BIGBIM - Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal e.V.

Betriebssicherheit im Bahnverkehr erhöhen - auch an der Mosel!

27.10.2020 - 09:14

Region. Ein schwerer Unfall im Schienengüterverkehr ereignete sich am 30. August 2020 in Niederlahnstein am Rhein. Dort sind bei einer Zugentgleisung mehr als 100.000 Liter Diesel ins Erdreich gelangt.

Durch Abtragen von Boden an der Unfallstelle konnte ein Teil des Gefahrstoffs entfernt werden. Mehrere zehntausend Liter Diesel verblieben jedoch im Erdreich und werden aller Voraussicht nach auf Generationen eine bleibende Umweltbelastung darstellen.

Auch im Moseltal ist die Durchfahrt von Güterzügen Alltag. Ungefähr 20% der täglich bis zu 70 Güterzugdurchfahrten sind Gefahrguttransporte. Regelmäßig werden explosive, giftige, boden- und wassergefährdende, hochentzündliche oder radioaktive Stoffe durch unsere Region transportiert.

Dabei gelten keine besonderen Tempolimits, auch nicht bei Ortsdurchfahrten. Der technische Zustand der Züge ist augenscheinlich oftmals sehr schlecht. Weder modernes Zugmaterial noch eine engmaschige technische Überwachung der Fahrzeuge sind im Güterzugbereich vorgeschrieben.

Das Moseltal ist eng und kurvenreich. Die Bahntrasse aus dem 19, Jahrhundert führt mitten durch Dörfer und Wasserschutzgebiete. Das gesamte Moseltal zwischen Koblenz und Schweich ist Landschaftsschutzgebiet sowie eine der schönsten und touristisch bedeutsamsten Regionen Deutschlands.

Die Sicherheit unserer Region vor einem katastrophalen Bahnunglück insbesondere mit Gefahrstoffen muss erhöht werden. Dafür erheben wir folgende Forderungen an die Politik:


A) Sofort umzusetzende Maßnahmen


1. Höchstgeschwindigkeit 70km/h für Güterzüge bei Ortsdurchfahrten und moselseitig gegenüberliegenden Ortschaften. Höchstgeschwindigkeit bei der Ortsdurchfahrt mit Gefahrgut: 50 km/h.

2. Höchstgeschwindigkeit 70 km/h für alle Gefahrguttransporte auf der Gesamtstrecke.

3. Beförderung besonders gefährdender Stoffe nur in Abstimmung mit den Einsatzkräften des Katastrophenschutzes.


B) Mittelfristige Maßnahmen


1. Die Einrichtung einer zentralen Gefahrgutmeldestelle für die Moselstrecke.

2. Die Errichtung von automatischen Messstationen zur Erfassung des Güterzugverkehrs.

3. Technische Verbesserung der Zugsicherheit: Zugführer müssen über Brände, Bremsausfälle, schadhafte Fahrzeugkomponenten während der Fahrt Informationen erhalten. Dafür müssen die Züge mit entsprechender Technik ausgerüstet werden.

4. Errichtung von Nothaltezonen außerhalb bewohnter Bereiche mit ungehinderter Zugangsmöglichkeit für Rettungskräfte.


C) Langfristige Maßnahmen


1. Austausch des rollenden Materials gegen Lokomotiven und Güterwaggons, die dem Stand technischer Möglichkeiten und Entwicklung entsprechen.

2. Beendigung des internationalen Frachttransits durch das Moseltal.

3. Erneuerung des überalterten Gleiskörpers und Unterbaus.

Überprüfung und Offenlegung der Baugenehmigung von Bahnbauwerken.*

4. Technische Aufwertung der Strecke nach Neubaustandard.

*Anmerkung zu C3: Der Gleisunterbau der Strecke 3010 Koblenz-Perl stammt noch weitgehend aus der Bauzeit ca. 1870. Es besteht die ständige Gefahr von Gleisverschiebungen und Absenkungen durch Unterspülungen sowie die Gefahr von Hangrutschungen. Entsprechend schätzen wir die Gefahr einer Zugentgleisung mit eventuell katastrophalen Folgen als überdurchschnittlich hoch ein.

Pressemitteilung BIGBIM -

Bürgerinitiative gegen

Bahnlärm im Moseltal e.V.

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juergen mueller:
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