„Närrischer Bildschirm“ brachte viel Freude in die Seniorenzentren

„Kuck emol hai, de kennen esch all von Fröha“

Fastnachter übergaben Karnevalszeitungen an die Bewohner des Seniorenheims St. Johannes und der AWO in Mayen

12.01.2018 - 16:29

Mayen. Trotz vollen Terminkalenders ließen es sich Mayens Karnevalisten und vor allen Dingen Prinz Uli I. und sein Hofstaat, nicht nehmen, den betagten Damen und Herren in den beiden Mayener Senioreneinrichtungen die neueste Karnevalszeitung, den „Närrischen Bildschirm“, druckfrisch zu überreichen.

„Sie alle haben, jeder auf seine Art, einmal gebührend Karneval gefeiert und dieses rheinische Kulturgut hochgehalten, jetzt wollen wir diese Menschen auch weiterhin mit der Broschüre in Sachen Narretei auf dem Laufenden halten“, so Tollität Uli I. zu „Blick aktuell“.

Am Dienstag der vergangenen Woche um 17 Uhr kam der närrische Tross im Seniorenheim St. Johannes, immer noch oft liebevoll „Klösterchen“ genannt, an. Dort konnte Volker Schröter, der Einrichtungsleiter, die „Eisenharten Karnevalisten“ in Empfang nehmen: „Ihr Närrinnen und Narren, wir alle freuen uns riesig über Euer aller Besuch, und wir möchten Sie darüber hinaus am 6. Februar bei unserer eigenen Veranstaltung wieder gerne hier im Festsaal begrüßen. Wir haben noch viele Karnevalsjecken hier im Haus.“


Die „Hochwohlgeborenen“ wollten singen


Im Hintergrund wurde derweil schon die CD eingelegt, denn die „Hochwohlgeborenen“ wollten gerne alle Bewohner, die vorher bereits eigens „Heidewitzka Herr Kapitän“ gesungen hatten, außer mit dem „Bildschirm“ auch mit Fasenachtsliedern, vor allen Dingen mit des Prinzen Lied „Faasenaacht datt es oos Freud – drüm rockt met uss ihr leewe Leut“, erfreuen. Eine ur-Mayener Bewohnerin der Einrichtung raunte: „Mir jaht et Herz off, wenn de Prinz kütt. Batt sain esch fröha ümma met jesprunge.“


Tradition seit Prinz „Jimmy“


Diese Übergabe der „närrischen Bildschirme“ hat eine lange Tradition, es gibt sie, seit „Jimmy“ als Prinz in Mayen regierte. „Und diese Tradition möchten auch wir fortführen“, so Fastnachtsikone und Exprinz Hans Molitor in seiner Ansprache an die Senioren, ehe er Karin Nikolay, der Repräsentantin der Sponsorfirma Nett Dachdeckerei, Bauklempnerei und Fassadenbau, beim Austeilen den tollen, 134 Seiten starken Bildschirm mit vielen Erinnerungsfotos überreichte. Tusch und dreimal „Maye Mayoh“.

Der Zeiger der Uhr rückte auf 18 Uhr. Nach dem karnevalistischen Schlachtruf der Mayener folgte das Kommando „Weiterfahrt“ zum zweiten Tagestermin im AWO Seniorenheim. Dort wartete man im „Sterngarten“ schon gespannt auf den Prinzen Uli I. mit Hofstaat und die Mannschaft der Karnevalisten, aber auch auf die allen bekannte „Nett-Repräsentantin“ Karin Nikolay, die auch hier die betagten Bewohner mit dem „Bildschirm“ erfreuen wollte. Auch zur Freude von Einrichtungsleiterin Nadine Toplak, die gekonnt die illustren Gäste willkommen hieß.


Viel Applaus für Herman Zeus


„Hier gibt’s auch noch einige Damen und Herren, die wir gut kennen“, verrieten die Karnevalisten der Eifelstadt. Natürlich erklärten sie auch viele Passagen und traditionelle Beiträge aus der Narrenzeitung. „Hai kennen esch noch viel Jecke off denne Fotos em Heft“, schwärmten viele der AWO-Bewohner, darunter auch Menschen, die einst in vielen Sessionen die Mayener Faasenacht innerhalb des Umzuges oder beim Saalkarneval mitgestaltet haben, wie der bekannte Mayener Hermann Zeus.

Prinz Uli I. rief: „Komm maach aas e Bild met mainem Hermann.“ Und er fügte hinzu: „Hermann batt hast dau all für Maye, für vill Veranstalunge und für oos Faasenaacht jedohn, datt kann man et verjäse.“ Klar, dass „oosem Hermann“ Applaus sicher war. Und von ihm kam dann ein schöner Satz: „Batt wor dat ümma schön en Maye“.


In schönen Erinnerungen geschwelgt


Selbstverständlich dankte Uli der Sponsorin Karin Nikolay mit seinem Orden. Ein besonderer Dank für den Besuch kam vom Mayener Bewohner Walter Keuser, der zu Ehren des Prinzen ein Lied der Kultgruppe „Die drei Spatzen“ sang. „Mir fairen Faasenaacht en Maye – Hipp Hipp Hurra, Hipp Hipp Hurra“. Dann ging es für Prinz Uli und die Fastnachter mit dreimal „Maye Mayoh“ weiter zur Zuch-Sitzung. Die Wagenbauer warteten schon. Die Senioren zehrten beim Blättern im „Närrischen Bildschirm“ derweil von ihren Erinnerungen. BS

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Uwe Klasen:
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Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
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