LG Rhein-Wied

Athleten in Köln und Bad Ems besonders erfolgreich

Athleten in Köln und
Bad Ems besonders erfolgreich

Sina Ehrhardt qualifizierte sich für die Jugend-DM in Ulm über 400 Meter. Foto: Wolfgang Birkenstock

06.07.2022 - 15:19

Region. Die Rhein-Wied-Athleten in Köln und Bad Ems besonders erfolgreich.


Kölner Leichtathletikmeeting


Punktlandung für Sina Ehrhardt beim Kölner Leichtathletikmeeting: Ein Tag vor dem Meldeschluss der deutschen Jugendmeisterschaft in Ulm knackte die U18-Läuferin der LG Rhein-Wied die verlangte Mindestanforderung über 400 Meter. Ehrhardt gewann in ihrer persönlichen Bestzeit von 57,34 Sekunden und unterbot die Norm von 59,00 Sekunden somit deutlich. Damit steuerte sie einen von vier Rhein-Wied-Siegen in der Domstadt bei. Außerdem gewannen Daniel Roos (Männer) und Irina Fischbach (U20) über 400 Meter Hürden in 56,09 Sekunden beziehungsweise 1:04,96 Minute sowie Robin Pluymackers die 800 Meter der Jugend U20 (1:58,75 Minute). Zudem freuten sich Kira Roscher (13,37 Sekunden über 100 Meter), Lennert Kolberg trotz Gegewind (22,01 Sekunden über 200 Meter), Anesa Suta (1:01,94 Minute über 400 Meter) und Robin Franz bei Gegenwind (23,20 Sekunden über 200 Meter) über Hausrekorde. Pascal Kirstges verbessere im 100-Meter-Sprint seine Saisonbestleistung auf 10,71 Sekunden.


Rheinlandmeisterschaft Mehrkampf


Für die LG Rhein-Wied stand das Wochenende ganz im Zeichen der Mehrkämpfe. Am Freitag hatte man zwei Wochen vor Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Eugene drei deutsche WM-Starter im Rahmen des „Lotto Deichmeetings“ im Neuwieder Rhein-Wied-Stadion begrüßt, am Samstag und Sonntag machte sich dann ein großer Rhein-Wied-Tross auf ins Bad Emser Silberaustadion zur Rheinlandmeisterschaft in den Mehrkämpfen. Mit 16 Titeln und 23 Medaillen war die Ausbeute überwältigend. In 18 Konkurrenzen gab es eine Rhein-Wied-Beteiligung, in 16 davon stand einer der LG-Athleten ganz oben auf dem Siegerpodest. Die Sieger tauchen mit ihren Punktzahlen zumeist in den DLV-Bestenlisten auf. Obendrein gab es unzählige persönliche Bestleistungen zu notieren.

Eine 100-Prozent-Quote erreichte der weibliche Bereich mit neun Verbandstiteln im Einzel und zwei ersten Plätzen bei den Teams. Michelle Kopietz (W12-Vierkampf, 1864 Punkte), Eva Fabienne Stein (W13-Vierkampf, 1928 Punkte), Johanna Monschauer (W14-Vierkampf, 1830 Punkte), Amelie Schmitt (W14-Siebenkampf, 3534 Punkte), Celina Medinger (W15-Siebenkampf, 3654 Punkte), Marie Böckmann (U18-Vierkampf, 2669 Punkte und U18-Siebenkampf, 4264 Punkte) sowie Vivien Ließfeld (U20-Vierkampf, 2725 Punkte und U20-Siebenkampf 4542 Punkte) kamen zu Titelmeriten. Kopietz war auf ihrem Weg zum Titel in drei von vier Disziplinen die Beste, Eva Fabienne Stein legte mit ihrem dominanten Ballwurf (49,00 Meter) den Grundstein zum Sieg, Johanna Monschauer tat dies mit einem 5,06-Meter-Weitsprung. Den W14-Siebenkampf dominierten die Rhein-Wieder mit einem Fünffach-Erfolg. Amelie Schmitt, Leonie Böckmann, Lena Eichhorn und Lisa Sophie Lemke teilten sich die Bestwerte in den Disziplinen, Schmitt kam am konstantesten durch die beiden Wettkampftage - und das auf sehr hohem Niveau. Zuvor waren in ihrer Altersklasse in diesem Jahr nur zwei besser im DLV. Celina Medinger ließ mit einem Vorsprung von über 200 Punkten im W15-Siebenkampf genauso wenig Zweifel aufkommen wie Marie Böckmann (U18). Im Vierkampf distanzierte sie die Konkurrenz bereits deutlich, am zweiten Tag legte sie ebenso überlegen nach. In sechs von sieben Disziplinen war Vivien Ließfeld das Maß der Dinge. Nur über die 800 Meter war sie nicht die schnellste Athletin im Feld, sodass sie im U20-Siebenkampf mit 4542 Punkten über 700 Zähler Vorsprung herausarbeitete.

