- Anzeige -

Cannabis-Trend hält weiter an: Steht eine Legalisierung bevor?

Cannabis-Trend hält weiter an: Steht eine Legalisierung bevor?

Wird sich die Rechtslage zu Cannabis in der nahen Zukunft verändern? Foto: pixabay.de © Gordon Johnson CCO Public Domain

07.04.2020 - 14:52

Aktuell ist festzustellen, dass sich die öffentliche Meinung in Bezug auf Cannabis verändert. Steht also eine baldige Legalisierung bevor? Fest steht, dass es immer mehr Aktionen für die Legalisierung von Cannabis gibt, und auch zwei US-Bundesstaaten haben sich bereits für eine Legalisierung entschieden. Die Medien berichten mittlerweile anders über Cannabis als noch vor einigen Jahren und zeigen auch die diversen gesundheitlichen Vorteile auf, die sich aus einer Legalisierung ergeben. Zudem wünschen sich viele eine Entlastung der Justiz. Dennoch lässt sich nach wie vor nicht seriös abschätzen, wann die Legalisierung kommen wird.



Die gesellschaftliche Stimmung verändert sich kontinuierlich


In den letzten Jahren hat sich ein kontinuierlicher Wandel in der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Cannabis gezeigt. Immer mehr Menschen sprechen sich für eine Legalisierung aus, weil sie die Vorteile mehr überzeugen als die Risiken. Die meisten sind für einen ausgedehnten Jugendschutz und eine professionelle Suchtprävention, das gilt aber auch in Bezug auf andere Stoffe wie Alkohol oder Nikotin. Noch stemmt sich die Politik weitestgehend dagegen, das Thema auf die Agenda zu setzen. Wenn jedoch die Zustimmung in der Bevölkerung weiter zunehmen sollte, könnte sich das in nicht allzu ferner Zukunft ändern.

Bestes Beispiel hierfür sind die USA. Diese gelten als das Heimatland der Prohibition von Cannabis. Lange Zeit war es unvorstellbar, dass in den Vereinigten Staaten Cannabis legalisiert werden könnte. Inzwischen haben aber zwei der insgesamt 50 Bundesstaaten Cannabis legalisiert. Die Landesregierung ist jedoch nach wie vor strikt gegen eine Legalisierung. Wenn allerdings in einem Land wie den USA Veränderungen dieser Art möglich sind, dann ist das in Deutschland ebenfalls vorstellbar.


Immer mehr Aktionen für eine Legalisierung von Cannabis


Es ist auffallend, dass der Zuspruch für Cannabis immer lautstärker auf die Straße getragen wird. Wurde früher vor allem hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen, dass die Verteufelung von Cannabis unverhältnismäßig sei, so wird mittlerweile ganz offen eine Legalisierung gefordert. Viele Organisationen wollen nicht länger hinnehmen, dass das Thema totgeschwiegen wird. Viele von ihnen streben eine richtiggehende Volksbewegung an. Immer wieder wird der Vergleich zur Wiedervereinigung gezogen. Hier habe auch niemand mit einem schnellen Fall der Mauer gerechnet, aber irgendwann sei alles ganz rasch gegangen. Ähnliches erhoffe man sich für die Legalisierung von Cannabis.


Die Medien berichten mittlerweile anders als noch vor einem Jahrzehnt


Ein weiterer Wandel, der sich aktuell abzeichnet, ist im Bereich der Medien festzustellen. Die meisten von ihnen waren lange Zeit vehemente Verfechter eine Aufrechterhaltung des Verbots von Cannabis. Viele Artikel warnten ausdrücklich vor einer Legalisierung und sprachen sich dafür aus, die geltenden Regelungen beizubehalten. Aktuell zeigen sich jedoch viele negative Auswirkungen, die sich aus einem solchen Verbot ergeben. So werden Konsumenten in die Illegalität getrieben und die Justiz ist mit den vielen Cannabis-Fällen, die vor Gericht kommen, überfordert.

