In Waldorf feierte man fünf Tage lang Kirmes

Tolles Fest mit einem super Programm

05.09.2017 - 11:50

Waldorf. Seit Jahrhunderten feiert man in Waldorf alljährlich am ersten Wochenende im September die St. Remaclus-Kirmes. Ausrichter ist stets der bereits 279-jährige katholische Junggesellenverein Waldorf 1938 e. V. Die Junggesellen hatten auch in diesem Jahr wieder ein tolles Programm für Alt und Jung zusammengestellt, bei dem die traditionellen Festzüge natürlich stets die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Fünf Tage feierte man vom 1. bis 5. September das beliebte, über die Region hinaus bekannte Volksfest, das auch heute noch nichts an Attraktivität verloren hat. Mit einer gesunden Mischung von Tradition und Brauchtumspflege und modernen Elementen einer Dorfkirmes hatten die Verantwortlichen um ihren Vorsitzenden Sören Nachtsheim ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm aufgeboten, das dem Ruf der Waldorfer Kirmes gerecht wurde. Eröffnet wurde das Kirmesprogramm bereits am Freitagabend mit der Eröffnung des Bierbrunnens. Da fanden sich schnell viele gutgelaunte Kirmesgäste, die bei allerbester Stimmung für einen tollen Kirmesauftakt sorgten, bei dem für so manchen die Nacht zum Tag wurde. Dazu trug natürlich auch die ab 21 Uhr geöffnete Sektbar bei.


Böllerschüsse eröffneten das Geschehen des Kirmessamstags


Am Kirmessamstag sorgten zunächst Böllerschüsse vor dem traditionellen Fackelzug der Junggesellen dafür, dass alle an den Beginn der Kirmes erinnert wurden. Manfred und Dr. Peter Friedsam sind seit Jahren die „Böllerbuben“, die nicht nur den Kirmesbeginn akustisch bekannt geben. Um 19.30 Uhr zogen die Junggesellen im Fackelzug zur Vinxtbachhalle, wo sie mit dem Fassanstich und einem Umtrunk mit Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten die offizielle Eröffnung der diesjährigen Kirmes vornahmen.

Ab 21 Uhr sorgte die Coverrockband „JUMBOREE“ aus Köln bei der Kirmes-Party für tollen Sound. Mit über drei Stunden Rock, Flower Power, British Rock, Kölsche Leeder und Rock’n’Roll hatte die Band die Gäste im Griff und sorgte mit ihren Liedern für prächtige Stimmung in der Vinxtbachhalle.


Musikalischer Weckzug


Am Sonntagmorgen sorgten die Rhein-Ahr-Spatzen bereits ab 6 Uhr dafür, dass die Waldorfer einer alten Tradition zur Folge musikalisch geweckt wurden. Die Musikanten zogen musizierend durch die Straßen des Ortes und geleiteten die letzten Heimkehrer des Vorabends nach Hause.

Für die Junggesellen selbst hieß es nach alten, strengen Sitten bereits um 8 Uhr wieder antreten. Unter Zugführer Paul Faßbender zog der Festzug zunächst zu Hauptmann David Faßbender, dem Bruder des Zugführers. Nachdem dieser das Kommando übernommen hatte, stärkte man sich zunächst mit einem kräftigen Frühstück, bevor der Festzug Fähnrich Noah Flöck abholte. Anschließend führte der Zug, wie jedes Jahr, zum Kriegerehrenmal, wo die Junggesellen zum Gedenken der Gefallenen der beiden Weltkriege einen Kranz niederlegten. Das Abholen von Pfarrer Günter Marmann zum Festgottesdienst geschah wieder nach alter Tradition. Nach der hl. Messe setzte sich der Festzug durch den Ort in Bewegung und führte zum Frühschoppen an die Vinxtbachhalle. Während sich die Kinder wieder an den Fahrgeschäften und den Ständen der Schausteller vergnügen konnten, sorgten die fleißigen Helfer des JGV für das leibliche Wohl der Besucher aus Nah und Fern.

