Allgemeine Berichte | 13.03.2019, 15:23 Uhr

Quartiersbüro „Nachbarschaft Römerkanal“ und Rheinbacher Seniorenforum e.V

„Bitte klingeln. Wir helfen gerne weiter!“

Eine Funkklingel für den Rheinbacher Einzelhandel

Auch der Blumenhandel Fleurs hat inzwischen eine Funkklingel an ihrem Ladengeschäft angebracht. (v.l.n.r.) Renate Jorke, Familie Wilkens und Henning Horn des Rheinbacher Seniorenforums setzen sich aktiv für eine inklusive Stadt ein. Foto: privat
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Rheinbach. „Unsere Innenstadt ist nicht barrierefrei!“, so die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der „Bürgerwerkstatt Rheinbach gestalten“, die im Mai 2018 durch das Quartiersbüro „Nachbarschaft Römerkanal“ initiiert wurde. Schnell fand sich eine Gruppe engagierter Menschen, die sich bereit erklärten, die Innenstadt insbesondere die Ladenlokale gründlich auf Barrierefreiheit zu prüfen. Im Rahmen von zwei Quartiersbegehungen in Kooperation mit vielen Engagierten, dem Rheinbacher Seniorenforum e.V., dem VDK Ortsverband Rheinbach, der Ergopraxis Marx und der Verkehrswacht Rhein-Sieg wurde mit einem Großteil der Einzelhändler in Rheinbach über barrierefreie Maßnahmen in den Eingangsbereichen der Ladengeschäfte gesprochen. Ein Großteil der Ladenlokale verfügt über Stufen, sodass RollatorfahrerInnen sowie Rollstuhl- oder ElektromobilfahrerInnen der Zugang deutlich erschwert wird oder sogar nicht möglich ist. Denn bereits eine Stufe kann für einen Menschen zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Eine Stufe, die in vielen Fällen darüber entscheidet, ob Menschen ein selbstbestimmtes Einkaufen möglich ist oder nicht. Und nun, wenn ein Umbau für viele Ladenlokalbetreiber gar nicht möglich ist? Inzwischen erprobt hat sich in einigen Städten ein einfaches Funkklingelsystem, um seinen Hilfebedarf durch Klingeln anzumelden. Eine Funkklingel ist nicht zu verwechseln mit dem Label „barrierefrei“, aber stellt dennoch ein Hilfsmittel dar, um eine Stufe mit Unterstützung zu überwinden. Darüber hinaus besteht durch ein Klingelsystem die Möglichkeit, seinen Hilfebedarf in einem angemessenen und akzeptierten Rahmen anzumelden. Denn nicht jeder Betroffene, der eine helfende Hand benötigt, hat den Mut an eine Scheibe zu klopfen, um auf sich aufmerksam zu machen. Altert eine Gesellschaft, muss sich das Umfeld Schritt für Schritt den Gegebenheiten anpassen, sodass dieses auch lebenswert bleibt. Das bedeutet ein Hineindenken in älter werdende Bürgerinnen und Bürger, um bedarfsgerechte Veränderungen anzustoßen. Bereits 28 Einzelhändler in Rheinbach haben bisher gute Erfahrungen mit dem System gemacht. Insbesondere die älteren Kundinnen und Kunden werden immer wieder auf die Klingel aufmerksam gemacht, sodass die Scheu, diese zu nutzen langsam schwindet. Besonders erwähnenswert sind alle Einzelhändler, die den Mut haben, dieser Idee eine Chance zu geben. Das Funkklingelsystem besteht aus einem einfachen Sender und Empfänger. Bei dem Sender handelt es sich um einen Klingelknopf, der batterielos funktioniert. Das Gegenstück des drahtlosen Klingelknopfes stellt der Empfänger dar; ein Netzteil, das lediglich in eine nahegelegene Steckdose gesteckt wird und einen Gong beim Bedienen des Senders erzeugt. Die Funkklingel kann über das Quartiersbüro „Nachbarschaft Römerkanal“ zum Selbstkostenpreis unter funkklingel@haus-am-roemerkanal.de bestellt werden. Für Rückfragen steht das Quartiersbüro gerne unter Tel. (0 22 26) 16 99 15 zur Verfügung. Pressemitteilung

Quartiersbüro „Nachbarschaft

Römerkanal“ und Rheinbacher

Seniorenforum e.V

Auch der Blumenhandel Fleurs hat inzwischen eine Funkklingel an ihrem Ladengeschäft angebracht. (v.l.n.r.) Renate Jorke, Familie Wilkens und Henning Horn des Rheinbacher Seniorenforums setzen sich aktiv für eine inklusive Stadt ein. Foto: privat

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