David Langner will gestalten statt verwalten:

„Ich will die Schängel-Stadt noch lebens- und liebenswerter machen“

„Ich will die Schängel-Stadt
noch lebens- und liebenswerter machen“

David Langner. Foto: Sarah Reuther

12.10.2017 - 16:41

Als ich als echter Schängel vor gut einem Jahr meine Oberbürgermeister-Kandidatur öffentlich machte, habe ich mich für den Wahlkampfslogan „Tradition. Neu. Denken.“ entschieden. Die Koblenzerinnen und Koblenz haben meine Zielsetzung verstanden und im ersten Wahlgang am 24. September mit großer Mehrheit in allen Stadtteilen honoriert: Ich will an Bewährtem festhalten und darauf aufbauend Neues entwickeln. Ich will Koblenz gestalten! Dafür stehe ich mit meinen Ideen, meiner Erfahrung, meinen Kontakten.

Aus meiner Sicht von außen – zunächst als Vizepräsident der Struktur- und Dienstleistungsdirektion Nord und seit 2013 als Staatssekretär im Kabinett von Malu Dreyer – ist es wichtig, dass wir im Rathaus mutiger und schneller Entscheidungen treffen, wieder Verantwortung übernehmen. Wir müssen unkonventionelle Wege gehen, damit wir unter den bestehenden Sparzwängen Koblenz voranbringen. Die von OB Hofmann-Göttig begonnene Konsolidierung des Haushaltes werde ich fortführen. Ich möchte aber nicht mehr jahrelang auf ein Hallenbad verzichten, Bauwerke wie das Löwentor auf der Karthause oder den Koblenzer Hof am Rheinufer einfach einzäunen, im Sommer einen beliebten Abenteuerspielplatz im Wald schließen. Vielmehr ist Kreativität gefragt. Und der Mut, Maßnahmen umzusetzen. Dafür will ich in der Verwaltung und im Stadtrat werben, denn der OB kann es nicht alleine richten!


Gemeinsam langfristige Visionen für Koblenz entwickeln


Vor allem aber müssen wir gemeinsam langfristige Visionen für Koblenz entwickeln. Auch wenn wir diese nicht alle realisieren können, werden uns die Prozesse helfen, die Stadt weiterzuentwickeln. Selbst in so wichtigen Fragen wie Mobilität und Wohnraum. So sehe ich das beispielsweise bei der Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025. Das Analysieren des Ist-Zustandes, das Suchen nach einem geeigneten Thema und dem Alleinstellungsmerkmal sowie die Entwicklung von Ideen wird Koblenz guttun. Davon bin nicht nur ich überzeugt, sondern alle in meinem Umfeld, mit denen ich dieses Projekt diskutiert habe: Mitglieder des Stadtrates, Vertreter der Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürgern und natürlich Kollegen in der Landesregierung. Die Europäische Kulturhauptstadt kann wie die Buga 2011 Koblenz ein zweites Mal nachhaltig verwandeln.

Das sind Herzthemen, die ich als neuer OB zeitnah angehen möchte: Mehr bezahlbarer Wohnraum. Weniger Autoverkehr, mit weniger Staus. Dafür einen attraktiveren ÖPNV mit Zwei-Euro-Bustickets aus den Stadtteilen in die Innenstadt. Tempo 30 vor allen Kitas und Schulen. Deutlich mehr Radwege. Stärkung des Ehrenamts durch eine zentrale Anlaufstelle im Rathaus. Eine günstigere Nutzung der Rhein-Mosel-Halle und anderer städtischer Räumlichkeiten für Koblenzer Schulen und Vereine. Als Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie in Mainz habe ich den Fusionsprozess des Städtischen Gemeinschaftsklinikums begleitet. Ich möchte nun als OB die notwendige Sanierung mit meinem Know-how vorantreiben. Ich befürworte dabei die Bündelung aller medizinischen Einrichtungen am Standort Kemperhof, weil sie gut für Ärzte, Mitarbeiter und ganz besonders für die Patienten ist: die best möglichste medizinische Versorgung unter einem Dach. Als Gesundheitsstandort muss Koblenz top bleiben.

Ich bin in Koblenz gut vernetzt, auch durch die Mitgliedschaft in vielen Vereinen. Mir ist immer schon der Dialog mit den Bürgern wichtig – ihre Interessen habe ich neun Jahre im Stadtrat und fünf Jahre im Landtag vertreten. Mit 42 Jahren – übrigens: das gleiche Alter, in dem Willi Hörter 1972 ins Rathaus einzog – kann und will ich der Stadt am Eck lange Zeit führen. Ich werde einen ehrlichen Umfang mit allen pflegen, die sich in Koblenz engagieren, in Koblenz leben. Ich möchte in der Stadtverwaltung ein Klima schaffen, in dem Ideen gedeihen und honoriert werden, die Mitarbeiter motiviert und gut arbeiten, bürgernahe Entscheidungen treffen. Das ist mir ganz wichtig: Bürgernahe Entscheidungen treffen.


Tradition. Neu. Denken.


Tradition. Neu. Denken. Wir feiern Sankt Martin und Karneval, pflegen christlichen und rheinischen Brauchtum. Das ist gut so. Aber: Menschen aus 30 Nationen leben am Eck, Koblenz ist eine multikulturelle Stadt, viele junge Leute ziehen hier hin. Ich möchte dies fördern. Von einer erfolgreichen Integration profitieren alle Koblenzerinnen und Koblenzer. Es macht unser Leben bunter, die Schängel-Stadt noch lebens- und liebenswerter. Ich bitte um Ihr Vertrauen, Ihre Stimme bei der Stichwahl.

Ihr David Langner

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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