Politik | 11.11.2019

Jusos Westerwald

„Schlachtfest“ der AfD verurteilt

Westerwaldkreis. Die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 ist eine der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte. In dieser Nacht entfaltete der Nationalsozialismus in Deutschland seinen ganzen Schrecken, beruhend auf kranken Ideologien und gestörtem Fanatismus, als vom 9. auf den 10. November bundesweit über 1400 Synagogen und Betstuben, sowie Geschäfte, jüdische Friedhöfe und Wohnungen zerstört wurden. Zudem fanden 400 Menschen in der zynisch sogenannten „Reichskristallnacht“ den Tod, darunter auch Frauen und Kinder.

Die AfD Hachenburg nahm die Jährung dieser Schreckensnacht und der Gräueltaten des NS-Regimes nun zum Anlass, an diesem geschichtsträchtigen Tag ein Schlachtfest zu veranstalten. Bewusst oder unbewusst gewählt - die Jusos Westerwald kritisieren die Terminauswahl zutiefst und bewerten die Terminierung als geschmack- und, nur wenige Wochen nach dem antisemitischen Terrorakt von Halle, vor allem pietätlos. Die Jusos Westerwald sehen sich dadurch darin bestätigt, dass die AfD Westerwald rechtsextreme Schandtaten wissentlich verharmlost und unsensibel und ignorant über das Leid von Millionen von Menschen hinwegsieht. Eine Partei, die Menschen mit mindestens antisemitischen Tendenzen und nationalistischen, fremdenfeindlichen Weltbildern in ihren vordersten Reihen positioniert, ist für die Jusos Westerwald nicht nur keine Alternative für Deutschland, sondern darüber hinaus ein Schlag ins Gesicht für Millionen von Opfern des Holocausts, den Herr Gauland, einer der Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion, in der Vergangenheit bereits als „Vogelschiss der Geschichte“ abgetan hatte.

„Die AfD Westerwald zeigt nun ihr wahres Gesicht“, meint Tom Wenzelmann, einer der Vorsitzenden der Jusos Westerwald und fügt hinzu: „Eine Partei, die zu einem „Schlachtfest“ einlädt, welches am Tag des Gedenkens an die Opfer der Reichspogromnacht stattfindet, ist ein klarer Fall für den Verfassungsschutz.“.

Sascha Ley, einer der stellvertretenden Vorsitzenden der Jusos Westerwald, äußert sich dazu wie folgt: „Wer auf der politischen Bühne aktiv ist, muss sich der Trag- und Reichweite seiner Handlungen und Entscheidungen bewusst sein. Ein Schlachtfest an einem Tag zu veranstalten, der geschichtlich unter anderem den Auftakt der Schoah, des nationalsozialsitischen Völkermordes an über sechs Millionen Jüdinnen und Juden, markiert, der überschreitet dabei taktlos nicht nur eine Grenze, sondern befördert damit regelrecht, auch durch systematischen Geschichtsrevisionismus, den Rassismus in Deutschland wieder salonfähig zu machen.“

Pressemitteilung der

Jusos Westerwald

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Kommentare
19.11.201908:55 Uhr
Wally Karl

Da wird Land auf Land ab die Verrohung der Sprache beklagt und zur Mäßigung im täglichen Umgang miteinander aufgerufen und einige Zeitgenossen können einfach nicht umhin, weiter auf dieser Trasse der Spaltung zu fahren.
Da fragt sich der geneigte Leser, warum diese ewig Gestrigen nicht bereit sind, die von vielen Teilen der Gesellschaft zur Überwindung der Spaltung eingeleiteten Aktionen mitzutragen. Nach längerem Nachdenken, woran das wohl liegen könnte, reift die Erkenntnis es geht gegen die AfD. Die Ausstehenden und nicht mit dieser Partei Sympathisierenden haben scheinbar beschlossen, die Afd nicht in diesen Prozess mit ein zu beziehen. Das dies nicht möglich ist, wenn man die Spaltung überwinden will, ist sogar dieser Tage des Bundespräsidenten klargeworden.
Demokratie lebt von der Vielfalt der Meinungen, diese mit ständig neuen Wortkreationen auszuhebeln ist nicht statthaft
Voltaire soll gesagt haben: „Ich hasse was Du sagtest, aber ich würde mein Leben dafür geben das Du es sagen darfst“

15.11.201912:25 Uhr
Helmut Gelhardt

Die Ruchlosigkeit dieser AfD ist kaum zu überbieten. Aber im Ernst: Hat jemand etwas anderes von diesen Braun-Kontaminierten erwartet?!

14.11.201909:38 Uhr
Antje Schulz

Die Frage an den AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge lautet: Wann wird endlich Justin Cedric Salka aus der AfD rausgeschmissen?

13.11.201910:02 Uhr
Karsten Kocher

Was wird wohl in den nächsten Wochen noch über den braunen Sumpf der AfD Westerwald und der AfD Rheinland-Pfalz herauskommen? Haben sich bei der AfD Westerwald in Hachenburg extreme Strukturen herausgebildet unter der Führung von Justin Cedric Salka und Andreas Schäfer? Die AfD Westerwald findet ja augenscheinlich auch nur noch in Hachenburg statt.

12.11.201909:53 Uhr
Patrick Baum

Die Wut über die Pietätlosigkeit der AfD Westerwald, vor allem der des Kreisvorstandes, ausgerechnet am 09. November ein "Schlachtfest" zu veranstalten, ist kaum in Worte zu fassen. Zu nennen sind hier der AfD-Kreisvorsitzende Jan Strohe, seine beiden Stellvertreter Justin Cedric Salka und Andreas Schäfer, sowie der Kreisschatzmeister Gilbert Kalb. Man kann hieran auch erkennen, daß dem AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge kein Glauben geschenkt werden kann mit seiner angeblichen Abgrenzung nach Rechtsaußen, was hier beim Kreisvorstand der AfD Westerwald deutlich sichtbar wird. Der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende Justin Cedric Salka wird mehrfach im Verfassungsschutzbericht zur AfD genannt. Nicht ohne Grund. Und beim AfD-Landtagsabgeordneten Joachim Paul aus Koblenz gibt es ganz starke Indizien dafür, daß Paul für eine NPD-Zeitschrift geschrieben hat. Der rechte Sumpf bei der AfD Westerwald und beim AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz ist wohl noch tiefer als gedacht.

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