Die Bundestagswahl in der Verbandsgemeinde Bad Breisig

Hohe Wahlbeteiligung in allen Gemeinden

Im Schnitt gingen 74,2 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl - hoher Anteil an Briefwählern

26.09.2017 - 10:58

Bad Breisig. So sah die Wahl zum 19. deutschen Bundestag in der Verbandsgemeinde Bad Breisig aus: Um acht Uhr morgens öffneten die sieben Wahllokale in Niederbreisig, Oberbreisig, Rheineck, Lützing, Brohl, Gönnersdorf und Waldorf. Um exakt 18 Uhr schlossen die Wahllokale, und die Wahlhelfer begannen mit der Auszählung der Stimmen. Tische wurden zu größeren Flächen zusammengestellt und die Wahlurnen darauf ausgeschüttet, und die Teams begannen mit der Auszählung. Im Rathaus wartete unterdessen Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach mit seinem Team, denn hier kommen zunächst die Anrufe an, in denen die Wahlergebnisse der einzelnen Wahlbezirke nach der Auszählung durchgegeben werden. Alles wird nachgeprüft, stimmen die Zahlen, die Zahl der abgegebenen Stimmen insgesamt, die Ergebnisse abzüglich ungültiger Stimmen?

Die telefonisch durchgegebenen Ergebnisse sind das eine, die Original-Wahlunterlagen das andere. Diese werden aus allen sieben Wahllokalen von Helfern in verschlossenen Blechkisten ins Rathaus geschafft und von Büroleiterin Margit Schüller und einigen Kollegen unter Aufsicht des Verbandsbürgermeisters noch einmal geprüft. Alles hat seine Ordnung. Gegen 19.30 Uhr erscheinen auf der Wand die Grafiken mit den Bundestagswahlergebnissen für Bad Breisig, aufgeteilt nach Erst- und Zweitstimmen.


So hat Bad Breisig gewählt


Eine hohe Wahlbeteiligung kennzeichnet diese Bundestagswahl auch in der Verbandsgemeinde. Sie lag im Durchschnitt bei 74,2 Prozent in der VG Bad Breisig, von 10.231 Wahlberechtigten nahmen 7.595 dieses Recht auch wahr. Damit gingen deutlich mehr Wähler zur Wahlurne als noch vor vier oder acht Jahren. Den Spitzenplatz hat hier die Ortsgemeinde Waldorf mit 87 Prozent!

Das zeigt deutlich, dass die vielen Wahlaufrufe in den Wochen und Monaten zuvor wirksam waren, aber es zeigt auch, dass bei dieser Wahl ein besonderes Interesse der Wähler an der zukünftigen Politik des Landes besteht.

38,2 Prozent der Wähler stimmten mit ihrer Zweitstimme für Mechthild Heil (CDU), 41, 6 Prozent wählten CDU. Die SPD kam auf 27 Prozent, Wahlkreiskandidatin Andrea Nahles erreichte 23 Prozent. 5,4 Prozent wählten Grüne, 9.2 Prozent FDP und 10,1 Prozent die AfD.

Die Ortsgemeinde Waldorf hat die meisten Stimmen für die CDU in der VG, nämlich 47,9 Prozent, während in Brohl-Lützing die SPD mit 31,2 Prozent das beste Ergebnis in der VG einfuhr. . Die AfD schnitt am besten in der Stadt Bad Breisig ab, in Waldorf kam sie nur auf 4,8 Prozent. Die FDP bewegt sich zwischen 5,5 Prozent in Waldorf und 10 Prozent in Gönnersdorf. Auffallend ist ein hoher Anteil der Wähler der Grünen in Waldorf (11,1 Prozent), während sie in Gönnersdorf nur auf 3,6 Prozent kamen.


Gewinne und Verluste


Verloren haben CDU, Die Linken und die „Sonstigen“ in der Verbandsgemeinde Bad Breisig, aber auch die SPD in der Stadt Bad Breisig musste leichte Verluste hinnehmen. Im übrigen Gebiet der Verbandsgemeinde legten die Genossen sogar leicht zu. Zu den Gewinnern der Wahl gehört auf jeden Fall die FDP. Offensichtlich wollen die Wähler unter anderem diese Partei im Bundestag sehen. Die AfD, erstmals zur Bundestagswahl angetreten, verstand es ebenso, ihre Wähler zu mobilisieren, sie legte im Durchschnitt 5,7 Prozent zu.

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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