Meisterfeier der Handwerkskammer Koblenz mit 1.800 Gästen in der Rhein-Mosel-Halle

636 Meisterbriefe, 636 Erfolgsgeschichten im Handwerk!

Festrednerin Ministerpräsidentin Malu Dreyer hebt Verdienste des Handwerks hervor

27.03.2017 - 09:28

Koblenz. „636 Meisterbriefe und hinter jedem steht eine Erfolgsgeschichte, die Sie geschrieben haben!“, begrüßte Kurt Krautscheid als Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz die 636 Jungmeisterinnen und Jungmeister aus 21 Gewerken. Zusammen mit ihren Familien waren sie zur Meisterfeier in die Rhein-Mosel-Halle gekommen, die mit 1.800 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt war. Als Festrednerin lobte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Handwerk als „tragende Säule des rheinland-pfälzischen Mittelstandes. Der Mittelstand bildet aus, er bringt Innovationen hervor, er ist das bodenständige Rückgrat der Wirtschaft.“ Der Meisterbrief spiele dabei eine zentrale Rolle „und wir setzen uns deutlich für ihn ein!“. Eine Anspielung auf das jüngste EU-Dienstleistungspaket, das das duale System oder auch den Meisterbrief in Frage stellte.

Malu Dreyer hob auch die Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung heraus und sprach die nächste Meistergeneration an: „Eine Ausbildung bietet zahlreiche Chancen und Perspektiven und ich motiviere Jugendliche, diesen Weg ganz bewusst einzuschlagen.“

Das Handwerk beweise täglich seine Modernität, Kreativität und auch Anpassungsfähigkeit, geht es um die Meisterung technischer oder unternehmerischer Herausforderungen. „Eine zentrale Frage der Branche ist, wo die Herausforderungen der Zukunft liegen. Und ich darf Ihnen versichern, dass die Digitalisierung im Handwerk künftig von zentraler Bedeutung sein wird“, so die Ministerpräsidentin, die der Handwerkskammer Koblenz und ihren „Meistermachern“ ein großes Lob aussprach. „Die Rahmenbedingungen sind hier besonders gut und wenn man das Miteinander von Meisterschülern, Ausbildern, Ausschüssen und Mitarbeitern sieht, bildet das in der Addition ein sehr gutes Team!“

Zusammen mit Kurt Krautscheid und Alexander Baden überreichte Malu Dreyer auf der Bühne die Meisterbriefe an die 21 Besten ihres Handwerks. Mit 368,40 von 400 erreichbaren Punkten freute Dominik Günter Gärtner aus dem bayerischen Dillingen (an der Donau) als Jahrgangsbester aller 636 Jungmeister über einen besonderen Glückwunsch der Ministerpräsidentin sowie der HwK-Spitze. Der 26-Jährige hat sein Spitzenergebnis im Dachdeckerhandwerk erreicht und konnte sich sogar über zwei Meisterbriefe freuen, die er in Koblenz entgegennahm. Im Anschluss an die bestandene Dachdeckerprüfung schloss er einen Meisterkurs als Klempner an, den er ebenfalls als Jahrgangsbester absolvierte. Zwischen beiden Meisterprüfungen freute sich Dominik Gärtner über die Geburt seiner Tochter – „es war eine unglaubliche Zeit, die ich als Handwerker und Familienmensch erlebt habe! Wirklich anstrengend und manchmal hatte ich Zweifel, das alles zu schaffen. Dass es nun das beste Prüfungsergebnis ist, habe ich nicht erwartet und bin einfach nur glücklich!“

Mit 122 Meisterbriefen in Frauenhand erreicht der aktuelle Jahrgang Rekordniveau bei der Zahl der Handwerksmeisterinnen unter allen Absolventen. „Sie fragen nicht nach einer gesetzlich geregelten Frauenquote, sondern nehmen das selbst in die Hand, werden in leitenden Positionen arbeiten oder Betriebe leiten. Wir sind stolz auf Sie!“ hob Kurt Krautscheid die Handwerksmeisterinnen heraus.

„Sie alle planen mit dem Meisterbrief und wissen, was Sie wollen: Gut ein Viertel ist bereits selbstständig, 63 Prozent können sich eine Betriebsübernahme- oder gründung vorstellen“, wurden Ergebnisse der Meisterbefragung zitiert. Mit 20 Jahren ist Maler- und Lackierermeister Leon Zimmermann aus Rhens der Jüngste, Augenoptikermeisterin Uta Werner aus Groß-Umstadt (Hessen) mit 60 Lenzen die älteste Jungmeisterin. „Der Meisterbrief ist zeitlos und nicht an ein Alter gebunden. Mit ihm verbinden sich Pläne und Perspektiven, ob mit 20 oder 60.“


Jüngste Meistergeneration wird gefeiert


Die drei besten Prüfungsergebnisse wurden mit Geldprämien im Gesamtwert von 3.000 Euro honoriert, gestiftet durch die Finanzgruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken und die Sparkassen. Die 21 besten aller Absolventen erhielten außerdem eine Powerbank. Alle 636 Meister erhielten ein Strandtuch mit dem Slogan „Das Handwerk. Mit uns liegen Sie richtig“. Der Sonderpreis der IKK Südwest, ein Wellnesswochenende für zwei Personen, ging an die beste Bäckermeisterin Tara Mona Malik aus Großholbach. Das Bäckerhandwerk ist das Gründerhandwerk der Innungskrankenkasse.

Die Meisterfeier, durch die Moderator Holger Wienpahl führte, wurde durch die Band „Brass Machine“ aus Pirmasens musikalisch umrahmt.

