Gewerbegebiet Bubenheimer Berg wird richtungsweisend für die Energiewende in Koblenz

Erstmals Solarpflicht in Bebauungsplan festgelegt

Ausschuss beschließt weitere Maßnahme für das „Nachhaltige Gewerbegebiet Bubenheimer Berg“

23.09.2021 - 13:25

Koblenz. Für Gewerbegebäude im geplanten Gewerbegebiet Bubenheimer Berg wird zusätzlich zu einer verpflichtend vorgeschriebenen Dachbegrünung auch eine Solarpflicht gelten. Die Aufnahme der Solarpflicht hatte die Grüne Stadträtin Andrea Mehlbreuer bei der Vorstellung des Bebauungsplans im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität (ASM) beantragt und stieß hierbei auf Zustimmung der übrigen Ausschussmitglieder.


Zuvor hatte die Grüne Ratsfraktion im November 2020 im Stadtrat beantragt, ein „Nachhaltiges Gewerbegebiet Bubenheimer Berg“ zu entwickeln und hierbei ökologische, ökonomische und soziale Kriterien zu berücksichtigen. Mit ihrem gemeinsam mit SPD und Linken im Februar 2021 im Stadtrat gestellten Antrag zur Einleitung einer „Solaroffensive“ für Koblenz hatte die Grüne Fraktion zudem erfolgreich auf die Erarbeitung einer Solarrichtlinie im Hinblick auf städtebauliche Verträge und Bebauungspläne hinwirken können.

Andrea Mehlbreuer zeigt sich erfreut über die Einführung der Solarpflicht im neuen Gewerbegebiet: „Zu einem nachhaltigen Gewerbegebiet gehört selbstverständlich dazu, dass die sehr großen Dachflächen der Gewerbegebäude zur Stromerzeugung genutzt werden. Die hierfür notwendigen Investitionskosten amortisieren sich gerade bei Gewerbegebäuden schnell, sodass auch die Gewerbetreibenden von der Installation der Solaranlagen auf ihren Dächern profitieren. Die Entscheidung im ASM ist ein wichtiger Schritt hin zur Energiewende in unserer Stadt.“

Carl-Bernhard von Heusinger, Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion und Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, fügt hinzu: „Der Landtag hat diese Woche eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen für Gewerbegebäude ab 2023 beschlossen. Mit dem Beschluss im ASM kommen wir dieser Regelung nun zuvor und stellen zugleich sicher, dass jetzt bei der Planung der Gebäude im neuen Gewerbegebiet die Installation von Solaranlagen auf den Dachflächen berücksichtigt wird.“

Pressemitteilung der

Stadtratsfraktion

Bündnis 90/Die Grünen Koblenz

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24.09.2021 16:39 Uhr
Gabriele Friedrich

@S.Schmidt/ Vielleicht wird das ja noch, wenn ein grüner Kanzler da ist ( Habeck als graue Eminenz ) Baerbock ist da zu grün hinter den Ohren, die lernt nur auswendig, was sie sagen soll.
Wir werden es ja am Sonntag sehen.
Übrigens :
Seit den 1950er-Jahren werden Thorium-Flüssigsalzreaktoren erprobt. * Quelle: Welt



24.09.2021 11:08 Uhr
S. Schmidt

Während wir hier in Deutschland, Federführend unter dem Deckmantel "Klimaschutz" weiterhin eine Wetterabhängige Stromerzeugung versuchen und dadurch Energie im allgemeinen und alles andere im besonderen dadurch verteuern, werden in China Flüssigsalzreaktoren auf Basis von THorium in Betrieb genommen, um dort die Energiesicherheit herzustellen. DAS ist Zukunft!



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J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Manfred Jackl:
Was soll bitte der Negative Kommentar Hr/Fr Friedrich? Waren sie schon vor Ort und haben Sie es in Augenschein genommen? Anstatt dieses Engagement zu würdigen, fällt Ihnen nichts besseres ein, als es mies zu machen! Ich freue mich für die Senioren, dass diesen eine solche Möglichkeit geboten wird....
G. Friedrich:
Das sieht aus wie Garagen und sonst gar nichts.Wenig würdig und mal wieder ohne Fantasie. Und wieviel Spendengelder sind nun dafür drauf gegangen? Wieviel m² hat jemand zur Verfügung, was ist mit Küche und kochen? Wenn die Regenzeit kommt und Weihnachten dann werden die Senioren in den Kästen depressiv. Mehr...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
Hans-Müller:
Noch immer frage ich mich wie man mit reaktionären Mitteln die Verkehrswende schaffen möchte. Wer ernsthaft glaubt durch die Reaktivierung einer nunmehr seit fast 20 Jahren stillgelegten Bahn auch nur ansatzweise eine Verkehrswende zu schaffen, irrt. Vielmehr wird hier Steuergeld verbraten, weil ein...
Gerd Tierbach:
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Stefan Andrae:
Die CDU mal wieder - Verkehrsplitisches Mittelalter - richtig, das diese Partei die Wahl verloren hat!...
 
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