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Jubiläumsfilm 200 Jahre Kreis Ahrweiler vorgestellt

Zeitreise durch die Kreisgeschichte mit einem starken Hauch von Hollywood

Der Amtsbote aus Bronze wird lebendig und spielt die Hauptrolle in dem 15-minütigen Animationsfilm

Zeitreise durch die Kreisgeschichte mit einem starken Hauch von Hollywood

Sie stehen hinter dem Jubiläumsfilm: „200 Jahre Kreis Ahrweiler. Eine Zeitreise.“ (von links): Produzent André Weber, Kreisarchivar Leonhard Janta, Kreissprecher Jürgen Kempenich und Landrat Dr. Jürgen Pföhler und natürlich der Amtsbote aus Bronze. Foto: JOST

05.11.2016 - 14:00

Kreis Ahrweiler. Ein Hauch von Hollywood weht durch die ehrwürdigen Hallen der Kreisverwaltung Ahrweiler. Einen solch gelungenen Jubiläumsfilm, wie ihn Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt offiziell vorstellte, sieht man wirklich nicht alle Tage. Im Kurzfilm „200 Jahre Kreis Ahrweiler. Eine Zeitreise“ wird der Amtsbote aus Bronze, der seit 1986 den Amtsschimmel aus der Kreisverwaltung austreibt, lebendig und erlebt die Historie seiner Heimat noch einmal hautnah mit. In 180 Bildern und Filmsequenzen wird die Geschichte des Kreises Ahrweiler von 1816 bis heute in überaus kurzweiliger Form kinoreif präsentiert. Kein Wunder übrigens, hat doch Produzent André Weber aus Dernau einschlägiger Erfahrungen aus der Filmstadt Hollywood, wo er im Rahmen eines Praktikums beim Special-Effects-Studio „Crazy Horse Effects“ an mehreren Kinofilmen wie „Wallstreet II“, „The Way Back“ und „Boardwalk Empire“ mitwirkte.


Der Amtsbote erwacht zum Leben


So erwacht der Amtsbote, der ebenso wie sein Pferd in Bronze gegossen eigentlich felsenfest vor dem Gebäude der Kreisverwaltung in der Ahrweiler Wilhelmstraße steht, zu Beginn des Films plötzlich zum Leben. Die metallene Skulptur aus den Händen des Künstlers Johann Baptist Lenz wird zum lebensecht agierenden „Menschen“. Der Bote verlässt, zumindest für 15 Filmminuten, seinen Stammplatz neben dem Amtsschimmel und stolpert unbemerkt ins nächtliche menschenleere Kreishaus hinein. Dort landet er im Kreisarchiv und begibt sich von dort aus auf eine abenteuerliche Zeitreise, hinein in 200 Jahre Geschichte des Kreises Ahrweiler und des früheren Kreises Adenau. Was er gemeinsam mit den Zuschauern sieht und hört, sind Stationen mit 180 Bildern, Fotos und Filmsequenzen als eine moderne Form der „Heimatkunde im Zeitraffer“.

Der Titel dieses neuen Kurzfilms „200 Jahre Kreis Ahrweiler. Eine Zeitreise.“ nennt den Anlass und deutet den Inhalt an. Die Firma „Motionact - Studio für Bewegtbild“ von André Weber aus Dernau und die Kreisverwaltung haben den Streifen zum 200. Geburtstag des Kreises Ahrweiler produziert. Was hat sich in diesen zwei Jahrhunderten so alles getan? Der Amtsbote erfährt und kommentiert es bei seiner nächtlichen Erkundungstour durchs Kreishaus.


Die Anfangsjahre waren schwere Zeiten


Einige Schlaglichter: 1816 wird Freiherr von Gruben erster königlicher Landrat, dessen Büros in der Ahrweiler Niederhut untergebracht sind. Die meisten Kreisbewohner leben überwiegend von der besonders in den Höhen der Eifel meist kargen Landwirtschaft. An der Ahr schließen sich 1868 Weinbauern in Mayschoß zur ersten Winzergenossenschaft der Welt zusammen. Georg Kreuzberg erbohrt 1852 die Apollinarisquelle – eine entscheidende Grundlage für das spätere Kur- und Heilbad Neuenahr und bekannt als „Queen of Table Waters“.

Die Eisenbahn entlang des Rheins kommt ins Ahrtal und erreicht 1880 Ahrweiler. Im Brohltal entstehen Arbeitsplätze in der Steinindustrie. 1927 wird der Nürburgring eröffnet, der Film zeigt Originalfilmaufnahmen aus der Frühzeit. 1932 wird der Kreis Adenau aufgelöst, 1933 beginnt die Nazi-Diktatur auch im Kreis Ahrweiler. Das zerstörte Ahrtor in Ahrweiler ist eine Folge des Zweiten Weltkriegs, dessen Ende näher rückt, nachdem die Amerikaner die Rheinbrücke in Remagen eingenommen haben.


Nach dem Krieg ging es stetig aufwärts


Unter französischer Besatzung beginnt ab 1945 der Aufbau der Demokratie. 1946 tritt der erste demokratisch gewählte Kreistag zusammen. Es geht aufwärts. Seit der Währungsreform 1948 bringt das Spielcasino Geld ins Ahrtal. 1969/70 kommen bei der Gebietsreform Teile des Brohltals mit Maria Laach zum AW-Kreis. Die Autobahn A 61 bringt wirtschaftliche Impulse, die Römervilla wird entdeckt. Im Wendejahr 1989 erreichen Bürger der zerfallenden DDR mit einem Sonderzug den Bahnhof Ahrweiler. Nach dem Bonn-Berlin-Beschluss profitiert die Region von Ausgleichsprojekten, unter ihnen die Fachhochschule in Remagen und der Innovationspark Rheinland in der Grafschaft, wo derzeit die neue Haribo-Weltzentrale entsteht.

