Wave Marimba Quartett „LOCO“ und Johannes Motschmann Trio „Electric Fields“ spielen in Bendorf-Sayn

Mitreißende Percussion eröffnet das Mittelrhein Musik Festival 2017

Ein außergewöhnliches Ambiente war die perfekte Bühne für diese faszinierenden Percussionskünstler

12.06.2017 - 12:51

Bendorf-Sayn. Fassungslosigkeit, Erstaunen, Freude. Dies sind auf den Punkt gebracht die Emotionen, welche das Publikum des Mittelrhein Musik Festivals bereits während der ersten Minuten des Auftritts des Wave Marimba Quartetts „LOCO“ durchlebte. Die vier Ausnahmetalente der Percussion lieferten einen phänomenalen Auftritt und rissen die gesamte Gießhalle in den Bann ihrer Musik am Marimbaphon.

Zu Beginn des Abends wurde das Publikum vom Vorsitzenden des Mittelrhein Musik Festival e.V., Uwe Hüser, begrüßt und Sponsoren sowie Künstlern gedankt. Es folgte eine Rede von Sonja Kitz aus der Festivalleitung, die anschließend das Wort an das Percussion Quartett abgab.

Die vier Marimba-Spieler traten wortlos auf die Bühne und begannen mit jeweils vier Klöppeln in den Händen, sanfte Melodien auf den edlen Instrumenten zu spielen. Es kam zu Steigerungen und immer lauteren, raumergreifenden Tönen.

Nach einer Begrüßung der Künstler an das Publikum, folgten atemberaubende, schnelle Tangos und besonders feurige, südamerikanische Musik. Die Talente präsentierten dem Publikum die gesamte Palette der Percussionskunst auf höchstem Niveau mit gewaltigen Klängen und einem unglaublichen Zusammenspiel. Es war leidenschaftlich, emotional und abwechslungsreich.

Sie schwangen nicht nur die 16 Klöppel, sondern spielten die Musik mit vollem Körpereinsatz. Vor allem die gute Laune und der Spaß, mit dem „LOCO“ musizierte, waren für das Publikum schön zu beobachten. Die Künstler strahlten um die Wette und man konnte die Verbundenheit und Sympathie der Vier spüren. Seit dem Jahr 2008 spielt das Quartett gemeinsam und übt täglich, damit ein solches Zusammenspiel überhaupt möglich ist.

Besonders imposant war die Kommunikation unter den Musikern. Ihre Stücke spielten sie aus dem Gedächtnis ganz ohne Noten. Über Mimik und Gestik verständigten sie sich während des Konzerts wortlos.

Nach einer kurzen Pause folgten Stücke aus der Klassik und dem Barock. Mindestens genauso elanvoll und leidenschaftlich wie der erste Teil des Konzerts spielten die Musiker für das Publikum die besten Titel aus der hohen Percussionskunst.

Mit einer Standing Ovation wurden die Künstler vom Publikum geehrt. Dieses erhielt zum Dank zwei Zugabe Stücke.

Den zweiten Teil des Abends bildete das Johannes Motschmann Trio „Electric Fields“. Die Musiker präsentierten die Kombination aus neun Klangräumen und mischten das Publikum mit mal entspannter und dann wieder treibender, schneller selbstgemachter Elektromusik auf.

Dieser Mix ergab einen sehr spannenden Kontrast und eine andere Art der Percussion, die vom Publikum sehr positiv angenommen wurde. Die Atmosphäre wurde Clubartiger. Das Publikum war eingeladen, sich zu bewegen. Es wurde locker getanzt und getrunken.

„Electric Fields“ passte mit seinen spannenden, teilweise mysteriösen Sounds hervorragend in die historische Gießhalle in Sayn, die mit ihrer architektonischen Ausstrahlung für diese Klangwelt wie geschaffen war. Trotz der Bewegung im Publikum, lag der Fokus auf der imposanten Musik.

Gegen 23.30 Uhr wurde das erste Konzert des Festivalsommers 2017 langsam beendet und war wahrlich ein großer Erfolg für Künstler, Besucher und Veranstalter.

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Kommentare
16.06.2017 09:26 Uhr
Cordula Clausen schrieb:

"Electric Fields" kam als Kombination mit dem Marimbaquartett eher nicht so gut an, wie hier beschrieben: Kam die Bewegung des Publikums doch überwiegend dadurch zustande, dass die Zuhörer einer nach dem anderen den Konzertsaal verließen. Ich als studierte Percussionistin, offen für jede Musik, war nach der Marimbadarbietung positiv musikalisch gesättigt, wäre danach beeindruckt nach Hause gegangen und hätte die Musik sacken lassen. Mit der folgenden Darbietung von Electric Fields kam ich nicht dazu. Für mich waren es zu viele Eindrücke auf einmal, außerdem passte das eine nicht zum anderen. Beide Darbietungen haben sich nicht ergänzt, sondern gestört. So, wie sehr viele Zuhörer den Saal verließen, scheint es nicht nur mir so ergangen zu sein. Beim Lesen Ihres Berichts erfährt man von dieser Situation nichts, wieso?



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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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