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Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Werner Lindecken in Niederwambach

Evangelische Kirche verabschiedete einen „wortgewaltigen“ Prediger

Der Seelsorger war zuständig unter anderem für Steimel und Niederwambach

12.11.2019 - 08:57

Niederwambach. In der evangelischen Kirche fand am Sonntagnachmittag der Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Werner Lindecken statt, der 19 Jahre überwiegend hier als Seelsorger gewirkt hat. Unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde Puderbach war Pfarrer Lindecken zuständig für Alberthofen, Ascheid, Breibach, Brubbach, Lahrbach, Neitzert, Niederwambach, Ratzert, Sensenbach, Seyen, Steimel, Udert, Döttesfeld, Oberähren, Breitscheid und Bauscheid.

Werner Lindecken, geboren 1955, war lange Zeit Pfarrer in Köln und wirkte seit dem 1.10.2000 in Niederwambach. In seine Zeit fiel der Umbau des Gemeindehauses Niederwambach, den er begleitete und an dem sich die Ortsgemeinde Niederwambach mangels eines eigenen Bürgerhauses beteiligte.

Werner Lindecken war Vorsitzender im Ökumene-Ausschuss und leitete zeitweise den Vorsitz im Presbyterium der Kirchengemeinde Puderbach.

Bekannt und beliebt ist Pfarrer Lindecken für Predigten mit aktuellen Bezügen: Gesellschaft, Politik und menschliches Miteinander waren gern gehörte Themen. Seine Mitarbeiter, Mitglieder des Presbyteriums und die Mitglieder der Kirchengemeinde bescheinigen Werner Lindecken, ein guter Zuhörer für die Gemeindeglieder gewesen zu sein, die seine Hilfe suchten. Auf seine Initiative wurden die Neujahrsempfänge zu einem festen Programmpunkt am Jahresanfang. Hier brillierte er als Schauspieler, z.B. in zahlreichen Loriot-Sketchen oder wie zuletzt im Didi-Hallervorden-Sketch „Die Kuh Elsa“. Unvergesslich bleibt der Klassiker „Kanne oder Kännchen“.

Beim Abschiedsgottesdienst am Sonntagnachmittag in der evangelischen Kirche Niederwambach waren alle Plätze besetzt. Außer den Mitgliedern der Kirchengemeinde selbst waren viele Repräsentanten aus den Gemeindeverwaltungen der Region und befreundeter Kirchengemeinden gekommen. Pfarrer Lindecken selbst predigte zu einem Thema auf der Basis eines Märchens der Gebrüder Grimm. Darin ging es um schädlichen Überfluss und glücklich machende Bescheidenheit.

Der Gottesdienst war sehr musikalisch geprägt durch Gesang und Instrumentalmusik. Der Gemischte Chor Steimel wirkte mit, der Kirchenchor Niederwambach und der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Urbach. Manche Beiträge wurden mit frenetischem Applaus bedacht.

Am Ende der Andacht blieb noch Zeit für einige Grußworte von Weggefährten Werner Lindeckens aus dem Kirchenleben, der Politik und Vereinen. Er habe die Gemeinde behütet und gepflegt. Gewürdigt wurden seine seelsorgerischen und organisatorischen Leistungen für die Gemeinde. Es bleibe im Kopf und im Herzen, was die Gläubigen mit Pfarrer Lindecken geteilt haben. Die Kirchengemeinde und das Presbyterium dankten ihm dafür und wünschten ihm Gottes Segen für seinen neuen Lebensabschnitt.

Klarheit und Deutlichkeit wurden ihm vom Sprecher des Presbyteriums bescheinigt. Er wünschte ihm Gesundheit und Zufriedenheit in der jetzt vor ihm liegenden Zeit. Auch VG-Bürgermeister Volker Mendel richtete ein paar Worte an die Teilnehmer der Abschiedsfeier. Für Volker Mendel war dies ein auch aus anderen Gründen sehr besonderer Tag, denn er stand - als einziger Kandidat - zur Wiederwahl als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Puderbach an. An Werner Lindecken gerichtet sagte er: „Sie haben maßgeblich die Geschicke dieser Kirchengemeinde mitgestaltet und die Menschen in allen Lebenslagen begleitet. Von ihren Ansprachen und Predigten war ich persönlich immer sehr angetan. Es tat gut, Ihnen zuzuhören. Sie waren immer aufrichtig, pathetisch und empathisch. Dafür danke ich Ihnen!“

Von der katholischen Gemeinde in Dierdorf sprach Pfarrer Thomas Corsten die Dankesrede an den Kollegen Lindecken. Er nannte ihn einen „wortgewaltigen Prediger“. Er bedanke sich für die gute ökumenische Zusammenarbeit.

Über die Frage der Nachbesetzung der frei gewordenen Pfarrstelle gab es an dem Tag der Abschiedsfeier noch keine Informationen.

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Kommentare
Stulle:
Da wohnt dich weit und breit keiner Ich respektiere die Arbeit der Polizei aber bei den locker mehr wie 300 Leuten die da waren gab es 20 die Radau machen. Und seien wir mal ehrlich gibt es keine wichtigeren Aufgaben für die Polizei? Vor Ort lief alles ganz gesittet und entspannt ab
Ihr Name 2:
Welche Ruhestörungsmeldungen hätten die Anwohner da bitte mitbekommen sollen... Der Platz wurde extra gewählt, da er MITTEN im Industriegebiet von Mülheim Kärlich liegt und dort niemand gestört wird. Ausserdem wird hier wieder viel zu viel Hetzerei gegen die vermeintliche, ach so asoziale Tuninggemeinde betrieben. Die vorherigen Treffen, die jedes Wochenende statt gefunden haben und bei denen ebenso Polizeiliche Streifen anwesend waren (jedoch wurde nichts gesagt weil alles i.O. und im Rahmen war), werden hier total ausser Acht gelassen. Ich bitte um eine objektivere Haltung gegenüber solcher Fälle. Das einzige was die Leute dort leider wirklich nicht hinbekommen, ist die Müllentsorgung und das ist wirklich schade....
Ihr Name:
Pfff absolut dumm.... Und wie hier wieder über die Leute abgelästert wird. Ihr habt se doch echt nicht mehr ale
Wally Karl:
Ich begrüße Nachhaltigkeit an Schulen besonders dann, wenn sie sich mit der dauerhaften Konservierung von erlerntem Wissen beschäftigt. Bei den Berufseinsteigern der letzten Jahre war dies nicht mal mehr Durchschnitt. Eine Bildungspolitik die ständig für die Ausbildung in Handwerk und kaufm. Berufen wirbt, kann nicht ein Übermaß an Unterrichtseinheiten für Recycling, Mulltrennung und Energieeinsparung vertrödeln.

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Wally Karl:
Gott sei Dank ist dieser Wahnsinn vorbei, Kleinstbeträge per Karte zu bezahlen.
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