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In fünf Monaten schaut Rheinland-Pfalz wieder auf Andernach

Vorbereitungen zum 36. Landesfest sind in vollem Gange

Rheinland-Pfalz-Tag vom 19. bis 21. Juni in der Bäckerjungenstadt

21.01.2020 - 07:30

Andernach. Seit 1984 wird der Rheinland-Pfalz-Tag (nachfolgend: RLP-Tag) jährlich jeweils in einer anderen Stadt des Landes ausgerichtet. Der 36. seiner Art wird vom 19. bis 21. Juni in Andernach stattfinden. Die Bäckerjungenstadt setzt diesmal mit ihrem einzigartigen Projekt „Essbare Stadt“ den thematischen Schwerpunkt.

Das siebtgrößte Bundesland war bereits im Jahr 1996 hier zu Gast. Viele der über 250 Besucherinnen und Besucher der Auftaktveranstaltung zum RLP-Tag mögen daher womöglich durch ihre damals in der Bäckerjungenstadt gewonnenen eigenen Eindrücke vom Top-Event des Landes bereits mehr Vorfreude in sich tragen, als es der kurze Imagefilm zu Beginn des Kick-off zu übertragen vermochte. Die für die Durchführung des Rheinland-Pfalz-Tages Verantwortlichen gaben am vergangenen Donnerstag in der Mittelrheinhalle erste Informationen zu dem in fünf Monaten stattfindenden Landesfest.


Zuschauerzahl im sechsstelligen Bereich


Stadtchef Achim Hütten, der bereits zum RLP-Tag 1996 in der Verantwortung als Andernacher Oberbürgermeister stand, möchte mit dieser Veranstaltung „Lust machen, nach Andernach zu kommen“. Mit Blick auf das damalige Landesfest stellte er fest: „Heute werden andere Anforderungen, insbesondere an die Sicherheit eines RLP-Tages, gestellt.“

Die Größenordnung des Zuschauerzuspruchs dieser mehrtägigen Veranstaltung liegt immer noch im sechsstelligen Bereich. „Wir werden dafür Sorge tragen, dass wir in Andernach 150.000 Gäste empfangen können“, versprach der OB, der sich davon überzeugt zeigte, dass ein RLP-Tag dazu beitragen kann, eine Stadt auch für Firmenniederlassungen attraktiver zu machen.


Möglichst regenerative Energieversorgung


„Wir werden ein Stück weit die essbare Stadt und unsere Erfahrungen damit präsentieren“, so Hütten. Außerdem wolle man durch nachhaltiges Auftreten die durch das erhöhte PKW-Aufkommen bedingte CO2-Belastung an den Veranstaltungstagen kompensieren. Dazu würde zum Beispiel ein vernünftiges Verkehrskonzept mit Park & Ride und die möglichst regenerative Energieversorgung der Bühnen beitragen. Die Bahn AG habe zugesagt, mit dem Zug anreisenden Besuchern einen bis dahin „aufgehübschten“ Andernacher Bahnhof zu präsentieren.


Auf dem Weg zur klimaneutralen Großveranstaltung


Der Leiter der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, dankte der Stadtverwaltung, den städtischen Gremien und Gesellschaften für die Bereitschaft zur Ausrichtung des RLP-Tages, der seiner Heimatstadt Andernach die Möglichkeit biete, die eigenen Stärken herauszustellen. Mit dem diesjährigen RLP-Tag wage man mit verschiedenen Änderungen den ersten Schritt zu einer klimaneutralen Großveranstaltung.

Hoch zeigte sich erfreut, dass wieder bewährte Medienpartner wie zum Beispiel Radio- und Fernsehsender mit dabei sind. Ende April würde die Landesregierung hierzu nähere Informationen geben. Dann werden auch die auf dem Landesfest vorgesehenen musikalischen Top-Acts und die weiteren Acts bekannt gegeben.


