burgruine Kloster Marienthal. mehr...

Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V.

Zehn Obstbäume gepflanzt

Region. Acht Mitglieder der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V. haben kürzlich zehn hochstämmige Obstbäume gepflanzt. Diese wurden dem Verein zum zehnjährigen Bestehen des ersten Streuobstlehrpfads des Kreises Ahrweiler vom Rotary Club Remagen-Sinzig beim vierten Vinxtbachtaler Obstsortentag gestiftet. Bei den Sorten handelt es sich um robuste, meist regionale Obstsorten, die teilweise nicht mehr in Baumschulen erhältlich sind. mehr...

Unbekannter Täter legte auf einem 10.000 Quadratmeter Privatgrundstück einen Flächenbrand

Brand am Beulsberg

Urbar. Ein bislang unbekannter Täter legte im Rheinhang zwischen Urbar und Oberwesel auf einem 10.000 Quadratmeter Privatgrundstück einen Flächenbrand. Auf der Brachfläche befanden sich lediglich Sträucher, Gebüsch, Hecken etc. Der Täter setzte hierzu zweimal an, beim dritten Versuch griff das Feuer auf die Hecken über. Da es sehr windig war, erfasste vermutlich eine Windböe die Flammen und das Feuer und zog den Berg hinauf. mehr...

Weitere Artikel

28-Jähriger verursacht einen Sachschaden von 15.000 Euro

Verfolgungsfahrt endet in Verkehrsunfall und Festnahme

Bad Breisig. Im Stadtgebiet Koblenz entzog sich am Sonntagmorgen um 6.45 Uhr der Fahrer eines schwarzen Seat Ibiza der polizeilichen Kontrolle und flüchtete unter Verfolgung mehrerer Streifenwagen mit dem Pkw über die B9 bis ins Stadtgebiet Bad Breisig, wo er in der Bachstraße mit dem Wagen auf geparkte Fahrzeuge auffuhr. Zum Zweck der weiteren Flucht rammte er einen Streifenwagen, konnte jedoch vor Ort festgenommen werden. mehr...

Die Polizei warnt immer wieder vor diesen betrügerischen Telefonaten

Enkeltrickbetrüger wieder am Werk

Straßenhaus. Am vergangenen Samstag kam es im Dienstgebiet der Polizei Straßenhaus zu Telefonaten, bei denen Betrüger im Rahmen des sogenannten „Enkeltricks“ versuchten, Bargeld zu erlangen. Dabei geben die unbekannten Anrufer sich als Verwandte aus und verwickeln ihre Gesprächspartner zunächst in ein Gespräch. Im weiteren Verlauf werden meist Geldprobleme als Grund für den Anruf aufgeführt, verbunden... mehr...

Die Polizei ermittelt gegen die Verkäuferin des Gerätes

Im Internet gekauftes Funkgerät wurde bei der DLRG geklaut

Neuwied. Ein 43-jähriger Hobbyfunker aus Neuwied erwarb ahnungslos im Internet ein Funkgerät. Als dies bei ihm ankam, stellte er als sachkundiger Funker fest, dass es sich dabei um ein Funkgerät einer deutschen Behörde handelt. Eine Überprüfung bei der Polizei ergab, dass dieses Funkgerät vor vier Jahren bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Ingelheim/Rhein gestohlen wurde. Somit musste er das Gerät bei der Polizei in Neuwied lassen. mehr...

Weitere Artikel

Die Polizei rät dringend dazu keinerlei Bargeld zu geben und die Polizei zu rufen

Bettelbetrüger in Diez

Diez. Nach Zeugenhinweisen konnten Beamte der Polizei Diez am Samstag, 24. Februar, gegen 16.45 Uhr, in Diez Mitglieder einer Bettelbande festnehmen. Die Täter und Täterinnen hatten mittels sogenannten mitgeführten Bettelzetteln versucht von Passanten Geld zu erbetteln. Sie gaben mithilfe der selbstgebastelten Zettel vor für Taubstumme Kinder Spendengelder zu sammeln. Bei Erkennen der Polizeibeamten versuchten sie zunächst zu flüchten. mehr...

Katholische Kindertagesstätte St. Viktor

Grundschüler zu Besuch

Bad Breisig. Auch in diesem Jahr besuchten wieder Schüler und Schülerinnen der Lindenschule Bad Breisig die Kindertagesstätte St. Viktor, um den Vorschulkindern eine Kostprobe ihres Lesens vorzustellen. Begleitet von ihrer Lehrerin Sarah Ackermann und ausgerüstet mit spannenden und lustigen Geschichten gingen die Vier jeweils mit einer Gruppe von Kindern ans Werk. Die Kinder hörten geduldig und konzentriert zu, was nicht zuletzt an der guten Lesekompetenz der Schulkinder lag. mehr...

