Deutscher Wetterdienst warnt vor Orkanböen

Orkantief „Friederike“ erreicht Rheinland-Pfalz

Orkantief „Friederike“ erreicht Rheinland-Pfalz

Symbolbild. Foto: ©Robert Hoetink - stock.adobe.com

18.01.2018 - 16:21

Region. Das Sturmtief „Friederike“ erreicht am Donnerstag Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits Unwetterwarnungen herausgegeben, in denen vor orkanartigen Böen der Stufen 3 und 4 gewarnt wird. „Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“ so der DWD in einer Pressemitteilung.

Weitere Infos unter: www.wettergefahren.de.


Umgeknickte Bäume und mehr


Koblenz/Region. Derzeit fegt „Friedericke“ über das nördliche Rheinland-Pfalz. Bei den Dienststellen des Polizeipräsidiums Koblenz stehen die Telefone nicht mehr still, da derzeit sehr viele Land- und Kreisstraßen durch umgestürzte Bäume nicht mehr befahrbar sind. Verkehrsbeeinträchtigungen bringen auch den Verkehr auf den Autobahnen A 61 und A 48 vielerorts zum Stillstand. „Fahren Sie Vorsichtig!!!“ Die A 61 ist aktuell zwischen dem Autobahnkreuz Koblenz und der Anschlussstelle Boppard gesperrt.

Hier einige Tipps der Polizei:

  • Sollten Sie heute keine wichtigen Termine haben, lassen Sie Ihr Auto besser stehen.
  • Lässt sich Ihre Fahrt nicht vermeiden, fahren Sie vorsichtig und vorrausschauend.
  • Reduzieren Sie Ihr Tempo, um bei einer Böe leichter gegenlenken zu können.
  • Durch starke Seitenwinde können Wohnmobile, Busse und Lkw leicht umkippen.
  • Vorsicht beim Überholen, auf Brücken und in Waldschneisen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz


Umgestürzte Bäume verursachen Schäden und behindern Verkehr


Remagen/Sinzig/Brohltal. Zahlreiche umgestürzte Bäume im Dienstgebiet der Polizei Remagen führten am Donnertag, 18. Januar, in der Zeit zwischen 11 bis 16 Uhr zu Einsätzen der Feuerwehren und der Straßenmeistereien Sinzig und Kruft. Dabei wurde zeitweise der Verkehr behindert und das ein oder andere Dach beschädigt. Über Personenschäden wurde bis dato nichts bekannt. So kippte in Sinzig, Vogelsangstraße ein Baum auf ein Wohnhaus und drohte weiter abzurutschen. Dabei wurde das Dach beschädigt. Die Feuerwehr Sinzig und ein Dachdecker wurden hinzugezogen. In Bad Bodendorf beschädigte ein umgestürzter Baum einen Zaun. Der Verkehr auf der L 88 zwischen Niederzissen und Rodder kam aufgrund umgestürzter Bäume zeitweise gänzlich zum Erliegen. Auf der L 113 im Bereich Wassenach kippten auch mehrere Bäume auf die Fahrbahn. In Remagen in der Fußgängerzone drohten Dachziegel auf die Straße zu stürzen, so dass die Feuerwehr mit der Drehleiter anrücken musste.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Remagen


Friederike verursacht Stromausfälle


Koblenz/Westerwald. Sturm Friederike wütet über Rheinland-Pfalz. Das hat auch Auswirkungen auf das örtliche Stromnetz: Äste oder sogar ganze Bäume fallen in Freileitungen und verursachen Kurzschlüsse oder beschädigen diese schwer. Damit alles möglichst schnell wieder versorgt wird, arbeitet die Energienetze Mittelrhein (enm), die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein (evm), auf Hochtouren. „Eine Vielzahl von Versorgungsunterbrechungen gab es bereits durch den Sturm“, erklärt Horst Söhn, Leiter der Netzstelle. Die Netzexperten versuchen die Versorgung der betroffenen Kunden auf andere nicht beschädigte Leitungen umzuschalten – dort, wo dies möglich ist. „Dank des eng verzahnten Stromnetzes können wir so in den meisten Fällen die Versorgung schnell wieder herstellen“, so der Experte. „Aber wir bitten auch für längere Ausfälle um Verständnis. In Teile des Westerwalds können wir momentan keine Kollegen schicken, um Schäden zu begutachten. Die Gefahr durch umfliegende Teile verletzt zu werden, ist momentan zu hoch.“ Die evm-Gruppe informiert kurzfristig über Unterbrechungen und Wiederversorgung betroffener Orte.

Betroffen waren bisher folgende Bereiche: Kroppach, Atzelgift, Höhn, Fehl-Ritzhausen, Rennerod, Nierroßbach, Marienrachdorf, Krümmel, Marienhausen, Maroth, Dierdorf, Roßbach, Wied, Hartenfels, Hachenburg und Lochum.

Pressemitteilung evm Gruppe


Auswirkungen auf den Bahnverkehr am 18. Januar


Aufgrund der Unwetterwarnung sind auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr nicht ausgeschlossen. Wie die Deutsche Bahn (DB) auf ihrer Internetseite mitteilt verkehren etliche Züge im Regionalverkehr aus Sicherheitsgründen mit reduzierter Geschwindigkeit, wodurch es zu Verspätungen kommen kann.

