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Produktive Gesprächsrunde mit Oberbürgermeister Jan Einig

Arbeitskreis Engers entwickelt Zukunftspläne

Arbeitskreis Engers
entwickelt Zukunftspläne

Lebhaft diskutiert wurde in der Gesprächsrunde des ‚Arbeitskreises Heimat + Tourismus Engers‘ mit Oberbürgermeister Jan Einig, der Mitarbeiterin des Amtes für Stadtmarketing, Vanessa Selten und Ortsvorsteher Dieter Neckeni8g. Der Vorsitzende des Arbeitskreises, Josef Kretzer, hatte zu diesem Gespräch eingeladen. Foto: Lothar Geburtzky

22.01.2020 - 16:27

Engers. Eine umfangreiche Liste hatte der ‚Arbeitskreis Heimat und Tourismus Engers‘ ausgearbeitet und sie als Richtschnur für ein konstruktives Gespräch mit Oberbürgermeister Jan Einig genommen. Der Schwerpunkt der Themen lag auf Maßnahmen, die den Tourismus betreffen, aber auch die unter dem Begriff Heimat einzuordnenden Aufgaben kamen nicht zu kurz.

Auf die erste Frage, nach dem Sachstand der Schaffung der Parkplätze am Bahnhof konnte Oberbürgermeister Einig endlich vermelden, dass die Kaufverhandlungen mit der Bahn erfolgreich abgeschlossen wurden und nun aber noch viel Arbeit anstünde, diesen Plan auch umzusetzen. Hierzu gehörten u. a. die Aufstellung eines Bebauungsplans, der Klärung möglicher Altlasten auf dem Bahngelände und die Bereitstellung der erforderlichen Beihilfen durch die Landesregierung.

Arbeitskreisvorsitzender Josef Kretzer merkte hierzu kritisch an, dass man in der Vergangenheit, vor seiner Amtszeit als Oberbürgermeister, in Bezug auf die Finanzierung gute Chancen gehabt hätte, das nunmehr ausgelaufene EU-Förderprogramm EFRE für die Finanzierung zu nutzen, diese Möglichkeit von seinem Vorgänger aber nicht wahrgenommen wurde. Er begrüßte jedoch die Aussage, dass nun die Voraussetzungen geschaffen seien für die Stadt aus eigener Initiative aktiv zu werden, denn in diesem Jahr jährt sich zum 25. Mal der Beschluss des Neuwieder Stadtrates, diese Parkplätze zu schaffen, ein trauriges Jubiläum.

Ähnlich sieht es aus bei dem Parkplatz an der katholischen Kirche. Auch diese hätten mit EFRE zu 70% finanziert werden können. Doch bei der Finanzknappheit der Stadt ist auch dieses Vorhaben in weiter Ferne. So bleibt den Engersern und den vielen Gästen, die nach hier kommen, dieser trostlose Anblick weiter erhalten. Auch hierzu fand Josef Kretzer kritische Töne. Er wies darauf hin, dass der Stadtteil Engers bei der Zahl der Gästeübernachtungen der Gesamtstadt Neuwied weit mehr als 50% hierzu beitrage. Aus dieser Tatsache leitet der Arbeitskreis auch die Verpflichtung der Stadt ab, dass dem Tourismus in diesem Stadtteil eine weitaus größere Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse.

Auf Interesse und Zustimmung fiel der Vorschlag des Arbeitskreises, in Neuwied ein mobiles Bürgerbüro einzurichten, das in bestimmten Zeitabständen in die Neuwieder Stadtteile kommt, damit die Bürgerinnen und Bürger nicht jedes Mal bei einer Antragstellung und beim Abholen der Papiere in die Innenstadt fahren müssen, zumal den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher in den Stadtteilen das Recht, Beglaubigungen auszustellen, genommen wurde. Viele Städte in der Bundesrepublik haben für ihre Stadtbezirke solche mobilen Büros eingerichtet. Josef Kretzer verfügt über eine Reihe von Anschriften und will sie dem Oberbürgermeister zur Verfügung stellen, denn er will sich in diesen Städten schlau machen, wie er Erfolg eines solchen Dienstes zu werten ist.

Mit auf der Tagesordnung stand auch die Einrichtung von kostenlosem WLAN im Stadtteil. Hier verwies Josef Kretzer auf ein Förderprogramm der EU, die jährlich an die Kommunen 15.000 Gutscheine vergibt, mit denen kostenloses WLAN eingerichtet werden kann. Dieses Programm ist Oberbürgermeister Einig bekannt, doch bisher kam Neuwied dabei noch nicht zum Zuge. Die Stadt wird aber weiter dran bleiben.

Ein weiteres Thema war der Plan des Arbeitskreises an den Sehenswürdigkeiten und der historischen Bausubstanz in Engers QR-Code anzubringen, mit Hilfe derer die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Gäste, Informationen mit ihrem Handy abrufen können und damit eine Aussage über das jeweilige Gebäude erhalten. Ein solches Vorhaben stieß bei Oberbürgermeister Jan Einig und der in seiner Begleitung befindlichen Tourismusmitarbeiterin Vanessa Selent auf großes Interesse. Der Arbeitskreis wird nun in seiner nächsten Sitzung eine eigene Arbeitsgruppe hierzu einrichten, um die technischen Voraussetzungen festzulegen und die Texte für die einzelnen Stationen zu schreiben. Hierfür sind etwa 2 Monate angesetzt und danach wird das Konzept dem Amt für Stadtmarketing präsentiert. Bezüglich der Finanzierung sieht Josef Kretzer gute Möglichkeiten in einem der bereits existierenden Bundes- und Landesförderprogramme.