Der große Festzug am Sonntagnachmittag, bei dem die männlichen Mitglieder des JGV die jungen Damen des Ortes abholen, stellte einen weiteren Höhepunkt des Kirmesgeschehens dar. Auch in diesem Jahr wohnten wieder zahlreiche Gäste diesem Spektakel bei. Beim Fändelschwenken holten sich Julian Wollny und Lars Nachtsheim den wohlverdienten Applaus der Zuschauer. Die Gäste spendeten viel Beifall für das Schwenken der Fahne. Unter den Klängen der Rhein-Ahr-Spatzen ging es dann wieder auf den Festplatz an der Vinxtbachhalle, wo man weiterfeierte.

Am Abend hieß es dann in der Vinxtbachhalle „Welcome to the Jungle“. Mit verschiedenen Spielen und Raterunden sorgten die Veranstalter für einen bunten, interessanten und abwechslungsreichen Unterhaltungsabend. Wem die Auswahl der Getränke in der Vinxtbachhalle nicht ausreichte, hatte Gelegenheit in der Sektbar die tollsten Kreationen durch die Kehle rinnen zu lassen. Wer mit themenbezogener Kleidung die Vinxtbachhalle aufsuchte, erhielt ein Freigetränk.


Am Kirmesmontag waren wieder viele Mitglieder des Reservistenclubs vertreten


Auch am Kirmesmontag war zunächst für die Junggesellen ein Kirchgang angesagt. Nach dem Frühstück bei Fähnrich Noah Flöck ging mit etwas Verspätung der Festzug zur Kirche, wo Pfarrer Günter Marmann erneut die hl. Messe hielt. Nach dem Gottesdienst zog der Festzug zum traditionellen und berühmten Waldorfer Kirmesmontag-Frühschoppen, der auch in diesem Jahr wieder für viele Besucher als Spätschoppen endete. Dazu war der Reservistenclub des Junggesellenvereins auch in diesem Jahr wieder recht zahlreich mit 36 Teilnehmern angetreten und hatte dem Festzug das nötige Ausmaß verliehen.

Beim anschließenden Frühschoppen konnten die Junggesellen neben Pfarrer Günter Marmann auch Bürgermeister Bernd Weidenbach, Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten, die Bad Breisiger Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch sowie den Vertreter der Volksbank RheinAhrEifel, Jörg Girolstein, willkommen heißen. Ein herzlicher Willkom-mensgruss ging auch an die Mitglieder des Reservistenclubs, die durch ihre zahlreiche Anwesenheit den Frühschoppen belebten.

In ihren Grußworten wünschten die Ehrengäste den Kirmesbesuchern noch viel Spaß und dem JGV ein gutes Gelingen der diesjährigen Kirmes, aber besonders ein Bewahren der alten Traditionen auch für die Zukunft. Den besten Wünschen schloss sich auch der Reservistenclub des JGV Waldorf an, für den Werner Cremer unter großem Beifall der Gäste erneut eine zweckgebundene Spende überreichen konnte. Diese kam durch die Mitgliedsbeiträge zustande, zu deren Zahlung sich bisher rund 40 Mitglieder des mittlerweile fast 60 Männer starken Reservistenclubs verpflichtet haben.

Die Rhein-Ahr-Spatzen zogen wieder einmal alle Register ihres Könnens und bereiteten den Besuchern einen zünftigen Frühschoppen, bei dem so manche „Episode aus der Vergangenheit“ nochmals aufgefrischt wurde. Ab 14 Uhr hatte der JGV Kaffee und Kuchen vorbereitet und später bei der großen Verlosung konnte so mancher einen schönen Gewinn mit nach Hause nehmen.

Schließlich führte der Frühschoppen so manchen Besucher „an seine Leistungsgrenze heran“. Der Frühschoppen entwickelte sich schließlich zu einem schönen Dämmerschoppen.

Den Abschluss der Waldorfer Kirmes bildet nach alter Tradition der Kirmesdienstag, der ganz im Zeichen des Junggesellen-Schützenkönigs steht. Wem der amtierende Schützenkönig Thomas Bous die Königskette überreichen konnte, wird in der nächsten Ausgabe mitgeteilt.

WK

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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