Allgemeine Berichte | 12.04.2017

Ökumenische Hospizgruppe e. V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal

„Man braucht nur einen Menschen, aber den braucht man sehr“

Vorstand wurde neu gewählt - Kurt Surges gab stellvertretenden Vorsitz ab

Vorne: Pastor Eschweiler, Fr. Dr. Federau, Hr. Surges, Fr. Glössner, Fr. v. Gadow, Fr. Schwerdtfeger, Hr. Stroth. Hinten: Hr. Engels, Dr. Göttlich, Fr. Matern, Prof. Dr. Radbruch, Superintendent Mölleken, Hr. Engler, Hr. Bayer. privat

Meckenheim. Vergangene Woche wählten die Mitglieder der Ökumenischen Hospizgruppe e. V. einen neuen Vorstand. Zum Auftakt in der Christus-Kirche in Meckenheim, zitierte der Vorsitzende Prof. Dr. Lukas Radbruch Macha Kalekó mit: „Man braucht nur eine Insel. Man braucht nur eine Insel allein im weiten Meer. Man braucht nur einen Menschen, aber den braucht man sehr.“ Oft ist das die entscheidende Erfahrung in stürmischen Zeiten – einen Menschen an seiner Seite zu haben. Ohne all die Menschen, die die Hospizarbeit in der Region durch Ehrenamt und Mitgliedschaft unterstützen, wären sehr viele Menschen in schwierigen Zeiten allein geblieben. Zurzeit stehen 46 SterbebegleiterInnen für den Einsatz bereit, die aktuell 21 Menschen in ihrem häuslichen Umfeld begleiten. Im Sommer kommen weitere 14 hinzu, die dann ihre circa einjährige Qualifizierung abgeschlossen haben. Obwohl mit circa 360 Mitgliedern ein recht kleiner Verein, schafft er über das Jahr ein großes Engagement, wie der Rückblick auf die vielen Aktivitäten klarmachte. Trotzdem sind die Spenden gesunken. Aber die wirtschaftliche Lage des Vereins ist stabil, da durch das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung auch die ambulanten Hospizdienste vermehrt Zuschüsse erhalten. Nach dem Geschäftsbericht und dem Bericht der Kassenprüfer, stand dann die Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer an. Die fünfte Amtsperiode des ging zu Ende. Wie nicht anders zu erwarten wurde Prof. Dr. Lukas Radbruch (Direktor der Klinik für Palliativmedizin Uni-Bonn, Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin) als Vorsitzender der Ökumenischen Hospizgruppe e. V. bestätigt. Unter seinem Vorsitz und seiner fachlichen Kompetenz als Palliativmediziner, sowie dem unermüdlichen Tun seines Stellvertreters Kurt Surges, hat der Verein gewaltige Fortschritte gemacht und seine „Aufbauphase“ abgeschlossen. „Die Waldwege sind festgetreten – die Autobahn muss nun jemand anderes bauen“ sagte Kurt Surges, der sich nach 15 Jahren nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender zur Verfügung stellte. Aber nach so langer Verbundenheit und in Besitz eines unglaublichen Wissensschatzes, stellte er sich als Beisitzer zu Wahl. „Das operative Geschäft in andere Hände geben, aber mein Wissen zur Verfügung stellen“, das konnte er sich für die nächste Periode doch noch sehr gut vorstellen. Dieter Engels, der schon einige Zeit von Kurt Surges „an die Hand“ genommen worden war, wurde als neuer erster stellvertretender Vorsitzender gewählt. Den gleichen Weg wie Kurt Surges, ging auch Christine von Gadow, die bisher die zweite stellvertretende Vorsitzende war. Manfred Engler wurde als neues Mitglied nun in diese Position gewählt. Frau v. Gadow stellte sich als Beisitzerin zur Wahl, um weiterhin hauptsächlich die Öffentlichkeitsarbeit in Meckenheim voranzutreiben. Dabei wurde und wird sie unterstützt von Elisabeth Schlösser-Lückenbach, der bisherigen stellvertretenden Schatzmeisterin, die sich auch nicht ganz von der Vereinsarbeit trennen konnte und nun gemeinsam mit Herrn Backes als Kassenprüferin fungieren wird, da Frau von Hahn nicht zur Wiederwahl stand. Die Aufgaben von Frau Schlösser-Lückenbach wird nun Christel Schwerdtfeger übernehmen, die bisher als ehrenamtliche Sterbebegleiterin im Verein wirkte. Hajo Bayer wurde wieder einmal als Schatzmeister bestätigt und wird weiterhin auf die Finanzen achten. Die Schriftführerin Regina Lucas gab den Stab an Monika Matern ab, die bereits seit einiger Zeit die Pressearbeit für den Verein macht. Als Beisitzer kam Erwin Stroth hinzu, der sich kompetent um die Homepage und alle technischen Themen kümmert. Die bisherigen Beisitzer Pastor Michael Eschweiler, Superintendent Mathias Mölleken, Pfarrerin Claudia Müller-Bück, Dr. Peter Claus Göttlich, Waltraud Glössner und Dr. Kristina Federau waren bereit, weiterhin ihre speziellen Kompetenzen in die Hospizarbeit einzubringen und wurden allesamt wiedergewählt. Somit sind im Vorstand wieder Mitglieder aus Rheinbach, Meckenheim und Swisttal vertreten. Ohne Kurt Surges als „Kümmerer“ für alle Belange, geht der Verein in eine neue Zeit. Es gilt, seine Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen. Aber da sind sich alle einig: Gemeinsam schafft man das.

Vorne: Pastor Eschweiler, Fr. Dr. Federau, Hr. Surges, Fr. Glössner, Fr. v. Gadow, Fr. Schwerdtfeger, Hr. Stroth. Hinten: Hr. Engels, Dr. Göttlich, Fr. Matern, Prof. Dr. Radbruch, Superintendent Mölleken, Hr. Engler, Hr. Bayer. Foto: privat

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