Hinzu kommt, dass die wissenschaftliche Untersuchung von Cannabis in den letzten Jahren und Jahrzehnten weit vorangeschritten ist. Wusste man früher nicht genau, wie gefährlich der Stoff ist, so kann man heute zuverlässig nachweisen, dass er keine negativeren Auswirkungen als zum Beispiel Alkohol oder Nikotin auf den menschlichen Körper hat. Solche wissenschaftlichen Argumente sind auch in der Presse angekommen und werden dort verbreitet.


Eine Legalisierung brächte gesundheitliche Vorteile


Cannabis-Trend hält weiter an: Steht eine Legalisierung bevor?

Cannabis hat viele positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Foto: pixabay.de © Julia Teichmann CCO Public Domain

Ein Argument, das immer wieder für die Legalisierung von Cannabis angeführt wird, ist, dass es sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann. So hat Cannabis beispielsweise eine schmerzlindernde Wirkung und kann daher bei Schmerzpatienten gezielt eingesetzt werden. Ebenso werden Cannabis angstlösende Eigenschaften zugesprochen, sodass auch Angstpatienten von den Wirkungen des Stoffs durchaus profitieren könnten. Aktuell finden zahlreiche Untersuchungen und Studien statt, die nachweisen sollen, welche Möglichkeiten und Risiken sich aus einer Legalisierung von Cannabis für die Medizin ergeben.

Schon heute kommt Cannabis jedoch in verschiedenen medizinischen Umfeldern vor. Sehr prominent ist beispielsweise hochwertiges CBD Öl. Dieses gibt es in veredelter und in Rohform und wird in ganz unterschiedlichen Situationen eingesetzt. Grundsätzlich haben solche Öle ein sehr hohes Potenzial, die Lebensqualität von Menschen zu steigern und bei der Bekämpfung von Krankheiten zu helfen. Aufgrund der noch unklaren Rechtslage in Bezug auf Cannabis sind die Öle jedoch noch nicht so erfolgreich, wie sie sein könnten.


Viele Seiten wünschen sich eine Entlastung der Justiz


Ein großer Vorteil, der sich aus einer Legalisierung von Cannabis ergeben würde, wäre die Entlastung der Justiz. Schon heute müssen sich viele Polizeibeamte, Anwälte und Richter mit Cannabis-Delikten beschäftigen. Diese führen zu einer massiven Belastung des Justizwesens und dazu, dass viele andere Fälle erst nach sehr langer Zeit verhandelt werden können. Eine Legalisierung würde für alle Beteiligten eine massive Erleichterung darstellen und dazu führen, dass das Justizwesen wieder effizienter arbeiten könnte.

Eine Legalisierung von Cannabis würde somit die Konsumenten aus der Illegalität bringen und ihnen Rechtssicherheit verschaffen. Zudem hätten Konsumenten die Möglichkeit, Cannabis von staatlich anerkannten Stellen und seriösen Anbietern wie Cibdol in einer geprüften Qualität zu bekommen. Das ist im Namen der Gesundheit besonders wichtig, da heute viele Produkte von Schwarzhändlern eine mindere Qualität aufweisen.


Legalisierung wird wohl kommen, doch der Zeitpunkt ist noch ungewiss


Alles spricht dafür, dass es zu einer Legalisierung von Cannabis kommen wird. Die Frage ist allerdings, wann das sein wird. Denn noch immer sperren sich viele Parteien und vor allem die Großkoalitionäre gegen das Thema aus. Zwar kämpfen einige Politiker für eine Cannabis-Legalisierung, diese haben allerdings noch keine parlamentarische Mehrheit hinter sich.

Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass in den nächsten fünf bis sieben Jahren massive Veränderungen im Umgang mit Cannabis festzustellen sein werden. Konservativere Schätzungen rechnen eher damit, dass ein Wandel in der Haltung zu Cannabis noch 10-15 Jahre auf sich warten lassen wird. Aber auch das ist ein überschaubarer Zeitraum. Dieses Ziel wird allerdings nur zu erreichen sein, wenn weiter Aktionen für eine Legalisierung stattfinden und daran gearbeitet wird, die öffentliche Meinung in Bezug auf Cannabis zu verändern.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
23.04.2020 21:28 Uhr
Befürworter

Nach dem SPD Fraktionsbeschluss im Bundestag besteht bereits eine Mehrheit zumindest in Sachen Entkriminalisierung. Die SPD spricht sich damit für eine Herabstufung des unerlaubten Besitzes geringer Mengen von der Straftat zur Ordnungswidrigkeit aus. Ein Anfang, da so machnes Stigma endlich beseitigt



Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Gesundheitsamt MYK stellt am 1. und 2. Mai Erfassungssystem um

MYK: Keine Veröffentlichung von Corona-Zahlen

Kreis Mayen-Koblenz. Ab dem 3. Mai kommt im Gesundheitsamt Mayen-Koblenz die bundeseinheitliche Software Sormas für das Kontaktpersonen-Management zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zum Einsatz und löst damit die bisher eingesetzten Systeme ab. Aufgrund der erforderlichen Arbeiten können am Samstag, den 1. und Sonntag, den 2. Mai keine Infektions-Zahlen gemeldet werden. Eine der wichtigsten Änderungen... mehr...

- Anzeige -Ein neuer dm-Markt und ein dm Corona- Schnelltest-Zentrum eröffnen in der Moselweißer Straße

Gleich zwei Neueröffnungen in Koblenz

Koblenz. Am Donnerstag, 22. April, öffnete der sechste dm-Markt in Koblenz in der Moselweißer Straße 113. Auf rund 700 Quadratmeter Verkaufsfläche bietet der neue dm-Markt mit mehr als 12.500 Produkten eine breite Auswahl aus den Bereichen Schönheit, Pflege, Baby und Kleinkind, Foto, Ernährung und Gesundheit. Vor dem dm-Markt eröffnet zeitgleich ein Corona-Schnelltest-Zentrum von dm. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger kostenfrei von geschulten Mitarbeitern testen lassen. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Der Frühling kommt: Wo befinden sich Eure Lieblingsausflugsziele im BLICK aktuell-Land?

Eifel
Ahr
Mittelrhein
Mosel
Westerwald
Andere
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 
Kommentare
juergen mueller:
Ja, nicht nur in bekannten Problemvierteln sondern auch in Rübenach lodert es. Wer, was sich von einer solchen Aktion was verspricht (oder nicht), wird es wohl selbst nicht wissen. Man kann nur spekulieren, wen und was denjenigen zu einem solchen Vorgehen antreibt. Registriert man, was sich an Jugend...
S. E. K. :
Kann ich nur bestätigen. Bin mit ärztlicher Bescheinigung in Prio-Gruppe 2 (seltene Erkrankung; siehe Öffnungsklausel STIKO zu Einzelfallentscheidung). Impftermin muss vom Gesundheitsamt Siegburg zugeteilt werden. Bekomme einfach keine Antwort vom Gesundheitsamt Siegburg. Vielen Dank auch...so fühlt...

Nach 158 Jahren: MGV Oberlahnstein löst sich auf

S. Schmidt:
‚Danser encore‘: Protest mit Musik - Orchester, Chöre, Bands und Musikschulen werden aufgelöst, in Fashmobs versammeln sich Musiker, Tänzer, Sänger nun an öffentlichen Orte um mit dieser musikalischen Protestwelle auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Diese Art des Protestes startete vor zehn Tagen...
juergen mueller:
Ja, so wird es RÜBENACH auch irgendwann ergehen. Kein Nachwuchs, weil durch neuzeitliches Denken Prioritäten anders gesetzt werden, was man in die alten Köpfe nicht hineinbekommt, die in einer Welt leben, die nicht mehr der Wirklichkeit entspricht, was man nicht wahrhaben will. NEUZEIT - etwas, was...
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert