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Ehrenamtliche Hausbesuche in der Grafschaft

Dr. Rainer Böhm als Berater und Lotse aktiv

Dr. Rainer Böhm
als Berater und Lotse aktiv

Dringliche Termine vereinbart Dr. Rainer Böhm für seine Patienten direkt bei seinen Kollegen. Foto: Gemeinde Grafschaft/Elisabeth Prange

12.02.2019 - 09:20

Grafschaft. Arzt im Ruhestand? Sicherlich keine Bezeichnung, die auf Dr. Rainer Böhm zutrifft. Seit knapp zwei Jahren kümmert er sich ehrenamtlich um medizinische Notfälle und unzureichend vorsorgte Patientinnen und Patienten in der Gemeinde Grafschaft. Waren es im Ursprung Flüchtlinge und Asylanten, die als erste Anlaufstelle in die Praxis im Keller des Rathauses kamen, konzentriert sich Böhm aktuell auch im Rahmen des von der Caritas geleiteten Projektes „Älterwerden in der Grafschaft“ auf hilfsbedürftige Seniorinnen und Senioren.

Dr. Böhm leitet seine Patienten als fachkundiger Lotse nach Untersuchung und Erstversorgung an entsprechende Fachkollegen weiter. In der Regel greift er dann auch selber zum Hörer, um dringliche Termine bei den Kollegen selber zu vereinbaren. Mit zweckmäßiger Einrichtung ist die kleine Praxis für eine medizinische Erstversorgung ausgestattet. Mit Bildern seines Hundes auf der Fensterbank und einem kleinen Kreuz an der Wand verleiht Böhm dem Raum seine persönliche Note. Akzeptanz und Vertrauen verschafft sich der Mediziner, dessen Markenzeichen die lackierten Fingernägel sind, durch seine ruhige, freundliche und humorige Art. Schnell merken die Patienten in der Praxis, dass dort alles ganz unkompliziert zugeht. Der rührige Arzt ist nämlich auch seine eigene Sprechstundenhilfe. Standesdünkel - komplette Fehlanzeige beim 73-Jährigen, der ganz selbstverständlich das Inventar und die Krankenakten selber verwaltet. Auch die sprachliche Verständigung läuft unproblematisch. Ein visuelles deutsch-arabisches Wörterbuch mit medizinischen Abbildungen sowie bei Bedarf eine Mitarbeiterin des Rathauses unterstützen bei notwendigen Erklärungen. Häufigste Beschwerden sind Knochen- und Gelenkschmerzen sowie Magen-Darm-Probleme.

Neben seiner Praxistätigkeit packt der Doktor inzwischen auch seinen roten Rucksack für Hausbesuche in der Grafschaft. Einhundert solcher Visiten zählt seine Statistik inzwischen. Erschrocken zeigt sich der langjährige Mediziner über die enorm große Anzahl von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen einen dringend notwendigen Arztbesuch scheuen. In diesen Fällen leistet Böhm ausführliche Aufklärungsarbeit, legt medizinische Zusammenhänge verständlich dar und motiviert die Betreffenden zur erforderlichen Behandlung bei einem Facharzt. Für diese Beratungs- und Lotsenfunktion steht Böhm im Austausch mit dem Caritasverband Ahrweiler und der Gemeindeverwaltung. Bürgermeister Achim Juchem ist froh und dankbar für das ehrenamtliche Engagement des Mediziners aus Lantershofen. „Dr. Böhm ist ein großer Glücksfall für uns alle. Er nimmt Anteil am Schicksal seiner Patienten und übernimmt nachhaltig Verantwortung für deren Gesundheit. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich und verdient höchste Anerkennung“, erklärt Juchem.

Auch nach seiner 45-jährigen Berufsphase als niedergelassener Arzt und Hautarzt ist es Böhm immer noch wichtig, von seinen Patienten zu lernen. Sein Ziel ist es, seinen schon reichen Erfahrungsschatz ständig zu erweitern. „All dieses Wissen kann ich in die ganzheitliche Behandlung der nächsten Patienten stecken“, so Böhms Erläuterung.