Mit einbringen will sich der Arbeitskreis auch bei der Schaffung künftiger Probenräume für die in Engers ansässigen drei Landesmusikverbände, zu denen in allernächster Zeit noch ein vierter hinzukommt. Wenn diese Landesverbände schon in Engers ihre Landesgeschäftsstellen einrichten, dann sollte ihnen auch die Möglichkeit geboten werden, dass ihre Mitgliedsvereine hier optimale Bedingungen für die Musikarbeit vorfinden. Nächstes Ziel des Arbeitskreises wird es sein, mit diesen landesweit tätigen Musikverbänden in ein Gespräch zu kommen und dann das Ergebnis weiterzutragen bis ins Mainzer Kultusministerium.

Den kritischsten Punkt in der Themenliste hatte sich der Arbeitskreis für das Ende der Besprechung aufgehoben. Aber er könnte auch der ergiebigste werden, die Inanspruchnahme von öffentlichen Fördergeldern für die einzelnen Projekte aus den Töpfen des Landes, des Bundes und der EU. Hier sieht der Arbeitskreis dringenden Handlungsbedarf der Verwaltung. So ging erst kürzlich wieder eine Mitteilung der rheinland-pfälzischen Entwicklungsagentur ein, in der 75 Fördertöpfe des Landes allein für den Tourismus aufgelistet werden. Neuwied ist z. B. seit zwei Jahren an dem Programm: ‚Starke Kommunen – Starkes Land‘. Doch bis jetzt ist nach Neuwied noch kein Geld daraus geflossen. Außerdem findet nicht nur Josef Kretzer, sondern auch Oberbürgermeister Jan Einig, dass die von Land hierfür eingeplanten Mittel von einer Millionen bei weitem nicht ausreichen. Das Programm wurde der Region vom Land zur Verfügung gestellt, weil das Obere Mittelrheintal in Koblenz seine Kassen dicht macht und die Strecke zwischen Koblenz und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen bei den bisher gezahlten 500 Millionen leer ausging.

Der Arbeitskreis wird für die von ihm vorgeschlagenen Projekte diese Programme abklopfen und mit der Stadt im Gespräch bleiben bezüglich der Inanspruchnahme. Josef Kretzer zog zum Schluss eine positive Bilanz und bedankte sich für die offene und zielgerichtete Diskussion bei Oberbürgermeister Jan Einig, der Neuwieder Tourismusbeauftragten Vanessa Selent und Ortsvorsteher Dieter Neckenig.Pressemitteilung

des Arbeitskreis Heimat

und Tourismus Engers

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Jochen Seifert:
Müntefering hat Recht: „Macht die Kommunen stark“ Franz Müntefering hat beim Jahresempfang der SPD in Sinzig etwas Wahres gesagt: „Macht die Kommunen stark!“ und dazu dann die Aufforderung die Angebote zu verbessern, unter anderem auch die Versorgung der älteren Mitbürger. Eine Antwort seitens der Kreis-SPD darauf gibt es nicht. Genauso verhält sie sich im Rahmen der Kreis - Haushaltsberatungen, wenn es darum geht, Landeszuschüsse anzufordern, die das Land den Kommunen nicht weiterleitet bzw. vorenthält. Das „Starkmachen“ der Kommunen wird bei dieser Landesregierung nicht funktionieren. Das hat selbst der Landesrechnungshof unterschwellig eingesehen. Vielleicht prüft er ja zukünftig auch die Haushaltswirtschaft der Landesregierung, so die Deutung einer Aussage in einem Schreiben an die FWG. Auch die Neueinstellung eines Direktors/Direktorin beim Landesrechnungshof, mit der Aufgabe zur Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes, könnte ein Zeichen sein. Noch besser wäre es jedoch, wenn die Kreis-SPD mal eigenständig in Mainz vorspricht und Verbesserungen anmahnt. Sie hat ja jetzt einen Anlass. Jochen Seifert, Fraktionssprecher der FWG im Kreistag Ahrweiler

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Stefan Knoll:
Ganz schlimm, was Demos e.V. auf Facebook über die Machenschaften der AfD im Westerwald aufdeckt. Bei der AfD im Westerwald findet man Rassismus und Antisemitismus. Ganz übel.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben:
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Karsten Kocher:
Und heute berichtet DEMOS e.V. auf Facebook über einen weiteren schlimmen Vorfall bei der AfD Westerwald. Der Rechtsextremismus feiert fröhliche Urständ bei der AfD Westerwald.
B. Roß:
Hoffentlich werden dann auch wenigstens die Bäume abrasiert. Die sind sowieso den Radfahrern nur im Weg und wenn man sich die mal genau anschaut, sind die sicher auch krank. Derartige Bäume sind nämlich immer krank - das weiss man.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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