Politik | 28.04.2022

Rolle der Integrierten Leitstelle Koblenz am Flutabend und in der Flutnacht

CDU-Landtagsfraktion stellt sich hinter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Koblenz. In der aktuellen Debatte um die Rolle der Integrierten Leitstelle in Koblenz in der Flutnacht vom 14. Juli stellt sich die CDU-Landtagsfraktion hinter die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu erklärt die Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied im Untersuchungsausschuss, Anette Moesta: „Die Vorwürfe des Landtagsabgeordneten und Mitglied des Untersuchungsausschusses, Stephan Wefelscheid, gehen an der Realität vorbei. Es dreht sich nicht darum, ob ein Fax oder eine Mail fehlte. Bisher waren Mitarbeiter der Leitstelle nicht berechtigt, eigenständig Warnungen abzusetzen, solange die Aufforderung dazu fehlte. Wenn Herr Wefelscheid in der Presse Unverständnis äußert über das ‚starre Einhalten ministerialer Vorgaben‘, zeigt dies, dass er die Abläufe im Rettungswesen und Katastrophenschutz nicht auf dem Schirm hat. Zudem verkennt er die tatsächliche Lage in der Leitstelle.

Am Flutabend arbeiteten die Leute am psychischen und physischen Limit. Sie brauchten selbst Hilfe und baten um Unterstützung. Die Frage, ob die Bevölkerung im Kreis Ahrweiler früher oder umfassender hätte gewarnt wer-den müssen, setzt wesentlich früher und grundsätzlicher an. Zu den Vorgängen in der Leitstelle werden am 6. Mai Zeugen vor den Untersuchungsausschuss geladen. Bis dahin sollten wir uns mit vorschnellen Bewertungen zurückhalten.“ Pressemitteilung der

CDU-Landtagsfraktion

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
29.04.202212:15 Uhr
juergen mueller

Den Mitarbeiter*innen der Leitstelle ist kein Vorwurf zu machen, da sie nicht berechtigt waren (immer noch nicht?) eigenständig Entscheidungen zu treffen.
Es ruft völliges Unverständnis hervor, dass eine (lebens)wichtige Institution wie die Leitstelle offensichtlich nur mit "Befehlsempfängern" ohne weitreichende Entscheidungsbefugnis besetzt war/ist.
Da gehen tausende Hilferufe ein, bringt die Mitarbeiter*innen an den Rand der Verzweiflung und kein politischer Entscheider ist erreichbar.
Das Fazit aus dieser Katastrophe: Die Politik hat auf der ganzen Linie versagt. Die Leitstelle gehört/e mit einer Person mit umfassender Entscheidungsbefugnis besetzt und nicht mit Entscheidungsträgern, die entweder nicht erreichbar sind oder den Ernst der Lage nicht begreifen. Dieses ewige Aufarbeiten im Nachhinein und die Suche nach Schuldigen hat immer das gleiche Ende: "Keiner will es gewesen sein". Die Toten der Flutkatastrophe macht es nicht mehr lebendig, nur die Politik lebt weiter.


Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Dauerauftrag
Dienstleistungen
Save the Dates
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Veranstaltung
Empfohlene Artikel
21

„Saubere Flüsse bieten Schutz vor Hochwasser“ lautete die Überschrift eines Berichts in der Ausgabe 14/2026 des BLICK aktuell. Darin hieß es u.a.: „Während die Verbandsgemeinde Bad Breisig die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Gewässerunterhaltung wahrnimmt, obliegt den Grundstückeigentümern die zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht für Uferbereiche und Bewuchs.“

Weiterlesen

Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
365

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Die CDU Rheinbreitbach freut sich auf viele Gäste beim Burgfest am 26. April.  Foto: Heinz-Werner Lamberz
44

Rheinbreitbach. Der CDU-Ortsverband Rheinbreitbach lädt ein zum Burgfest am Sonntag, 26.04.2026 ab 15:00 Uhr in und um die Obere Burg, Schulstraße 7a in Rheinbreitbach. Angeboten werden leckere, von Mitgliedern gebackene Kuchen, selbstverständlich auch Kaffee, Tee sowie andere alkoholische und alkoholfreie Getränke. Natürlich besteht Gelegenheit zu Gesprächen untereinander sowie mit Abgeordneten und Kommunalpolitikern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
47

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
42

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Ralf Schweiss
Dauerauftrag 2026
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Gesundheit im Blick
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Industriemechaniker
Gesundheit im Blick
Minijob
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest Dedenbach
Maifest in Dedenbach
T-Roc & R-Line / Meckenheim
100 Jahre Eifelverein Dernau