Ehrungen und turnusmäßiger „Stabwechsel“ beim TuS Mayen

Klaus Jüngermann leitet nun als neuer Präsident die Geschicke

Klaus Jüngermann leitet nun
als neuer Präsident die Geschicke

Klaus Jüngermann (v.l.) ist neuer Präsident und Thomas Hürter sein Stellvertreter. Josef Brodam, Ekkehard Raab und Uwe Hoffmann wurden für besondere Leistungen geehrt und Vizepräsident Michael Dietz und Präsident Karl-Heinz Hannus aus ihren Ämtern verabschiedet. Foto: WE

22.11.2014 - 13:00

Mayen. Lange Jahre war der TuS Mayen, neben anderen klangvollen Namen mit langer Tradition, der Sportverein in Mayen schlechthin. Zehn verschiedene Abteilungen umfasste das sportliche Angebot, das sich aus den 1886 gegründeten Turnern entwickelte, bevor 1914 die Fußballer hinzukamen. Auf Fußball wird der Verein mittlerweile im heutigen Sprachgebrauch vielfach reduziert. Richtig ist das jedoch nicht, auch wenn aus dieser ehemaligen Abteilung so klangvolle Namen wie Reinhard Saftig oder Winfried Schäfer hervorgingen.

Und eben auch diese Abteilung war es, die dem Verein beinahe ein unrühmliches und vorzeitiges Ende beschert hätte. Eine Mitte der 1990er Jahre aufgedeckte finanzielle Schieflage bedurfte jahrelanger intensiver Sanierungsarbeiten, die die neun Abteilungen gesamtschuldnerisch zu tragen hatten und die ihnen vieles abverlangte. Nur die Radfahrer hatten sich rechtzeitig – jedoch noch vollkommen in Unkenntnis dieser drohenden Umstände – aus dem TuS gelöst und einen eigenen Verein gegründet. Im Rahmen der Sanierung wurde auch die Struktur des Vereins vollkommen verändert. Der Turn- und Sportverein Mayen 1886/1914 e.V. wurde dabei zu einem Verein, dessen Mitglieder Vereine sind - eben die zu eigenständigen Vereinen umgewandelten verbliebenen neun Abteilungen. Die Sanierung und Restrukturierung des Vereins wurde mit hohem persönlichem Einsatz vorangetrieben und war mit vielen negativen Erfahrungen im Umgang mit Menschen verbunden, die auch vor der Androhung beruflicher Repressalien nicht zurückschreckten.

Diese Arbeit leisteten in besonderer Weise Josef Brodam, Ekkehard Raab und Uwe Hoffmann fast bis zum Jahr 2005. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurden die drei Männer zur stetigen Erinnerung an ihren Einsatz zum Wohle des Vereins mit einer Ehrenurkunde geehrt. „Diesen drei Männern ist es vornehmlich zu verdanken“, so Präsident Karl-Heinz Hannus kurz vor der Weitergabe seines Amtes, „dass es den TuS Mayen heute noch gibt“ - und das mit den sportlichen Möglichkeiten Basketball, Fußball, Handball, Hockey, Leichtathletik, Schwimmern, Tanzen, Tennis und Turnen. Josef Brodam sagte dazu: „Wer mich kennt, der weiß, dass persönliche Ehrungen für mich nie wichtig waren, aber diese ist mir wichtig, weil der Verein mir am Herzen liegt. Ich bin froh, dass der TuS Mayen heute noch da ist“. Ekkehard Raab stimmte den Ausführungen seines Vorgängers zu, besonders auf die gemachten Erfahrungen im menschlichen Umgang.

Uwe Hoffmann, heutiger Büroleiter der Stadt, verwies auch auf die damalige Beteiligung der Stadt bei der Sanierung und erinnerte sich noch gut an zwei besonders denkwürdige Sitzungen im „Haus im Möhren“. „Ich bin froh“, so Uwe Hoffmann, „dass sich alle Vereine heute in ruhigem Fahrwasser bewegen“. Die Ehrung war nur ein Punkt der Tagesordnung, die sich vorwiegend mit Regularien befasste.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die turnusmäßig nach zwei Jahren anstehende Neuwahl des Präsidenten und seines Stellvertreters. Dazu war der Weg von den Kassenprüfern freigemacht worden, die aber heutzutage nur noch wenige Buchungsvorgänge einer kleinen Kasse zu prüfen haben. Präsident Karl-Heinz Hannus vom Hockey hatte im Vorfeld eine Klärung mit Klaus Jüngermann von der Leichtathletik vorgenommen, und der turnusmäßig so gehandhabte Übergang der Präsidentschaft war somit faktisch nur noch eine einstimmige Formsache. Ebenso ging es bei der Wahl des neuen Vizepräsidenten zu, zu dem üblicherweise der neue Präsident aus verständlichen Gründen seinen Stellvertreter aus dem „Heimatverein“ mitbringt. Ekkehard Raab hatte daher nur ein kurzes Gastspiel als Versammlungsleiter und wurde später zusammen mit Uwe Hoffmann zu Kassenprüfern für die kommenden zwei Jahre gewählt.

Auch wenn der Verein TuS Mayen 1886/1914 e.V. weitgehend nur noch repräsentative Aufgaben wahrnimmt, so ist eine davon – stets wahrgenommen vom Vizepräsidenten – in Mayen deutlich sichtbar: Gibt es Anlässe in der Stadt, bei denen Fahnenabordnungen anwesend sind, so hält der Vizepräsident die Fahne des TuS Mayen hoch.

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