Fußball-Rheinlandliga, siebter Spieltag

Acht Treffer, vier Platzverweise

TuS Mayen musste gegen den FC Germania Metternich mit einem 4:4 (3:2) zufrieden sein

26.09.2022 - 08:14

Mayen.Acht Tore, zwei Rote Karten, zwei Gelb-Rote Karten, zudem sieben Mal Gelb: Die 145 Zuschauer auf dem Rasenplatz im Stadion Nettetal waren am siebten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga von der Spannung und der Dramatik her sicherlich auf ihre Kosten gekommen. Nicht zufrieden war der Gastgeber: Trotz einer 2:0- und einer 4:2-Führung musste der TuS Mayen am Mittwoch der vergangenen Woche gegen den FC Germania Metternich mit einem 4:4 (3:2) zufrieden sein.

„Ich bin ein wenig fassungslos. Wir müssen uns auf jeden Fall ankreiden lassen, dass wir die Zwei-Tore-Führungen nicht clever genug heruntergespielt haben und dadurch unnötige Hektik aufkommen ließen“, blickte TuS-Spielertrainer Tobias Uhrmacher auf insgesamt 97 turbulente Minuten zurück. „Dass wir nach zwei klaren Rückständen noch zurückgekommen sind, ist natürlich ungeheuer wichtig für die Moral“, freute sich der Metternicher Übungsleiter Patrick Kühnreich über ein leistungsgerechtes Unentschieden. „Beim Stand von 4:4 war das Momentum kurze Zeit bei uns, aber ein Sieg wäre vielleicht des Guten zu viel gewesen.“

Die Mayener legten los wie die Feuerwehr. Marcel Löhr mit einem herrlichen 20-Meter-Freistoß genau in den linken Winkel (3.) und Steffen Schmitt mit einem sehenswerten Solo (7.) sorgten für eine frühe 2:0-Führung. Danach übernahmen die Gäste das Kommando, Moritz Pies strahlte mit einem abgefälschten Fernschuss zum ersten Mal so etwas wie Torgefahr aus (17.). Innerhalb von drei Minuten stellten die Germanen den Gleichstand wieder her. Zunächst spitzelte Kubilay Toumpan den Ball am herausstürmenden TuS-Schlussmann Tim Scherrer vorbei und anschließend über die Linie (29.), Enrico Rössler überwand den langen Torhüter kurz darauf mit einem Heber. Zumindest beim ersten Gegentreffer sah Scherrer nicht gut aus.

Vier Minuten vor der Pause lagen die Platzherren nach einer gelungenen Eckenvariante wieder vorn: Löhr löste sich vom kurzen Pfosten zum ausführenden Kevin Dreidoppel und ließ kurz abklatschen, Dreidoppels Hereingabe verwertete TuS-Spielertrainer Matthias Tutas am langen Pfosten zum 3:2. Damit nicht genug an Höhepunkten: In der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste der Metternicher Innenverteidiger Emre Simsek wegen einer Notbremse gegen Dreidoppel folgerichtig mit Rot vom Platz.

Auf Vorarbeit von Dreidoppel erhöhte Loosen sieben Minuten nach Wiederanpfiff auf 4:2, in Überzahl schien die Messe gelesen. Loosen hätte später sogar auf 5:2 stellen können (58.). Nach gut einer Stunde musste der Mayener Abwehrspezialist Milen Manchev ebenfalls mit Rot vorzeitig zum Duschen, er hatte eine Vorlage auf Toumpan außerhalb des Strafraums regelwidrig mit der Hand gestoppt und eine klare Chance der Gäste vereitelt. Den anschließenden Freistoß ließ Scherrer nach vorn abprallen, beim Rettungsversuch riss der TuS-Torwart Fabien Fries förmlich um. Der Gefoulte traf selbst an und verwertete den Strafstoß sicher zum 4:3. Vier Minuten vor dem regulären Abpfiff gelang Rössler schließlich der 4:4-Endstand.

Feierabend war allerdings noch nicht. Zunächst musste der Metternicher Andreas Wengenroth wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz (88.), 180 Sekunden später erwischte es den Mayener Steffen Schmitt wegen Foulspiels und Meckerns ebenfalls mit Gelb-Rot.

TuS Mayen: Tim Scherrer, Tim Gilles, Marcel Löhr, Milen Manchev, Steffen Schmitt, Michael Daub, Uwe Unterbörsch (89. Yoan-Pavel Pavlov), Tim Schneider, Tobias Loosen, Kevin Dreidoppel (80. Fabian Müllen), Matthias Tutas (78. Niklas Weis).

FC Germania Metternich: Tim Weiler, Pascal Romes, Matthias Wengenroth, Bence Kast, Fabien Fries (74. Luca Hankammer), Philipp Brittner (46. Kai Alscheid), Enrico Rössler, Moritz Pies (87. Lars Kilian), Kubilay Toumpan, Tarek Abbade (78. Tim Niemczyk), Emre Simsek.

Schiedsrichter: Gregor Loosen (Treis-Karden).

Zuschauer: 145.

Torfolge: 1:0 Marcel Löhr (3.), 2:0 Steffen Schmitt (7.), 2:1 Kubilay Toumpan (29.), 2:2 Enrico Rössler (32.), 3:2 Matthias Tutas (41.), 4:2 Tobias Loosen (52.), 4:3 Fabien Fries (64., Foulelfmeter), 4:4 Rössler (86.).

Besonderheiten: Rote Karten gegen Emre Simsek (45. + 1, FC Metternich) wegen einer Notbremse und gegen Milen Manchev (62., TuS Mayen) wegen Handspiels außerhalb des Strafraums zur Verhinderung einer klaren Torchance, Gelb-Rote Karten gegen Andreas Wengenroth (88., FC Metternich) wegen wiederholten Foulspiels und gegen Steffen Schmitt (90. + 1, TuS Mayen) wegen Foulspiels und Meckerns.

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G. Friedrich:
Alles fängt im Elternhaus an und die jungen Taugenichtse haben es wohl nicht besser gelernt. Die Quittung der modernen und digitalen Zeit und volles Versagen der Generation XYZ. Was soll noch Gutes in diesem Land wachsen ?...
G. Friedrich NRW:
Das ist doch klar, das die nicht mit einem alten Golf daher kommen. Alles auf die Sekunde geplant zu einer Zeit wo die Leute im Tiefschlaf sind. Grenznahe Möglichkeiten durch die Autobahn und eben schnelle Autos. Noch immer lautet meine Frage: Wann machen die Banken endlich die Automaten weg? Die...
germät:
Was ist eigentlich in den Päckchen drin? Heiße Luft? Die haben noch bei der OB-Wahl in Andernach gefehlt. Dort gab es ja bekanntlich eine heftige Klatsche für die SPD und seinen Kandidaten....
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