Eifelverein Bad Breisig unterwegs

Zu Besuch bei Orgelbauer Klais

Bad Breisig/Bonn. Eine Gruppe des Eifelvereins Bad Breisig e.v. fuhr (dieses Mal ohne Wanderschuhe) mit Zug und Straßenbahn nach Bonn in die Werkstatt des Orgelbauers Klais. Hier warteten zwei kompetente Mitarbeiter der Werkstatt auf die Gruppe und führten sie zwei Stunden lang durch alle Werkstätten der Orgelmanufaktur. Die teilnehmenden Mitglieder des Eifelvereins e.V. erfuhren, dass das Unternehmen in vierter Generation besteht und seit 1894 an der Kölnstraße in Bonn seinen Sitz hat. mehr...

Regionale Kompetenzen

 
gesucht & gefunden
Kommentare
juergen mueller:
Was da so alles geht - in der Altstadt. Um es nicht zu vergessen - auch in RÜBENACH haben wir neuralgische Stellen, die mehr Verkehrssicherheit erfordern (würden) - und das seit Jahrzehnten. Gefährdet sind hier zwar keine Touristen/Gäste, aber immerhin doch Bürgerinnen/Bürger der Stadt Koblenz. Auch hier würde man staunen, wenn sich da etwas tun würde. Man darf gespannt sein, wo sich da etwas zuerst tut - in der Kastorpfaffenstr./Altstadt oder in Rübenach (denn zufällig wohnt Familie Naumann hier).
juergen mueller:
Herr Klasen,genausowenig wie Sie lamentiere u.diffamiere ich nicht.Nur habe ich kein Verständnis dafür,wenn ein notorischer Klima-Skeptiker wie Sie (was Ihnen zuzustehen ist) sich permanent,ohne weder rechts noch links zu schauen,auf eine Wissenschaft beruft,die die Probleme merklicher,menschlicher Einflüsse auf unsere Umwelt/Klima,auch zukünftig,vehement bestreitet, gegensätzliche Erkenntnisse wie ein gewichtiges Argument,dass es nämlich seid Jahrzehnten keinen Trend bezüglich z.b.in der Temperaturentwicklung durch NATÜRLICHE Einflußfaktoren gibt,nicht gelten lässt u.damit verneint,dass der Ausstoß der wichtigsten Treibhausgase in die Athmosphäre (mit einer dort langen Verweilzeit) ohne Einfluss auf unser Klima/unsere Umwelt bleibt.Alles natürlichen Ursachen zuzuschreiben ist vermessen u.dumm,ebenso wie das Verdrängen,dass Fortschritt/Wirtschaft/Industrialisierung nur Gutes für unsere Umwelt bedeutet hätten.Deren sichtbare negative Folgen u.gesunder Menschenverstand sind Beweis genug
Michael Berzens:
Warum wird in diesem Zusammenhang nie der Einfluss der vom Menschen verursachten elektro-magnetischen Strahlung betrachtet? Der Wahnsinn an Mobilfunk, Richtfunk, Radar, ELF Anlagen, HAARP, WLAN, DECT Telefone, TV, Radio und und und bringt eine Energiemenge in die Atmosphäre ein, die einen nicht zu leugnenden thermischen Effekt haben muss.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Hr. Mueller, können Sie denn überhaut verifizierbare Belege für ihre Behauptungen anführen oder bleibt es, wie für gewöhnlich ihrerseits, beim Lamentieren und diffamieren anderer Kommentatoren?
juergen mueller:
Wie bürgernah dieser Bürgerentscheid wirklich ist,wird man dann wissen,sollte die Abstimmungsquote für eine Einführung negativ ausfallen und der STADTRAT dann abschließend entscheidet.Davon abgesehen ist es irreführend u. falsch zu behaupten,dass die Bürger direkt u. eng an Entscheidungen (welche z.B.) mitwirken könnten.Das war noch nie so u. wird auch nie so sein.Daran ändert schon garnichts ein OBR mit der Kompetenz eines "Arbeitnehmers".Und seit wann bitte stehen bei wichtigen Dingen,über die nach wie vor nur der STADTRAT entscheidet,"schnelle" Entscheidungen an?Wäre mal etwas ganz Neues.Wie ein Selbsttor mutet es an,wenn (nicht nur) Frau Artz u. Herr Biewer als Mitglieder des Stadtrates sich gerne als kompetente Ansprechpartner für die Belange der Bürger bezeichnen u. regelmäßig monatlich eine Bürgersprechstunde abhalten,wo jeder seine Sorgen u. Nöte darlegen kann.Wofür dann noch ein den Steuerzahler belastender u. kostspieliger,mit Ratsmitgliedern besetzter Ortsbeirat?
Service
Lesetipps
GelesenBewertet