Landesregierung wird anwesend sein


Das Projektteam „RLP-Tag“ (Leitung: Hannes Mager, Stadtverwaltung) stellte in groben Zügen seine Aufgaben und seinen Planungsstand vor. Hier die wesentlichen Informationen der Arbeitskreise, die aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatskanzlei, der Stadtverwaltung Andernach und Andernach.net bestehen: Die Landesregierung wird an den Festtagen in Andernach verweilen und dort sozusagen als „Landesregierung zum Anfassen“ den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern suchen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die sich im Goldenen Buch der Stadt verewigen wird, nimmt vor Ort nicht nur fixe Termine wahr, sie wird unter anderem auch ehrenamtlich engagierte Jugendliche des Landes empfangen und mit ihrem Kabinett am ökumenischen Gottesdienst im Mariendom teilnehmen.


Veranstaltungsgelände in der Altstadt


Die Grobplanung für die Veranstaltungselemente, die Aktionsflächen, die Verkehrsregelung und die Sicherheit steht und wird in den kommenden Wochen konkretisiert. Zahlreiche Unternehmen haben zudem bereits ihre Unterstützung zugesagt. Natürlich freuen sich die Verantwortlichen über weitere Sponsoren. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung stellt für die Sicherheitsbehörden eine große Herausforderung dar. Die Koordination der erforderlichen Maßnahmen liegt im Arbeitskreis „Sicherheit“ in erfahrenen Händen. Das Veranstaltungsgelände in der Altstadt ist inzwischen grob skizziert, seine Infrastruktur (unter anderem Strom, Wasser, Internet, Entsorgung, Toiletten, Müll) in der Abstimmung.

Für Andernachs Stadtkämmerei war es keine leichte Aufgabe, den zu erwartenden Kostenaufwand schon weit im Vorfeld mit großer Sorgfalt zu planen. Ein intensives Finanz-Controlling soll in den kommenden Monaten sicherstellen, dass der Kostenrahmen möglichst eingehalten wird.


Anmeldung als Volunteer bis zum 31. März


Wer Interesse daran hat, dabei mitzuwirken, dass sich Andernach auch zum Rheinland-Pfalz-Tag als freundliche, offene Gemeinschaft präsentiert und die zahlreichen Gäste entsprechend empfängt, ist eingeladen, als Volunteer (Freiwilliger) zu einem Teil des Landesfestes zu werden. Bis zum 31. März nimmt das Projektbüro noch Meldungen entgegen unter Tel. (0 26 32) 92 22 84 oder via E-Mail an rheinland-pfalz-Tag@andernach.de (Mindestalter 16 Jahre).

