Fußballkreis Rhein/Ahr, Förderverein ‚Fußballer helfen‘, Deutsch-Arabischer Kulturverein und Sportgemeinschaft DJK Mayen

Alles, was der Fußball zu bieten hat

3. Benefiz-Turnier in der Mayener Burghalle stand wieder unter dem Motto: Internationalität ist Normalität

05.02.2018 - 09:42

Mayen. Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Februar, wurde in der Burghalle das 3. Benefiz-Fußballturnier zugunsten in Deutschland lebender Flüchtlinge ausgetragen. Es waren rund 250 Spieler im Einsatz, und zwar in zehn Jugend- und 18 Seniorenmannschaften.

An beiden Tagen bot das Ereignis alles Gute, was den Fußball ausmacht: Vor dem Spiel das „Einen-Kreis-bilden“-Ritual, anfeuern, aufstöhnen, jubeln, aufschreien, Haare raufen, Mut machen, loben, Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aufspringen, vor Enttäuschung in sich zusammenfallen, umarmen, aufspringen und das Tor bejubeln.

Etwa 50 Firmen, Vereine, Institutionen und Privatpersonen standen auf der Spenderliste. Schon das machte und macht das Turnier zu einem großen Erfolg. Beide Spieltage begannen gegen 10.30 beziehungsweise 11 Uhr; gegen 16.30 Uhr erfolgten die Siegerehrungen.

Am Samstag kam es dabei zu einer besonderen Begegnung: Die ehemalige deutsche Fußball-Nationalspielerin mit französischen und kamerunischen Wurzeln, Célia Sasic (geborene Okoyino da Mbabi) überreichte die Präsente an die Jugendmannschaften. Sie wurde von den Spielerinnen der zweiten Frauen-Fußballbundesliga, Magdalena Schumacher und Isabell Stümper, begleitet; außerdem von der Beigeordneten der Stadt Martina Luig-Kaspari. Statt Siegerpokale erhielt jeder Teilnehmer eine Trinkflasche als Erinnerungsgabe.

Die erfolgreichsten Jugend-Mannschaften unter allen Siegern war bei den Jüngeren der TuS Mayen E1 und bei den Älteren das Jugendhaus Mayen A. Das erste Turniertor schoss Tim Surdyk von der JSG Vulkaneifel St. Johann/Ettringen um exakt 10.47 Uhr am Samstag. Eine gute Eröffnung!

Die erfolgreichsten Teams am Sonntag waren: Gruppe 1: Jugendhaus Mayen A2 (zugleich Gesamtsieger); Gruppe 2: Bernardshof Mayen; Gruppe 3: Sparparadies Mayen. Zur Ehrung der Sieger erschien auch der Präsident des Fußballverbandes Rheinland, Walter Desch, und Oberbürgermeister Wolfgang Treis.

Veranstalter des Turniers waren der Fußballkreis Rhein/Ahr, der Förderverein ‚Fußballer helfen‘, der Deutsch-Arabische Kulturverein und die Sportgemeinschaft DJK Mayen. Die Schirmherrschaft übernahmen Oberbürgermeister Wolfgang Treis (Mayen) und Bürgermeister Alfred Schomisch (Vordereifel). Treis spielte selbst in der Mannschaft „Stadtverwaltung/Vordereifel“ mit. Tanzeinlagen boten am Samstag die Mädchen der Sportgemeinschaft DJK Mayen unter Leitung von Kimberley Mercer-Krumholz.

Der Erlös des Turniers ist zu unterschiedlichen Teilen für vier Zwecke bestimmt: Der Deutsch-Arabische Kulturverein Mayen, der sich um Flüchtlinge kümmert, erhält einen Teil gespendet; finanziert werden sollen weiterhin ein Erste-Hilfe-Kurs für Flüchtlinge, ein Fahrrad-Kurs für Flüchtlinge und ein Erlebnistag für Flüchtlingskinder in Sankt Jost.

Ein solches Turnier lebt nicht zuletzt von seinen stillen Helfern, zum Beispiel den Ordnern, den Getränke- und Speisenverkäufern, dem Hausmeister, den Schieds- und Kampfrichtern, den Offiziellen der Veranstalter und den Zuschauern, die geahnt haben, dass dieses Fußballturnier sich von anderen abhebt und den Hauch von heiler Welt darstellt.axe

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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