Bevor die Handwerkskammer zusammen mit „ihrem“ Meisterjahrgang die Feier mit kulinarischen Genüssen ausklingen ließ, lud die SIGNAL IDUNA alle frischgebackenen Handwerksmeister zum Meisterporträt-Fotoshooting ein. Durch Fotograf Herbert Piel (Boppard) wurde dieser unvergessliche Tag im Bild festgehalten.

Pressemitteilung Handwerkskammer Koblenz

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
 
Weitere Artikel

Warnschilder weisen auf erschwerte Rettungsmöglichkeiten hin

29-Jähriger ertrinkt im Riedener Waldsee

Mendig. Das herrliche Sommerwetter lockte am Samstagabend, den 24. Juni einen 29-jährigen jungen Mann, der mit seiner aus Ungarn stammenden Familie seit Kurzem in der Region wohnt, gemeinsam mit einigen Freunden zum Schwimmen an den Riedener Waldsee. mehr...

FDP Rheinbach beim Bürgerlauf

Freie Demokraten laufen für den guten Zweck

Rheinbach. Sieben Mitglieder des FDP-Stadtverbandes haben jüngst ihre Laufschuhe angeschnallt und am ersten Rheinbacher Bürgerlauf teilgenommen. Bei herrlichem Sonnenschein und noch besserer Stimmung absolvierten die Teilnehmer die Sechs-Kilometer-Strecke. Die Startgelder fließen in vollem Umfang an die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“, was alle Teilnehmer doppelt motivierte. „Politik findet eben nicht nur in den Sitzungssälen statt, sondern auch durch Engagement und Durchhaltevermögen. mehr...

Britischer Besuchstag auf dem Gymnasium Calvarienberg geht in die sechste Runde

Aufwärmübung zum Englischsprechen

Bad-Neuenahr-Ahrweiler. Auch in diesem Jahr war der Calvarienberg wieder das Ziel der SchülerInnen der Tomlinscoteschool aus Großbritannien auf ihrer alljährlichen Deutschlandreise. Bei tropischen Temperaturen verbrachten die 65 SchülerInnen mit ihren BegleiterInnen einen Schulvormittag gemeinsam mit den Klassen 6a, b und c. Obwohl ein warm-up bei den hochsommerlichen Temperaturen nun wirklich nicht... mehr...

Weitere Artikel

Juni-Fortbildung der Ahrtal-Gästeführer

Weinbau an der Ahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Gern kamen Wolfgang Dieckmann und Katja Vogel dem Wunsch der Gästeführerkollegen nach und wiederholten ihre Führung zum Thema „Reformen in der Wein-Anbau-Kultur an der Ahr“, die sie anlässlich des Weltgästeführertags durchgeführt hatten. Die Führung begann an der Römervilla und führte über den Beginn des Weinbau-Lehrpfads zunächst durch die historischen Weinbergterrassen von Walporzheim. mehr...

Benefiz-Fotoausstellung zum 90. Geburtstag der Rennstrecke dokumentiert das Geschehen am Nürburgring

Zum Geburtstag eines Mythos - Fotos einer Legende

Nürburgring. Es war die Zeit von Jochen Mass, Jochen Rindt, Rolf Stommelen und Jackie Stewart. Und es war die Zeit, in der Willi Weber das Geschehen auf und am Nürburgring auf Zelluloid bannte. „Seine Welt bestand aus klein- und mittelformatigen Szenen, die er mit sicherem Auge für Motiv, Ausschnitt und Farbe vorzugsweise durch den Sucher seiner Hasselblad oder Leica festhielt. Zwischen 1969 und 1973... mehr...

Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Ahrweiler e.V.

Buntes Sortiment im Kleiderladen Kunterbunt

Hönningen. Die „T-Shirt Tage“ im Kleiderladen Kunterbunt in der Hauptstraße 61 an der Oberahr gelten weiterhin den ganzen Juni. Man bekommt dort bis Ende des Monats drei T-Shirts zum Preis von Zwei. mehr...

Weitere Artikel

Senioren aus Sinzig besuchten die Bischofsstadt Limburg

Rheinische Spätromanik und mittelalterliche Gassen

Sinzig. 44 Senioren aus Sinzig besuchten bei sommerlichen Temperaturen die Bischofsstadt Limburg. Während der Domführung am Vormittag erfuhren die Teilnehmer viele Informationen über dieses Bauwerk der rheinischen Spätromanik. Bei einem anschließenden Spaziergang durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt konnten die wunderschön restaurierten Fachwerkhäuser, verziert mit reichen Schnitzereien, bewundert werden. mehr...

Vandalismus auf dem Friedhof

Baum angesägt

Sinzig. Ein oder mehrere Unbekannte haben einen 13 Meter hohen Feldahorn auf dem oberen Teil des Sinziger Friedhofes (Wendehammer Im Herrental) tief angesägt. Dies wurde bei der regelmäßigen Baumkontrolle festgestellt. Da Gefahr drohte, dass der Laubbaum umstürzt, musste unverzüglich eine Fachfirma mit der Fällung beauftragt werden. Der Schaden beträgt rund 3.000 Euro. Die Stadt Sinzig hat Strafanzeige gestellt. mehr...

Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz

Beseitigung von Straßenschäden

Sinzig. Die Straßenmeisterei Sinzig des Landesbetriebes Mobilität Cochem-Koblenz wird die Fahrbahnen der folgenden Straßen instand setzen: mehr...

gesucht & gefunden
Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet