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SPD-Neujahrsempfang 2020 im Bürgerhaus Hausen

„Ich will alles tun, dass wir in Mayen unsere Chancen besser nutzen“

OB-Kandidat Dirk Meid präsentierte seine Vorstellungen und Ziele

13.01.2020 - 11:21

Mayen. Die Neujahrsempfänge der politischen Parteien dienen alljährlich dazu, kurz das vergangene Jahr zu resümieren und dann einen Ausblick zu geben auf die Schwerpunkte der Arbeit und gesetzten Ziele im noch recht jungen Jahr. Aber 2020 ist in Mayen ein Wahljahr, denn am 26. April wird der Oberbürgermeister bestimmt, der in den folgenden acht Jahren die Geschicke der Stadt lenken und sie für die Zukunft fit machen soll. Was lag da also näher, als den zahlreichen Gästen aus Vertretern von Behörden, Verbänden, Banken, Schulen und der Wissenschaft sowie der Feuerwehr und Vereinen, also damit eine breite Öffentlichkeit zu informieren, die alljährlich den Kreis der „normalen“ Parteimitglieder ergänzt. In Erwartung der angekündigten Vorstellungen und Ziele des bereits im September nominierten Oberbürgermeisterkandidaten Dirk Meid hatten denn auch viele Gäste den Weg in das Hausener Bürgerhaus gefunden, die zwar anderen im Rat vertretenen Parteien eher geneigt sind, aber mit denen sich im Laufe der Jahre auch ein freundschaftliches Miteinander entwickelt hat.

Weil der SPD-Vorsitzende Dirk Meid für die Wahl zum Oberbürgermeister kandidiert, übernahm an seiner Stelle Fraktionsvorsitzender Helmut Sondermann die Begrüßung der Gäste und fand dabei gleichzeitig unterstützende und freundschaftliche Worte für den Kandidaten. Der aus Mayen stammende Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm ging in seinem Grußwort auf die aktuelle Schwäche der SPD ein und versicherte den Empfangsgästen „die SPD wird weiter leben und gestalten, wie sie es immer gemacht hat“. Viele Städte in Rheinland-Pfalz würden von SPD-Oberbürgermeistern regiert und dies solle auch in Mayen ab 2020 wieder so werden.


Dirk Meid über seine Kompetenzen


OB-Kandidat Dirk Meid nutzte zunächst die Gelegenheit, allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern im bevorstehenden Wahlkampf schon jetzt ein dickes „Dankeschön“ auszusprechen. Auch bei seiner Ehefrau Claudia bedankte sich Kandidat Meid öffentlich, die hinter ihm steht und den Rücken stärkt, wo sie nur kann.

Und dann überraschte Dirk Meid die Gäste des Empfangs, weil auch sie einer der Beweggründe waren zu kandidieren. In vielen Gesprächen seit seiner „Antrittsrede“ 2016 habe man ihn als glaubwürdig eingeschätzt, als jemand, der sachlich und fair bleibt, der verständlich redet, bodenständig ist und dessen Verbundenheit mit Mayen deutlich wird.

Dirk Meid kenne die Verwaltung. Er wurde bei der Kreisverwaltung zum Beamten ausgebildet und ist von dort zur Stadtverwaltung Mayen gewechselt. Als Mitarbeiter im Büro des Landrates und später von OB Günter Laux hatte er schon früh Kontakt zur Kommunalpolitik und zu vielen Interessengruppen in Mayen. Er kenne die Strukturen und die Abläufe einer Verwaltung. Vor mehr als 20 Jahren wechselte er in die Wirtschaft und arbeitet seither in einem international tätigen Mayener Unternehmen in der erweiterten Geschäftsführung. Effektives wirtschaftliches Handeln hat er dabei gelernt, welches aus seiner Sicht mitunter beim Umgang mit Steuergeldern in Vergessenheit zu geraten scheint.

Seit vielen Jahren ist Dirk Meid in der Mayener Kommunalpolitik aktiv, angefangen mit dem Ortsbeirat Kürrenberg, über den Beirat der Stadtentwicklungsgesellschaft und verschiedene städtische Ausschüsse, bis hin zum Stadtrat, dem er seit der vergangenen Kommunalwahl angehört. Neben der Kommunalpolitik lag ihm stets die Vereinsarbeit am Herzen. Man kennt ihn in der Mayener Szene, auf den Schützenplätzen oder von Vereinsveranstaltungen.

