Politik | 10.08.2022

Freie Wähler-Ratsfraktion unternimmt Vorstoß für mobile Grünanlagen

Vertikales Stadtgrün soll das Stadtklima verbessern

V. l. Christian Altmaier und Stephan Wefelscheid, MdL Foto: Freie Wähler Koblenz

Koblenz. Bereits vor zehn Jahren hatte die Freie Wähler-Ratsfraktion sich im Stadtrat für die Anschaffung mobiler, vertikaler Grünanlagen eingesetzt. Jetzt erneuern sie ihre Idee mit einem Antrag im Stadtrat. Sie wollen ein konkretes Konzept zur Umsetzung bringen, anstatt nur mit Verboten etwas für das Stadtklima zu unternehmen.

Derzeit sorgt am Mainzer Hauptbahnhof eine eindrucksvolle Grün-Insel für Staunen bei Reisenden und Bürgern der Landeshauptstadt. Dort steht eine mobile Grünanlage, die per Lastkraftwagen dort temporär für ein besseres Stadtklima sorgt. Die Testphase läuft derzeit und könnte auch in Koblenz stattfinden, denn hierzu stellt die Freie Wähler-Stadtratsfraktion im kommenden Stadtrat einen Antrag.

Freie Wähler-Fraktionsvorsitzender Stephan Wefelscheid, MdL und sein Stellvertreter Christian Altmaier sind von dem Mainzer Modellprojekt ganz angetan: „In diesem mobilen, vertikalen Stadtgrün ist ein 1.000 Liter-Wassertank eingebaut, sodass die Grünanlage sich selbst bewässert und sie ist ein echter Blickfang.“ Das zentrale Element der mobilen Grünanlage stellt eine rund zwei Meter hohe Grünwand dar. Sie ist schallschützend und überdacht, zudem sind zwei Ruhebänke installiert. Die Wände zieren Blattschmuck- und Blühpflanzen aus Efeu, Kiwi, Minze, Geranien und Thymian.

„Wir wollen mit dem Vorschlag einer Markterkundung für eine solche mobile, vertikale Grünanlage ein konkretes Konzept zur Umsetzung führen, anstatt in Kommissionen zu diskutieren“, erläutern Wefelscheid und Altmaier den Antrag. „Uns geht es um echte Maßnahmen, die kurzfristig umsetzbar sind, anstatt wie die Grünen traditionsreiche Veranstaltungen zu verbieten,“ ergänzt Altmaier. Bereits vor zehn Jahren hatte die Freie Wähler-Ratsfraktion die Anschaffung eines begrünten Stadtmobiliars beantragt, dieses wurde aber im Stadtrat abgelehnt.

Jetzt könnte es ein Beitrag zu besserem Stadtklima sein, wenn die Stadt etwa am Zentralplatz, Bahnhofsplatz oder am Plan mobile, vertikale Grünanlage platzieren würde. „Wenn die Stadt dem Fachausschuss Modelle und Kosten vorstellt, könnten für 2023 Haushaltsmittel etatisiert werden und wir im kommenden Jahr kleine Oasen im Stadt-Dschungel aufstellen lassen“, finden Wefelscheid und Altmaier. Das derzeit laufende Mainzer Modellprojekt würde 9.000,- Euro kosten, wissen Freie Wähler aus der Landeshauptstadt zu berichten. Für Koblenz sind Freie Wähler der Überzeugung: „Es wäre sinnvoll investiertes Geld, anstatt es für Vorträge und Gutachten auszugeben.“

Pressemitteilung

der Freien Wähler Koblenz

V. l. Christian Altmaier und Stephan Wefelscheid, MdL Foto: Freie Wähler Koblenz

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Kommentare
16.08.202210:05 Uhr
juergen mueller

Nachtrag:
Weder vertikales noch horizontales "Stadtgrünchen" erfüllen die Voraussetzungen dafür, was man mit einem Beitrag zum Klimaschutz, Lebensqualität, Gesundheit etc. auch nur annähernd in Verbindung bringen könnte.
Konstruktives Denken ist nicht jedem gegeben, auch den Freien Wählern offensichtlich nicht, die sich für dieses 9 000 Euro-Projekt stark machen aber den vielfachen Wert u. Nutzen eines Baumes verkennen.
Wieviel Bäume bekommt man für 9 000 Euro anstelle dieses Blattgrün auf Rädern.

16.08.202209:54 Uhr
juergen mueller

Verkehrtes Denken "Freie Wähler".
Jeden Tag werden in Deutschland ca. 60 Hektar Flächen verbraucht, in Siedlungs- u. Verkehrsfläche umgewandelt (auch in u. um Koblenz). Über die Hälfte davon versiegelt Versiegelung sorgt dafür, dass es in Städten wärmer ist/wird. Versiegelte Flächen z.B. verdunsten kein Wasser, die Luft kühlt nicht ab Stadtgrün umfasst eine große Vielfalt von Formen. Dazu gehören vor allem "GRÜNFLÄCHEN" Wohlgemerkt "GRÜNFLÄCHEN" u. kein punktuell ausgerichtetes mobiles Blattgrün, das in keinster Weise wirtschaftliche, soziale u. ökologische Leistungen erbringt. Dieser "Witz" fördert weder Abkühlung noch Frischluftaustausch oder Temperaturausgleich, hat mit Gesundheit u. Lebensqualität nichts zu tun, es sei denn, man lässt es sich "einreden". Wer solche Aktionen mit Klimaschutz in Verbindung bringt hat den Ernst der Lage nicht begriffen. Wer fortwährend einer Versiegelung zustimmt u. diese versucht, mit so etwas als Ersatz zu rechtfertigen, der sollte zum Arzt gehen.

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