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Kommentare
juergen mueller:
Nein,alte Ratsbeschlüsse gelten nicht mehr wie man sieht.Und vergessen wurde nichts.Was 2008 mit großer Mehrheit abgesegnet wurde hat Grün-Rot-Rot mit knapper Mehrheit nun durchgesetzt.Was 2008 im Guten nicht funktionierte drückt man jetzt mit elektrischen Pollern durch.Die Folgen einer Sperrung hat man weder 2008 noch jetzt durchdacht.Kurios ist,dass ehemals politische Befürworter dieser Maßnahme nun plötzlich eine andere Haltung einnehmen u.hierfür offensichtlich Jahre gebraucht haben.Davon abgesehen,auch was bereits beschlossen wurde,schließt nachträgliche Einwände/Kritik nicht einfach aus.
Ansgar Hasselberg:
Pro Sperrung Clemensstraße: Gelten alte Ratsbeschlüsse nicht mehr? Es ist interessant, welche Halbwertszeit Ratsbeschlüsse zu haben scheinen. In der Stadtratssitzung vom 6. Februar haben drei Ratsfraktionen den Antrag gestellt, zur Aufwertung der City die Clemensstraße im Bereich zwischen Casinostraße und Görgenstraße in der Zeit von 9:00 Uhr bis 19: Uhr zu sperren. Der Antrag ist mit einer knappen Mehrheit positiv beschieden worden, was naturgemäß und legitimerweise die Kritiker dieser Maßnahme auf den Plan ruft. Völlig vergessen worden ist bei den teils vehementen Kritikern aber, dass es bereits einen gültigen Ratsbeschluss gibt, der genau dem Inhalt des jetzigen Antrages entspricht! Im Jahr 2008 nämlich hat der damalige Rat mit großer Mehrheit die Sperrung der Clemensstraße für den Autoverkehr abgesegnet. Somit stellt sich die Frage nach der Berechtigung der aktuellen Empörung für eine Maßnahme, die eigentlich bereits seit über elf Jahren beschlossene Sache ist. Sperrung der Cleme
juergen mueller:
Ausgerechnet Herr Biebricher/CDU redet von Scheuklappenpolitik, etwas,was er doch selbst praktiziert. Wofür immer ein Gutachten? Ohne externe Beratung/Hilfe geht`s wohl nicht? Wie wäre es,wenn man sich einmal selbst "intensiv" mit einem Problem,auch jetzt mit diesem,beschäftigen würde?Gesunder Menschenverstand ist offensichtlich in der Politik nicht gefragt u.überlässt das Denken lieber anderen.Aber,was nicht gefordert bzw. gefördert wird,führt unweigerlich zu einem Substanzverlust desselben,der bei einigen schon ein erschreckendes Ausmaß angenommen hat.
Siegfried Kowallek:
Helmut Gelhardt trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn Martin Hahn dereinst selbstkritisch die Bilanz seines politischen Lebens ziehen wird, wird er zähneknirschend einräumen, dass sein größter Makel gewesen ist, dass er und seine CDU sich von den Grünen in der Sache Seemann über den Tisch ziehen ließen. Siegfried Kowallek, Neuwied
Dietmar Rieth :
Der Einschätzung, dem Kommentar und der Schlußfolgerung von Herrn Gelhardt kann ich nur voll zustimnmen. Weitere öffentlich benannte Gründe sprechen ebenfalls für diese Einschätzung und die getätigte Aussage mit Aufforderung an den OB zur Aussetzung des Ratsbeschlusses. Dietmar Rieth, ehemaliger Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Neuwied
Helmut Gelhardt:
Herr Seemann ist für die für IHN vorgesehene Position/haupt- amtliche Beigeordnetenstelle objektiv nicht angemessen geeignet.Sollte es den Tatsachen entsprechen, dass gerade Herr Seemann den Ausschreibungstext für diese Beigeordnetenstelle mitentworfen hat(und im Stadtrat "die recht offene Formulierung" rechtfertigte),so ist dies keine Kuriosität mehr,sondern entspricht dem Wesen einer Bananenrepublik und liegt in der politischen Verantwortung der Papaya-Koalition aus CDU / Bündnis 90/Die Grünen / FWG.Bündnis 90/Die Grünen, die VOR der Kommunalwahl mit tendenziell richtigen Zielen angetreten waren, haben sich durch DIESE Beigeordnetenwahl selbst politisch grob beschädigt!Dass die übergroße Mehrheit der CDU-Fraktion unter der Führung von Herrn Martin Hahn und die FWG dieses beschämende Spiel jedenfalls zugelassen haben, zeugt nicht von Seriosität.Es spricht gemeindeverfassungsrechtlich sehr Gewichtiges dafür, dass diese Beigeordnetenwahl rechtlich angreifbar ist.Der OB sollte aussetzen!
juergen mueller:
Das mit dem "genauen" Beobachten kommt/kam doch zu spät.Einsicht kommt immer dann,wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.Fakt ist,dass die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat,besetzt mit OB Langner u. Mitglieder des Stadtrates von CDU/Grüne offensichtlich "ver/geschlafen" hat (bis natürlich auf die Tandiemen,die man für seine "Nebenfunktion" erhält).3 Millionen als (Steuergeld-) Darlehen sind kein Peanuts,Geld was der Stadt erst einmal verloren geht u.das Risiko in sich birgt,dass diese komplett in den Sand gesetzt sind.Auf dieses immerwährend nach aussen hin gepredigte positiv Sehen u.um Vertrauen heischende Gerede gebe ich schon lange nichts mehr,dafür haben die Vergangenheit u.Vergangenes gesorgt.
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