Was macht der Kreis heute? Der Kreistag hat ein millionenschweres Schulbauprogramm beschlossen, das umgesetzt ist. Kindertagesstätten werden ausgebaut, erneuerbare Energie und schnelle Datentechnik vorangetrieben. Und wie geht es weiter? Während der erste, damals noch königliche Landrat 1816 den Einstieg in den Film bildete, blickt 2016 der amtierende und erste urgewählte Landrat nach vorne. „Für die Zukunft sind wir gut aufgestellt“, meint Dr. Jürgen Pföhler, der im Kurzfilm auch mit bemerkenswerten schauspielerischen Fähigkeiten überrascht. Was auch dem Amtsboten gefällt, der nach seiner nächtlichen Zeitreise am nächsten Morgen wieder vor dem Kreishaus steht auf unverrückbar als Bronze-Skulptur.


Komplett in Eigenproduktion hergestellt


André Weber hat sich mit seiner Firma „Motionact – Studio für Bewegtbild“ spezialisiert auf audiovisuelle Filme, Produktvisualisierungen, dreidimensionale Animationen und Sounddesigns. Der Mediendesigner ließ auch schon Ludwig van Beethoven auf dem Bonner Münsterplatz lebendig werden. Den Film hat er fast komplett in Eigenproduktion hergestellt und dabei auch noch die Filmmusik komponiert. Fast ein ganzes Jahr lang war er damit beschäftigt, unter anderem setzte er die Figur des Amtsboten detailgetreu aus fünf Millionen Pixel-Polygonen zusammen. Bei der Auswahl der historischen Filme und Fotografien standen ihm Kreisarchivar Leonhard Janta und sein Vorgänger Werner Mertens tatkräftig zur Seite, Kreissprecher Jürgen Kempenich zeichnete für das Drehbuch mitverantwortlich.

Der Film ist im Internet zu sehen auf der Homepage der Kreisverwaltung Ahrweiler unter www.kreis-ahrweiler.de und auf dem Youtube-Kanal „Kreisverwaltung Ahrweiler“, Direktlink www.youtube.com/user/KreisverwaltungAW.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat: „Jetzt geht´s um die Wurst“ ---- Die finanziellen Belastungen für die Deutschen werden größer und die Polittdarsteller verschweigen dies im aktuellen EU-Wahlkampf! So zeigt die mittelfristige Finanzplanung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), dass von den deutschen Steuereinnahmen aus 2018 - 2023 zusammen 226,9 Milliarden € für die EU abgezweigt werden. Wofür? Den Souverän in Deutschland zu entlasten, dass wäre eine der am dringendsten vorzunehmenden Aufgaben einer Regierung!
juergen mueller:
Nicht nur weniger Plastik in der Biotonne sondern weniger Insektizide gegen das Insektensterben, sprich Bienen/Hummeln.Heute ist Weltbienentag,schon gewusst?Ja,warum eigentlich,wenn Frau KLÖCKNER,Lobbyistin der Agrarwirtschaft,doch erst am 23.April 2019 per Notfallzulassung (?) ein weiteres Insektizid aus der Gruppe der NEONIKOTINOIDE zugelassen hat (neben 18 weiteren Insektiziden 2019 mit verheerenden Auswirkungen). Noch am 20.04.2018 im Bundestag vorgelogen:"Wirkstoffe aus der Gruppe der vorgen.Insektizide stellen für Bienen u.a.Bestäuber ein unvertretbares Risiko dar - was der Biene schadet,MUSS vom Markt".SAATGUT:"Darf nicht mehr mit Gift behandelt werden - JETZT darf man das Gift einfach auf die Pflanze spritzen".KLÖCKNER agiert in ihrem Amt mit einer Abgebrüht- u.Kaltschnäuzigkeit,die keinem ihrer Kolleginnen/Kollegen nachsteht. Es ist an der Zeit sich bewusst zu werden,dass WIR nur das zu Fressen haben,was die Politik uns vorsetzt u.ansonsten das Maul zu halten haben.
Uwe Klasen:
Zitat:“… eine gemeinsame Kampagne gegen Steingärten ins Leben rufen …“ --- Es stimmt schon, so mancher Kuhfladen auf einer Wiese beherbergt mehr Leben als ein Steingarten, genauso beinhaltet dieser Fladen aber auch mehr Hirnschmalz als so mancher Politdarsteller der, hyperventilierend, Umweltschädlich oder Klimaalarm von sich gibt! Die gleichen Leute, die lautstark Insektenschutz propagieren, ignorieren die vielen (Internationalen) Studien, die bereits falsifiziert und peer-reviewed sind, und worin die Windkraftanlagen als Hauptverantwortliche für den millionenfachen Tod von Vögeln, Fledermäusen und Insekten genannt werden! Insbesondere die flugfähigen Insekten sind betroffen, da viele zur Eiablage in den Höhen fliegen wo sich die Rotoren drehen und so nachhaltig mehrere Generationen ausgelöscht werden! Windkraftanlagen gehören in gänze Verboten!
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