„Ja, ich kann Oberbürgermeister! Das sage ich bei allem gebotenen Respekt vor diesem Amt. Ich komme aus der Verwaltung, ich kenne die Wirtschaft und ich kenne die Kommunalpolitik. Vor allem aber kenne ich die Menschen unserer Stadt. Mit dieser Leidenschaft will ich für unser Mayen eintreten. ‚Für uns – Für Mayen‘ wurde daher zu meinem Slogan für diese Wahl.“

Weil es bei einer OB-Wahl nun einmal vor allem um die Person des Bewerbers geht, nahm an diesem Abend die erweiterte Vorstellung der Person Dirk Meid einen großen Raum seiner Rede ein, ohne jedoch die Sachthemen dafür zu kurz kommen zu lassen.


Ziele und Visionen für Mayen


Leider verhält sich die Vielfalt der Aufgaben eines Mittelzentrums wie Mayen umgekehrt zu unseren finanziellen Möglichkeiten, stellte Kandidat Meid gleich eingangs fest. Umso wichtiger ist es ihm daher, dass die Ressourcen optimal eingesetzt werden. Vor allem brauche es eine klare Richtung, was langfristig erreicht werden soll. „Ich spreche bewusst von einem Horizont von 10 bis 15 Jahren. Ich denke nicht in Legislaturperioden oder Amtszeiten“ so Meid. Schon vor Jahren hatte die Verwaltung auf Wunsch der Politik alle Potentialflächen für Wohn- und Gewerbegebiete zusammengestellt. Jedoch noch kein einziges dieser Gebiete ist baureif oder in der Erschließung. „Was dieses Thema angeht, herrscht bei uns seit Jahren Stillstand“, so der 51-jährige. „Wir müssen in Mayen endlich wieder ‚in die Gänge‘ kommen, damit es wieder voran geht.“

Die Wirtschaft ist ihm wichtig. Leider habe Mayen hier in den letzten Jahren erheblich an Boden verloren. Mendig, Kaisersesch, Polch und Kottenheim hätten Gewerbegebiete geschaffen und überall wurde investiert. Es war richtig, die Stadtentwicklungsgesellschaft zu stärken, damit sie Flächen kauft und entwickelt. Auch die Wirtschaftsförderung müsse endlich zentral organisiert und mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet werden. Es gab in Mayen einen Wirtschaftsbeirat. Hier war Wirtschaftskompetenz vorhanden. Leider wurde dem Beirat nicht die nötige Bedeutung beigemessen. So ginge man in Mayen mit Wirtschaftskompetenz um. „Wir brauchen die Erfahrung von Unternehmen, Banken und Gewerbetreibenden. Ich will diese Erfahrung nutzen, damit Mayen verlorenen Boden gut macht.“ Immer wieder machte Meid seine Vorstellungen anhand konkreter Beispiele deutlich und sprach auch den Klimawandel an. „Wir müssen alles dafür tun, die Auswirkungen des Klimawandels in Mayen erträglicher zu machen“, so Meid „und haben mit der Fernwärme bereits eine CO2-neutrale Energieform. Wären wir doch nur überall so weitblickend.“ Mayen benötige dringend einen Plan für die Entwicklung der Innenstadt, der die Elemente Kultur, Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus miteinander vernetzt und das Zentrum wieder mit Leben erfüllt. „Wer sich keine Ziele setzt, der entwickelt auch keinen Ehrgeiz“, stellte Dirk Meid fest.

Mayen und die Fünfte Jahreszeit. Selbstverständlich war der Besuch von Prinzessin Tina I. und ihrem Gefolge eine angenehme Notwendigkeit und eine willkommene Abwechslung zu der vielen Politik. Nach gemeinsamen Schunkeln, Gesang und Ordensverleihung war noch genügend Zeit für viele Gespräche, die oftmals die soeben angeschnittenen Themen reflektierten. WE

Alle aktuellen Beiträge zur Wahl des Mayener Oberbürgermeisters >>hier<<

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Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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