Filmproduktion für „Die Vampirschwestern 3“
Mendiger Basaltlavakeller dienten bei den Dreharbeiten als Kulisse
Mendig. Wer bis vor etwa einer Woche in die Mendiger Brauerstraße kam, um etwa dem Lava Dome oder der Museumslay einen Besuch abzustatten, staunte nicht schlecht: Hier waren nämlich rund um den Eingang zu den Mendiger Lavakellern am Hof Michels bis zum Haus Titus viele Lkw‘s und kleinere Busse geparkt, die bis zum Rand mit hochkarätiger Technik und Requisiten sowie mit allem, was für die Dreharbeiten eines Kinofilms und für eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung des Filmteams samt Schauspielern benötigt wird, gefüllt waren. Grund war die Produktion von „Die Vampirschwestern 3“, für die der zuständige Motivaufnahmeleiter Philip Gritzka in den 32 Meter unter der Erdoberfläche liegenden etwa zehn Meter hohen Basaltlavakellern eine möglichst gespenstische Filmkulisse schaffen wollte, was ihm übrigens überaus beeindruckend gelang.
Dafür hatte die Filmproduktionsgesellschaft „Claussen und Putz Produktion“ und deren Partner „Deutsche Columbia Pictures“ ordentlich aufgefahren: Angefangen von der Basisversorgung für das 49-köpfige Team (Catering, Garderobe, Maske, Aufenthaltsräumlichkeiten) bis hin zu einem nicht zu übersehenden mobilen Stromaggregat - die Profis in Sachen Film hatten wirklich an alles gedacht.
Temperatur von acht Grad
Gemeinsam mit dem Leiter des Lava Dome, Helmut Koll, der dem Team, besonders jedoch Philip Gritzka bei der Planung, der Organisation und während der kompletten Produktionszeit vom 12. bis zum 25. Juni mit Rat und Tat hilfreich zur Verfügung stand, konnte sich „BLICK aktuell“ ein Bild vom Drehort unter Tage machen. Da in den Basaltlavakellern in jeder Jahreszeit durch das ständig herabtropfende Wasser eine gleichbleibende Temperatur von etwa acht Grad herrscht, war das Team mit wärmenden Wolldecken und wasserschützenden Planen bestens ausgerüstet, während die äußerst empfindliche Technik in mehreren kleinen, wasserdichten Zelten gelagert wurde.
Nach den Worten Helmut Kolls wurden bezüglich des Mendiger Drehorts bereits im Januar erste Gespräche mit einem sogenannten Locationscout geführt. Als dann am Freitag, 12. Juni, die ersten Lkw im Hof Michels ausgeladen wurden, schaffte das unermüdliche Team bis in die frühen Morgenstunden tonnenweise Material per Fahrstuhl in die Kellergewölbe. Dort platzierten die Profis nicht nur die gesamte Aufnahmetechnik an Ort und Stelle, sondern sorgten mit Hilfe von mitunter gespenstisch anmutenden Requisiten, wie zum Beispiel Särgen, Kronleuchtern, Truhen, Spiegeln, Sesseln, Ritterrüstungen und sogar Wandteppichen, für eine echte Vampir-Wohlfühloase.
Dazu zählt neben einem kunstvoll geschmiedeten Geländer unter anderem auch ein mit großem Aufwand gebautes Holztor. Letzteres wurde den Mendiger Gastgebern als Zeichen des Dankes geschenkt und wird nach einer notwendigen Imprägnierung einen besonderen Platz in den Lavakellern erhalten.
Zu den Drehorten für „Die Vampirschwestern 3“ zählten und zählen außer der Stadt Mendig auch noch Herne, Hagen, Iserlohn, Schwalmtal, Bochum, Köln-Pulheim, Hilden, München, Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau. Im Juli wird das Team noch einmal zu einem Außendrehtag nach Mendig kommen. Auch dann reisen die Filmemacher wieder mit ihrem kompletten Fuhrpark samt Equipment an.
Die Vampirschwestern-Reihe basiert auf den gleichnamigen Kinderbuch-Bestsellern von Franziska Gehm, von denen der inzwischen zwölfte Band erscheint. Die erfolgreiche Romanvorlage wurde bereits über 850.000 Mal im deutschsprachigen Raum verkauft, in 19 Sprachen übersetzt und hat eine große Fangemeinde. Sony Pictures Releasing wird „Die Vampirschwestern 3“ 2016 in die deutschen Kinos bringen.
Regie führt Tim Trachte, der damit sein Kinodebüt feiert.
Das Drehbuch stammt von Ursula Gruber, mit Unterstützung von Sigrun de Pascalis. Zu den vorwiegend jugendlichen Schauspielern zählt unter anderem die Schauspielerin Christiane Paul („Die Welle“), die auch bei „Vampirschwestern 2“ eine Rolle spielt. Der Film wird gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern), der Film und Medien Stiftung NRW, der Filmförderungsanstalt (FFA) und dem Deutschen FilmFörderFonds (DFFF).
Eigens für die Dreharbeiten wurde mit großem Aufwand ein riesiges Holztor gebaut.
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