Motivation und Erfüllung gleichzeitig ist auch die Vielfalt an Patienten, die er nun in seiner ehrenamtlichen Praxis erlebt. Zudem schöpft er alle Möglichkeiten aus, die sich ihm ohne jeglichen Kassenzwang im Umgang mit den Patienten bieten. Und im Gegensatz zu seiner früheren beruflichen Tätigkeit steht er heute nicht mehr unter Zeitdruck. Behandelte er seinerzeit oftmals über hundert Patienten pro Tag, kann er sich heute jedem einzelnen Patienten auch mal entspannt eine Stunde lang widmen. „Die Hinwendung zum Menschen, die in der heutigen Gesellschaft oft nicht mehr gegeben ist, kann ich ausleben“, stellt Böhm fest und lehnt sich zufrieden lächelnd zurück. Von Hektik keine Spur.

Die Sprechzeiten sind montags von 9 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr. Wenn der Montag ein Feiertag ist, verschiebt sich die Öffnungszeit in der betreffenden Woche auf den folgenden Donnerstag. Telefonisch erreicht man die Praxis während der Öffnungszeiten unter Tel.: (0 26 41) 80 07 69 sowie per E-Mail unter rainer.boehm@gemeinde-grafschaft.de.

Pressemitteilung

der Gemeinde Grafschaft

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Heiner Kuhlmann:
Ist der Vorname des Täters bekannt? Danke.
juergen mueller:
Herr Schupp,wie kommen Sie darauf,dass man gerade Sie in einen direkten Vergleich mit den "Dosen-Politikern" gestellt habe?Seien Sie doch einfach nur froh,dass Ihr Konterfei nicht auf einer Dose war.Das hätte die Berechtigung zu einer Anzeige sein können.Meine Oma hat immer gesagt:"Getroffene Hunde bellen".Ich an Ihrer Stelle hätte mir nicht entgehen lassen,den ersten Ball zu werfen - nicht auf den Mann mit dem Schnorres,denn der ist ja tot. Machen sie doch lieber ernsthafte Politik,als diese anderen zu empfehlen und schauen sich einmal "Verstehen Sie Spaß" an.
Antje Schulz:
Der Kommentar von K. Schmidt muß richtig gestellt werden. Die AfD hatte bei der Kreistagswahl nicht rund 350.000 Wähler, sondern rund 350.000 Stimmen. Jeder Wähler konnte bei Kreistagswahl bis zu 50 Stimmen vergeben. Im Bundesdurchschnitt liegt die AfD momentan bei etwa 13 Prozent. Da sind 7,4 Prozent für die AfD bei der Kreistagswahl Mayen-Koblenz nunmal weiter unter Schnitt. Das heißt, daß die Wähler im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Arbeit der AfD nicht besonders zufrieden sind, jedenfalls weit weniger als im Bundesdurchschnitt. Und das liegt auch an der schlechten Arbeit von Uwe Junge.
K. Schmidt:
Das Argument, alle Wahlen in der Konstitution sind vorher abgesprochen, soll deshalb nicht ziehen, weil auch die meisten anderen Beschlüsse vorher abgesprochen und somit nur noch abzunicken sind? Und Junge soll man einfach nicht ernst zunehmen? Als Vorsitzender der drittstärksten Landtagsfraktion? Leute, genau so hält man dieses politische Krankheitssymptom am Leben, genau so wird man die Afd nicht wieder los. Bekämpft sie doch endlich mit vernünftiger Politik, nicht mit solch dilettantischen Quengeleien. Selbst die 350.000 Wähler bei der Kreistagswahl hat die AfD sich nicht selbst gewonnen, sondern die haben die anderen Parteien verloren. Warum versucht denn keiner, die zurück zu gewinnen? Das lässt sich so auf alle Ebenen übertragen. Man kann es nicht verstehen.
Antje Schulz:
Uwe Junge ist kein ernst zu nehmender Politiker.
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