Auflistung der betroffenen Züge / Stand: Donnerstag, 18. Januar, 14.35 Uhr (Quelle: bahn.de)

  • RE25 / RB23: Koblenz - Limburg(Lahn)
  • RB23 / RB38: Andernach - Kaisersesch
  • RB72: Saarbrücken - Lebach
  • RB55: Pirmasens - Landau(Pfalz)
  • RB64: Pirmasens - Kaiserslautern
  • RB68: Pirmasens - Saarbrücken
  • RE6 / RB51 / RB53 / RB54: Landau(Pfalz) - Winden(Pfalz) - Wörth(Rhein)
  • RB65: Kaiserslautern - Bad Kreuznach - Bingen(Rhein)
  • RB67: Landstuhl - Kusel

Auf folgenden Linien wird ab sofort bis auf weiteres der Zugverkehr eingestellt:

  • RE 8: Mönchengladbach - Koblenz
  • RE 5: Wesel - Koblenz
  • RE 27: Koblenz - Linz(Rhein) - Köln Hbf
  • RB71: Trier - Homburg(Saar)
  • RB38: Andernach - Kaisersesch
  • RB23: Limburg(Lahn) - Mayen Ost
  • RB2: Biblis -Mannheim

Alle Infos zu möglichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr gibt es unter: https://www.bahn.de/p/view/service/aktuell/rheinland-pfalz.shtml

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Kommentare
juergen mueller:
Was da so alles geht - in der Altstadt. Um es nicht zu vergessen - auch in RÜBENACH haben wir neuralgische Stellen, die mehr Verkehrssicherheit erfordern (würden) - und das seit Jahrzehnten. Gefährdet sind hier zwar keine Touristen/Gäste, aber immerhin doch Bürgerinnen/Bürger der Stadt Koblenz. Auch hier würde man staunen, wenn sich da etwas tun würde. Man darf gespannt sein, wo sich da etwas zuerst tut - in der Kastorpfaffenstr./Altstadt oder in Rübenach (denn zufällig wohnt Familie Naumann hier).
juergen mueller:
Herr Klasen,genausowenig wie Sie lamentiere u.diffamiere ich nicht.Nur habe ich kein Verständnis dafür,wenn ein notorischer Klima-Skeptiker wie Sie (was Ihnen zuzustehen ist) sich permanent,ohne weder rechts noch links zu schauen,auf eine Wissenschaft beruft,die die Probleme merklicher,menschlicher Einflüsse auf unsere Umwelt/Klima,auch zukünftig,vehement bestreitet, gegensätzliche Erkenntnisse wie ein gewichtiges Argument,dass es nämlich seid Jahrzehnten keinen Trend bezüglich z.b.in der Temperaturentwicklung durch NATÜRLICHE Einflußfaktoren gibt,nicht gelten lässt u.damit verneint,dass der Ausstoß der wichtigsten Treibhausgase in die Athmosphäre (mit einer dort langen Verweilzeit) ohne Einfluss auf unser Klima/unsere Umwelt bleibt.Alles natürlichen Ursachen zuzuschreiben ist vermessen u.dumm,ebenso wie das Verdrängen,dass Fortschritt/Wirtschaft/Industrialisierung nur Gutes für unsere Umwelt bedeutet hätten.Deren sichtbare negative Folgen u.gesunder Menschenverstand sind Beweis genug
Michael Berzens:
Warum wird in diesem Zusammenhang nie der Einfluss der vom Menschen verursachten elektro-magnetischen Strahlung betrachtet? Der Wahnsinn an Mobilfunk, Richtfunk, Radar, ELF Anlagen, HAARP, WLAN, DECT Telefone, TV, Radio und und und bringt eine Energiemenge in die Atmosphäre ein, die einen nicht zu leugnenden thermischen Effekt haben muss.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Hr. Mueller, können Sie denn überhaut verifizierbare Belege für ihre Behauptungen anführen oder bleibt es, wie für gewöhnlich ihrerseits, beim Lamentieren und diffamieren anderer Kommentatoren?
juergen mueller:
Wie bürgernah dieser Bürgerentscheid wirklich ist,wird man dann wissen,sollte die Abstimmungsquote für eine Einführung negativ ausfallen und der STADTRAT dann abschließend entscheidet.Davon abgesehen ist es irreführend u. falsch zu behaupten,dass die Bürger direkt u. eng an Entscheidungen (welche z.B.) mitwirken könnten.Das war noch nie so u. wird auch nie so sein.Daran ändert schon garnichts ein OBR mit der Kompetenz eines "Arbeitnehmers".Und seit wann bitte stehen bei wichtigen Dingen,über die nach wie vor nur der STADTRAT entscheidet,"schnelle" Entscheidungen an?Wäre mal etwas ganz Neues.Wie ein Selbsttor mutet es an,wenn (nicht nur) Frau Artz u. Herr Biewer als Mitglieder des Stadtrates sich gerne als kompetente Ansprechpartner für die Belange der Bürger bezeichnen u. regelmäßig monatlich eine Bürgersprechstunde abhalten,wo jeder seine Sorgen u. Nöte darlegen kann.Wofür dann noch ein den Steuerzahler belastender u. kostspieliger,mit Ratsmitgliedern besetzter Ortsbeirat?
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