In den Team-Entscheidungen knackten Celina Medinger, Amelie Schmitt sowie Leonie Böckmann im U16-Siebenkampf die 10000-Punkte-Marke (10494) und haben sich somit deutschlandweit vor den TV Wattenscheid auf Position drei geschoben. Das U14-Vierkampf-Quintett mit Eva Fabienne Stein, Michelle Kopietz, Lina Schmidt, Mira Franz und Annike Spürkmann behauptete sich mit 8876 Punkten. Der dritte Mannschaftserfolg war der Verdienst von Philipp Veit, Samuel Plenert Fabing, Roman Kikin, Liam Ballerstedt und Tim Theisen. Die U14-Vierkämpfer kamen auf 7457 Punkte. M13-Rheinlandmeister Veit steuerte mit 1733 Zählern die meisten dazu bei. Für ihn gaben die Ausgeglichenheit und ein starker 800-Meter-Lauf (2:23,32 Minuten) den Ausschlag. Marc Seibel (M15), Samuel Lehnart (M14) und Hendrik Reinhard (Männer) stellten sich der zweitägigen Belastung - alle siegreich. Reinhard hatte sich in den Jahren 2017, 2019 und 2021 im LVR im Fünfkampf durchgesetzt, diesmal absolvierte er den Zehnkampf mit 6232 Punkten.

Welche Resultate die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft bedeuten, bleibt noch abzuwarten, weil der Deutsche Leichtathletik-Verband seine Mindestanforderungen noch nicht veröffentlicht hat.

Im Rahmen der Meisterschaften vergab der LVR zudem seine Verbandstitel an die 4x75-Meter-Staffeln der U14-Jugend. Hier liefen Mira Franz, Lotta Meuter, Eva Fabienne Stein und Lina Schmidt eine Zeit von 40,40 Sekunden, die mit großem Vorsprung den ersten Platz bedeutete. Eine zweite Staffel (Michelle Kopietz, Jana Over, Amelie Achtert, Annike Spürkmann) belegte Rang vier (43,93 Sekunden). Bei den Jungen mussten sich Tim Theisen, Liam Ballerstedt, Roman Kikin und Samuel Plenert Fabing (48,10 Sekunden) nur der TG Konz geschlagen geben.


Wettkämpfe in Katzenelnbogen und Euskirchen


Fünf LG-Nachwuchs-Athleten aus Reihen der TG Oberlahnstein nahmen an der Einzelmeisterschaft des Rhein-Lahn-Kreises in Katzenelnbogen teil. Irina Fischbach stellte sich diesmal über die kürzere Distanz und gewann die 100 Meter in 13,25 Sekunden. Auch die beiden M15er Benjamin Clos über 800 Meter (2:21,21 Minuten) und Jonas Dasbach mit 1,52 Metern im Hochsprung durften sich jeweils für Platz eins feiern lassen.

Im Rahmen der offenen Seniorenmeisterschaften des Landesverbandes Nordrhein startete Andreas Dasbach in der Altersklasse M45 außer Wertung über 400 Meter und erreichte, indem er knapp unter der Minuten-Marke blieb (59,38 Sekunden), die beste Zeit.

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Brauchtum in Gefahr

aus Oberwinter:
Die von "näher dran" wissen, was da so seit Jahren und Jahrzehnten so (schief) gelaufen ist. Mit Corona hat das nicht viel zu tun. Die Berichterstattung wird oberflächlich gehalten um gewissen Personen nicht zu nahe zu treten. Diese Katastrophe war vorauszusehen - aber nicht abwendbar....
K. Schmidt:
Warum wird in dem Bericht so oft auf Corona hingewiesen? Oberwinter hat über 3.700 Einwohner, plus Potential aus den Nachbarorten. Wenn dann ein Verein dort nur 15 Mitglieder hat, hat das mit Corona doch nix zu tun. Es gibt Traditionsvereine, die zeitgemäß fortbestehen können. Schützenvereine gehören...
Jürgen Görgler:
Nicht nur wegen der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, sondern auch mit Bezug zur Klimakrise wäre es doch interessant, geeignete Flächen im Kreis Ahrweiler mit großangelegten Photovoltaikanlagen (Solarparks) auszurüsten. Dies in Form von Genossenschaften, wo interessierte Bürgerinnen und Bürger...
Franz-Josef Dehenn:
Allen Bewohnern des Hauses wünsche ich, das Sie alle so schnell wie möglich wieder schnell Gesund werden...
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